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Willkommen in der Leman Street!

In Staffel 4 der Serie Ripper Street kehrt das unschlagbare Trio aus Drake, Jackson und Reid in die Polizeistation in der Leman Street zurück - doch zwischen ihnen herrschen Lügen und Geheimnisse. Wie lange das wohl gutgehen mag?

Die drei Musketiere aus der Leman Street. Copyright: Tiger Aspect 2016

London im Jahre 1897. Der Mörder des Rabbis (siehe vorherige Staffeln) steht kurz vor der Hinrichtung. Drake leitet mittlerweile die Polizeistation in der Leman Street,  Reid hat sich mit seiner wiedergefundenen Tochter aus der Stadt entfernt und Captain Jackson gibt vor, wegen seiner inhaftierten Ehefrau Susan keine Träne zu weinen. Natürlich ist nichts so, wie es scheint: Susan hat einen Sohn bekommen, für den sie Pläne schmiedet, um aus dem Gefängnis und der Todesstrafe zu entkommen. Auf den Straßen des East Ends treiben menschliche Monster ihr Unwesen und fordern ein Menschenleben nach dem anderen.

Drake steckt in einer zunehmend unglücklichen Ehe fest und beginnt, sein ganzes Leben zu hinterfragen, während Reid wegen seines schlechten Gewissens nach London zurückkehrt und von einer jüdischen Journalistin verfolgt wird - die nicht an die Lösung des letzten Mordes glaubt. Die Abgründe werden immer tiefer und bringen die drei Freunde immer stärker auseinander ... Was sie nicht ahnen können: Einer von ihnen muss ein ultimatives Opfer erbringen.

Neue Feinde bringen neue Probleme und neue, aber seltsame Verbündete mit sich.

Die Kritik

Staffel 4 wartet mit überraschend aktuellen Themen auf: Von missionarisch geprägten Muslimen und der Umgang mit ihnen bis zur Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich. Das erinnert die Zuschauer daran, dass manche Themen gar nicht so neu sind, vielleicht ganz anders in unserer Gesellschaft verwurzelt als bisher gedacht - und vor allem auch in Krisenform bisher immer gemeistert werden konnte. Ein willkommener Reminder an alle Angst- oder Wutbürger. Dabei ist die Serie in den letzten Zügen des viktorianischen Zeitalters situíert, was die BBC optisch gesehen wieder ganz zauberhaft umgesetzt hat: Von den Kostümen der Damen zu den gut sitzenden Anzügen der Herren, dem Interior der Häuser oder der dreckigen Optik Londons im East End. Auch die Art der Charakter zu sprechen und Sätze zu formulieren, ist geradezu malerisch und verdient definitiv das Attribut "eloquent".

Der Schwachpunkt der Serie sind die Frauen. Die, die im wesentlichen im Rampenlicht stehen, verhalten sich zunehmend irrtierend bis leicht wahnsinnig - sie sind rein von Emotionen getrieben und ihr Verhalten wird immer erratischer. Das geht immer mehr auf die Nerven, weil es sie als die wahrhaft Schwachen der Gesellschaft porträtiert und keinen zweiten Blick gestattet.

Gut finde ich, dass die Serie - zumindest dem aktuellen Anschein nach - nicht auf "netter Krimi zu Viktorias Zeiten" macht, sondern auch mal richtig brutal wird und zeigt, wir hart so manches Schicksal damals war. Die Welt war damals längst nicht so shiny, wie manch Serie (Downtown Abbey) es gerne glauben lässt. PTSD bei Soldaten, brutale Morde, dreckige Lebensumstände, Verrat, Freundschaft, Liebe - das alles kommt in RIPPER STREET zu einer ganz eigenen, ehrlichen und dennoch unterhaltsamen Gesamtmischung zusammen.

Fazit: Wer Ripper Street 1-3 kennt, ist für Staffel 4 verpflichtet - und allen Neulingen wird die Serie im gesamten empfohlen!


Bettina Riedel (academicworld.net)


RIPPER STREET
Staffel 4, 7 Episoden

Ab dem 15. Mai im Vertrieb vom Polyband als DVD und BluRay fürs Heimkino im Handel erhältlich.




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