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Buch

Wie ich einmal versuchte reich zu werden

Im Jahr 2009 veröffentlichte Heike Faller ein Sachbuch mit dem Titel: "Wie ich einmal versuchte reich zu werden". Es handelt von der Welt der Aktien, Börsen und Investitionen und einer Frau, die unerfahren in diese Welt eintaucht und sich ihren Weg sucht.

Wie alles begann

Die Autorin Heike Faller hatte eine Menge Geld angespart, sich aber nie weiter darüber Gedanken gemacht, was mit dem Geld passiert. Irgendwann wurde sie von ihrem Arbeitgeber für eine Geschichte über zwei Männer in die Oberpfalz geschickt. Diese zwei Männer leiteten die Vermögensverwaltung einer kleinen Sparkasse und vielen dadurch auf, dass sie das erfolgreichste Musterdepot Deutschlands führten. Sie investierten in Rohstoffe. Nachdem Heike Faller die Geschichte über sie fertiggestellt hatte, beschloss sie, ihnen ihr gesamtes Vermögen anzuvertrauen. Folglich investierte auch sie zunächst in Rohstoffe. Sie kaufte Gold und andere Edelmetalle um dann festzustellen, dass die Strategie der beiden Männer erfolgreich war, da sich der Goldpreis fast verdoppelte. Gepackt von der Aufregung und dem Verlangen nach mehr startete sie ein Selbstexperiment getreu dem Motto: "Wie kann ich mein Geld für mich arbeiten lassen?" und taucht für ein Jahr ein, in die Welt der Spekulanten. Sie dokumentierte ihre Eindrücke, Erfahrungen und Erfolge beziehungsweise Misserfolge in ihrem Buch "Wie ich einmal versuchte reich zu werden".

Die 1971 geborene Autorin dieses Buches Heike Faller ist eigentlich mit Leib und Seele Journalistin. Doch für dieses Experiment hing sie ihren Journalistenberuf für ein Jahr an den Nagel und kehrte ihren Kollegen in der Redaktion den Rücken zu. Sie mietete sich ein eigenes kleines Büro und begann mit den Recherchen für ihr Experiment. Sie selbst hatte keine Ahnung von der Börse, Aktien oder sonstigen Investitionen. Als völliger Neuling auf diesem Gebiet, begann sie ihre Arbeit.

Ziel: 10.000 Euro innerhalb eines Jahres verdoppeln

Die Autorin wollte dieses Ziel durch verschiedene Investitionen erreichen. Dabei stand für sie zwar der Börsenhandel im Vordergrund, jedoch informierte sie sich auch über andere Möglichkeiten aus Geld, mehr Geld zu machen. So tauchte sie auch in die Welt des Kunsthandels sowie der Spieler und Zocker ein. Sie blieb aber bei ihrem ursprünglichen Ziel, das Geld durch Handeln an Börsen zu verdoppeln. Dabei probierte sie so viel wie möglich aus. Sie begann mit Optionsscheinen zu handeln und zu diversifizieren. Trotz aller Unerfahrenheit, lernte sie schnell sich in der Welt der Spekulanten zurechtzufinden und Erfolg zu haben. Allerdings musste sie noch viel schneller lernen, dass Hochmut vor dem Fall kommt. Je mehr Erfolg sie hatte, desto mehr glaubte sie, die Welt der Aktien zu durchschauen, um dann, ganz schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt zu werden.

Die Krise

Dann kam die Finanzkrise und der Erfolg Heike Fallers ließ nach. Sie hatte die ersten Verluste zu verzeichnen. Dennoch blieb sie am Ball und versuchte ihr Experiment zu Ende zu führen. Sie begann sich über die Weltwirtschaftskrise zu informieren und fand nach und nach Wege, wie man trotz Krise Gewinn machen kann. Dabei führten sie ihre Recherchen um die halbe Welt. Sie lernte Theoretiker und Spekulanten aus verschiedenen Ländern kennen, die ihre ganz eigenen Ansicht zu der Weltwirtschaftskrise und ihre Auswirkungen hatten. Heike Faller blieb standhaft trotz Krise und meisterte ihr Jahr unter Spekulanten erfolgreich.

Die Moral von der Geschichte

"Wie ich einmal versuchte reich zu werden" lehrt uns: Unser Geld arbeitet nicht für uns sondern wir müssen für unser Geld arbeiten. Spekulieren ist harte Arbeit und erfordert eine Menge Recherche. Heike Faller ist im Endeffekt mit plus minus Null aus ihrem Experiment ausgestiegen, konnte allerdings eine Menge an Erfahrungen und Eindrücken mitnehmen. Sie möchte ihr Geld in Zukunft ganz klassisch bei einer Bank anlegen und kehrt nun der Welt der Spekulanten den Rücken zu um zum Journalismus zurückzugehen.

Das Buch "Wie ich einmal versuchte reich zu werden" ist sehr lehrreich und ein Muss für jeden, der schon einmal mehr aus seinem Geld machen wollte. Es ist sehr unterhaltsam und lehrreich. An keiner Stelle wird es langweilig, was nicht zu Letzt dem Schreibstil Heike Fallers zu verdanken ist, da trotz Wirtschaftskrise, das Buch von einer Menge Humor begleitet wird. Beim Lesen lernt man auf angenehme Art die Welt der Spekulanten kennen und die Weltwirtschaftskrise 2008/2009 zu verstehen.

Alles in Allem sehr gelungen und eine Pflichtlektüre für jeden Sachbuchliebhaber!

Anna-Lena Wirz

 

Heike Faller

Wie ich einmal versuchte reich zu werden

240 Seiten

19,95 Euro

Deutsche Verlags-Anstalt

 

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