
- Menno, keiner ruft mich an!
Die Personalberaterinnen Andrea Köhn und Eva Kahlenberg wissen Rat:
Zunächst einmal sollte man Xing nicht unterschätzen. Natürlich stellt man sich hier ‘ins Regal’, das ist aber überhaupt nicht anbiedernd, wenn es professionell gemacht ist. Außerdem ist es der leichteste Weg, Headhunter auf sich aufmerksam zu machen. Für Headhunter macht Xing die Dinge viel leichter als früher, wenn man sich nur über Telefonkontakt in eine Firma hineinhangeln konnte, um interessante Kandidaten zu identifizieren. Dies ist vor allem in mittleren Positionen wichtig. Hier kommt es darauf an, sich mit einem guten Foto, das nicht steif ist, sondern Sympathie ausstrahlt und den entsprechenden kurzen, aber prägnanten Informationen zu seinem Können zu vermarkten. Denn nicht jedem gelingt es, mit Fachbeiträgen und Artikeln in die relevante Presse zu kommen oder als Redner auf Kongresse eingeladen zu werden.
Um über andere Quellen von Headhuntern aufgespürt zu werden, muss man verstehen, wie der Search von Personalberatungen und Suchmaschinen im Internet funktioniert. Hier geht der Berater über Stichwortsuche in den Suchmaschinen oder sucht sehr konkret bei den relevanten Medien, Verbänden, Expertengruppen oder in den Chatrooms zunächst nach den Themen und dann nach den dahinter stehenden Personen. Seine Visibilität im Netz kann man also tatsächlich als Redner auf Kongressen, durch das Halten von Vorträgen oder die Platzierung von Artikeln in den relevanten Medien verbessern, aber auch Artikel in Firmenzeitschriften werden über Internetrecherche von Headhuntern gefunden.
In den verschiedenen Branchen gibt es immer wieder spezialisierte Personalberater. Manchmal macht es auch Sinn hier ein Gespräch zu führen, wenn man von einem Berater angesprochen wird, auch wenn die Position nicht richtig interessant ist. So baut man einen längerfristigen Kontakt auf. Bei Headhuntern anzurufen, hilft meistens nicht weiter, weil man dort oft als ‘Karteileiche’ endet, wenn der Berater zu dem Thema über Monate keine Aufträge bekommt. Der Personalberater erhält sein Geld ja nicht vom Kandidaten, sondern vom Mandanten. Manch pfiffiger Berater bringt aber interessante Kandidaten auch ohne Auftrag mit einem Kunden, den er gut kennt, in Kontakt, und schafft somit für beide Seiten neue Gelegenheiten.

Andrea Köhn und Eva Kahlenberg sind Geschäftsführerinnen der Personalberatung KÖHN & KOLLEGEN, die auf das Gesundheitswesen spezialisiert ist.
Neben der Unterstützung bei der Besetzung von Führungspositionen sowohl im medizinischen als auch im kaufmännischen Bereich berät K&K Geschäftsführungen als aktiver Sparringspartner, als Ideengeber und Katalysator.

























