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Karriereplanung

Was zeichnet einen attraktiven Arbeitgeber für Hochschulabsolventen und Berufseinsteiger aus?

"Harte Fakten" wie Einstiegsgehälter, Fortbildungsmöglichkeiten und Karriereaussichten sollten nicht allein über die Wahl des ersten Arbeitsplatzes entscheiden. Viele Unternehmen haben erkannt, dass es für das Arbeitsklima und in letzter Konsequenz für das Leistungsvermögen ihrer Mitarbeiter förderlich ist, wenn diese sich als Leistungsträger und Menschen zugleich wahrgenommen fühlen. Feelgood-Management heißt der neue Trend für individuelles Wohlbefinden am Arbeitsplatz. Hochschulabsolventen und Berufsanfänger können bereits beim Vorstellungsgespräch erkennen, in welchem Umfang der potentielle Arbeitgeber sich "im Tagesgeschäft" für das Wohl seiner Mitarbeiter engagiert.

Wie hoch der Stellenwert von Feelgood-Management heute in Unternehmen angesetzt wird, bezeugt die Tatsache, dass viele große Unternehmen speziell ausgebildete Feelgood-Manager einsetzen.

Feelgood-Management: Das neue Werteverständnis zeigt sich in vielen Details

Feelgood-Management umfasst alle Maßnahmen, die einen Arbeitnehmer bei seinen Aufgaben unterstützen derart, dass er Wertschätzung und Vertrauen erfährt. Einige Ansätze von Feelgood-Management sind äußerlich sichtbar: Ein optisch ansprechendes Arbeitsumfeld, ausgestattet mit ergonomisch sinnvollem Mobiliar beispielsweise. Ausgestattete Ruhezonen, die zum temporären Entspannen einladen, eine gepflegte Begrünung der Räumlichkeiten. Feelgood-Management zeigt sich auch in kleinen Dingen: Täglich frisch bestückte Obstkörbe, uneingeschränkten Zugriff auf eine zeitgemäße Kaffeemaschine für die Büroküche sowie die kostenlose Bereitstellung einer Auswahl von Kaltgetränken sind aktive Beiträge des Arbeitsgebers für individuelles Wohlfühl-Ambiente am Arbeitsplatz. Die Frage der Kosten für den "Wohlfühl-Service" lösen clevere Arbeitgeber auch bei kleinem Budget: So lassen sich mit dem Obsthändler von Nebenan meist Sonderkonditionen für die regelmäßige Abnahme seiner Ware aushandeln. 

Feelgood-Management im Hintergrund

Wie hoch der Stellenwert von Feelgood-Management heute in Unternehmen angesetzt wird, bezeugt die Tatsache, dass viele große Unternehmen speziell ausgebildete Feelgood-Manager einsetzen. Diese kümmern sich nicht nur um die Umsetzung der oben aufgeführten sichtbaren Merkmale eines angenehmen Arbeitsklimas, sondern arbeiten zudem tief an der Basis der Aufbau- und Ablauforganisation: Sie beschäftigen sich beispielsweise mit der Vereinfachung der internen Kommunikationswege, um zähen Entscheidungsprozessen entgegenzuwirken und so den Arbeitsfluss zu beschleunigen.

Prioritäten setzen bei der Wahl des Arbeitgebers

Mit der Wahl des ersten Arbeitgebers nach einem Studium oder einer Ausbildung werden zukunftsweisende Weichen gestellt. Erfüllen Berufseinsteiger und Arbeitgeber die Erwartungen aneinander nicht, so ist das Beschäftigungsverhältnis von Unzufriedenheit geprägt und wird oft nach kurzer Betriebszugehörigkeit beendet. Ein Fakt, der den Lebenslauf für die nächste Bewerbung ungünstig beeinflusst. Deshalb macht es Sinn, im Vorfeld der Entscheidungsfindung eine Prioritätenliste anzulegen: Kann ein hohes Einstiegsgehalt fehlendes Feelgood-Management und/oder ein flexibles Arbeitsmodell ausgleichen? Wird die Option auf einen Karrieresprung mit Fort- und Weiterbildungen auf Kosten der Firma unterstützt? Ist das Unternehmensimage so vorteilhaft für die berufliche Zukunft, dass ein Job im Unternehmen unter allen Umständen angestrebt werden sollte? Viele Vorüberlegungen sind notwendig für eine kluge Entscheidungsfindung. 




Die Berufseinsteigerfrage

Frage: Wie halte ich es mit der Frage nach dem Gehalt?

Bewerbung & Berufseinstieg, Die Berufseinsteigerfrage:

Hans Peter B. will's wissen: "Bei manchen Bewerbungen muss man eine Gehaltsvorstellung angeben, zuweilen wird man auch im Bewerbungsgespräch danach gefragt. Was soll man da sagen? Soll man sich nach irgendwelchen Gehaltstabellen orientieren? Und ist das Ganze verlässlich? Also: Wie halte ich es mit der Gehaltsfrage? "


Serie: Netzperlen

Diese Woche: Notes of Berlin

Netzperlen:

In Berlin kommt alles zusammen: Verrückt- und Verruchtheit, Offenheit und Spießertum, Liebe und Hass - im deutschen Mekka für Kreative und Individualisten gibt es viel zu entdecken. Was für skurrile, poetische oder humorvolle Zettelchen und Botschaften überall in der Stadt versteckt sind, zeigt uns ...