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Film

You two sons of bitches are going to College!

Als wären die High School und der letzte Einsatz von Officer Schmidt (Jonah Hill) und Officer Jenko (Channing Tatum) nicht bereits desaströs genug gewesen, werden die beiden Katastrophen-Cops nun aufs College geschickt, wo sie wieder einmal verdeckt ermitteln sollen. Das College? Ganz genau! Der Ort, an dem die größten und legendärsten Partys gefeiert werden und der Alkohol in Strömen fließt. Das Chaos ist also vorprogrammiert. Ab 31.07. im Kino

You two sons of bitches are going to College!
Im "Helmet Car" auf der Flucht ©Sony Pictures

Auf ein Neues, fertig, jump!

Nachdem die verdeckte Ermittlung an der High School in 21 Jump Street gerade noch glimpflich ausgegangen ist, dürfen Schmidt und Jenko im Dienst bleiben und werden auch prompt wieder mit einem ähnlichen Fall beauftragt: Dieses Mal geht es aufs College, wo eine Droge im Umlauf ist, die bereits ein Todesopfer gefordert hat. Die Wurzel des Übels muss gefunden werden und das natürlich möglichst unauffällig.

Kaum, dass die beiden Chaoten – die teilweise eher wie ein altes Ehepaar wirken – ankommen, teilen sie sich (mal wieder) auf und schließen sich ganz klischeehaft Gruppen an. Der sportliche Jenko mischt bei den Football-Spielern mit, während Schmidt sich zu den kreativen Köpfen gesellt. Und anders als der sensible Schmidt findet Jenko unter den Athleten seinen möglichen Seelenpartner (Zook). Er fühlt sich endlich verstanden und wird sogar von der Bruderschaft in die Verbindung aufgenommen. Doch als der Verdacht wegen Drogenhandels auf den neuen Freund fällt, geraten nicht nur die Ermittlungen ins Stocken, weil Jenko ihn schützen will. Auch die Beziehung zu Schmidt nimmt Schaden, denn Schmidt fühlt sich von seinem Partner aufs Abstellgleis gestellt. Während die beiden dann versuchen, ihre Beziehung zu kitten, kommen sie auch der Lösung des Falls näher. Bei einer Spring-Break-Party soll die Bombe hochgehen. Doch alles kommt anders, als gedacht.

Doppelt hält besser

Die Macher des Films – die auch schon den ersten Teil produziert haben – scheuen sich mal wieder nicht, alle Klischees auszupacken, die das amerikanische College-Leben und Actionfilme à la Bad Boys zu bieten haben. Im Gegenteil wird gefühlt noch eins draufgepackt. Von rasanten Verfolgungsjagden und Rumgeballer bis hin zu Verbindungsritualen und coolen Sprüchen ist alles drin. Dabei werden nicht nur die vertretenen Filmgenres auf die Schippe genommen, sondern auch die Fortsetzung selbst. So bekommen Schmidt und Jenko von ihrem Sheriff ganz klar den Auftrag, alles wieder genauso zu machen, wie beim letzten Einsatz, da es sich ja um so ziemlich den gleichen Fall handelt. Der Witz ist also bereits impliziert und das ganz bewusst. Genau das macht den Film aus. Und nicht nur Jonah Hill, der bereits in anderen Komödien geglänzt hat, sondern auch Channing Tatum gibt hier sein komödiantisches Talent zum Besten. Wer versuchen will, einen tieferen Sinn hinter der Handlung zu finden, könnte höchstens etwas über die Entwicklung der Freundschaft der beiden Protagonisten sagen. Mehr aber auch nicht. Zurecht, denn 22 Jump Street soll einfach nur Spaß machen. Und den hat man auch, von Anfang bis Ende.

Julia Botov (academicworld.net) 

22 Jump Street

Regie: Phil Lord und Christopher Miller

Mit Jonah Hill, Channing Tatum, Ice Cube
Verleih: Sony Pictures

Kinostart: 31. Juli 2014




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