Die Suche nach der Wahrheit

Spurlos verschwunden
Der Psychologe Jan Forstner kehrt in seine Heimat nach Fahlenberg zurück, wo er in der Waldklinik eine neue Stelle antritt. Nach einem tätlichen Angriff auf einen Patienten, einen Gewaltverbrecher, ist er beruflich schwer angeschlagen und sieht in diesem Angebot seine letzte Chance. Aber nicht nur das beschäftigt den jungen Mann. Seit seiner Kindheit kämpft er mit mehreren traumatischen Ereignissen. Jahre zuvor verschwand sein damals 6 jähriger Bruder spurlos und sein Vater verunglückte am gleichen Abend tödlich. Seine Mutter konnte den Verlust nicht verkraften und nahm sich das Leben. Jan versucht seitdem dem Rätsel um seinen verschwundenen Bruder auf die Spur zu kommen, bisher ergebnislos. Das Einzige, was ihm von dem Abend geblieben ist, ist ein Tonbandgerät, auf dem die letzten Lebenszeichen des Bruders zu hören sind.
Mysteriöser Selbstmord
In der Klinik wird Jan mit einem rätselhaften Selbstmord konfrontiert, der ebenfalls Kindheitserlebnisse in ihm wachruft. Immer stärker wird deutlich, dass die Ereignisse der Vergangenheit mit denen der Gegenwart auf mysteriöse Art und Weise zusammenhängen. Jan kommt der traurigen Wahrheit langsam immer näher und dabei geraten mehr und mehr Menschen um ihn herum in tödliche Gefahr.
Spannung pur
Wulf Dorn versteht es, wie nur wenige deutsche Kriminalautoren, eine besonders spannende, mitreißende Handlung zu erschaffen. Der Leser tappt bis zum Schluss im Dunkeln und wird durch verschiedene Hinweise immer wieder auf falsche Fährten gelockt. Teilweise sind die Beschreibungen sehr drastisch, gerade die der Toten, an denen im Roman kein Mangel herrscht. Da muss man hart im Nehmen sein, denn es fließt sehr viel Blut. Auch die Auflösung ist ziemlich überrschaend und spannend gestaltet. Dieser Krimi ist auf jeden Fall eine Verfilmung wert und ich kann ihn nur jedem Krimifan empfehlen.
448 Seiten
Heyne Verlag (August 2010)
Preis: 16,99 Euro



























