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Fußball

Warum man Jürgen Klopp dankbar sein muss

Mit Jürgen Klopp ist es wie mit Heidi Klum. Am Anfang hat man noch ganz gerne hingeschaut, dann tendierte die Stimmung in Richtung Neutralität und mit zunehmender Medienpräsenz steigt der Nervfaktor überproportional und man fühlt sich förmlich verfolgt von so viel Sendungsbewusstsein (im wahrsten Sinne des Wortes).

Jürgen Klopp ist sicherlich ein sehr guter Trainer, seine Erfolge sind atemberaubend. Als er, der kurz zuvor noch als rustikale Abwehrhüne ohne Technik den gegnerischen Stürmern die Schienbeine polierte, den damals scheintoten Zweitligisten Mainz 05 übernahm, wehte nach den ersten Erfolgen ein wirklich frischer Wind durch den Profifußball. Da war einer, der intelligent und differenziert die Spiele analysierte und mehr zu Stande brachte, als die Stereotypen seiner Trainerkollegen, denen man oft nicht mehr als ein "wir hatten uns viel vorgenommen für das Spiel, kamen dann aber nicht in die Zweikämpfe" abringen konnte.

Klopp, das war einer, der einen glauben ließ, mit ihm könne man in einer Studentenkneipe den ganzen Abend abhängen und sich phantastisch nicht nur über Fußball mit ihm unterhalten. Dass alles neue, frische irgendwann auch mal langweilig wird, kann man Klopp nicht zum Vorwurf machen. Das häufigste Attribut, das in seinem ihm nahestehenden Umfeld über ihn verwendet wird, ist "authentisch". Jürgen Klopp ist immer "authentisch geblieben". Das mag sein. Trotzdem hat man den Eindruck, dass ihn die eigenen Emotionen, die ihn auszeichnen und die er letztlich natürlich braucht, um eine Mannschaft zu pushen, zunehmend auch selbst übermannen und er im Sog des Erfolges zu einer Selbststilisierung neigt, die jegliche natürliche Lockerheit verflüchtigen lässt.
Der Kloppo aus der Studentenkneipe hätte einen Trainer mit penetrant zur Schau gestelltem "Pöhler-Käppi" sicherlich ziemlich gekünstelt gefunden.

Trotzdem muss man Klopp Respekt zollen. Er hat es geschafft, den BVB zur Nummer 1 im deutschen Fußball zu machen - und den hegemonialen FC Bayern in die Schranken zu weisen. Natürlich gab es in den vergangenen Jahrzehnten immer mal wieder andere deutsche Meister als die Münchener, aber jedes mal war irgendwie klar, dass es sich dabei mehr um einen Betriebsunfall handelte und ein paar Zufälligkeiten für den Rekordmeister einfach unglücklich gelaufen waren. Ja, manchmal gaben die Bayern einem sogar das Gefühl "...eigentlich wollten wir ja auch nicht so richtig". Wenn der FC Bayern aber richtig wollte und dafür wie immer viel Geld in die Hand nahm, dann walzte man die Konkurrenz platt. Das ist beim BVB anders. Und eine kluge Kaderplanung lässt vermuten, dass sich das nicht so schnell ändert.

Neben dem Respekt, den Klopp sich verdient hat, muss man ihm aber auch dankbar sein: Er lässt sich - Stand heute - nicht von den Bayern kaufen. Deren Personalrecruiting verläuft ja nach recht simplen Mustern: Wir schauen, wer Erfolg hat und wer gerade "in" ist, und den holen wir! Wäre ein Trainer Klinsmann ohne sein WM-Sommermärchen denkbar gewesen? Ein Jupp Heynckes ohne seinen überraschenden Erfolg mit Leverkusen? Hätten die Bayern einen Lucien Favre vor 18 Monaten als guten Trainer identifiziert, als er noch die Wunden leckte über sein unglückliches Ende bei Hertha und nur die quasi bereits abgestiegenen Mönchengladbacher ihm wieder eine Chance gaben, in die Bundesliga zurück zu kehren? 

Genauso ist es bei den Transfers, die Bayern kaufen die Aktien fast immer auf ihrem Höchststand, sie scheinen aber nicht in der Lage, die unterbewerten Papiere vom Schlage eines Kagawa oder Reus zu finden. Man holt am liebsten Spieler, die sich schon einen großen Namen gemacht haben, was aber nicht selten auch mit großen Egos verbunden ist. Großes Ego heißt, dass ein Spieler sehr überzeugt ist von seinen Fähigkeiten - die Entwicklung einer eigenen Spielphilosophie wird dadurch natürlich enorm erschwert.

Auf das Fußballfeld übertragen: Ein Klopp wird einen Lewandowski eher dazu bringen, Innenverteidiger zu spielen, als Heynckes Robben als Außenverteidiger nominieren könnte. Auch wenn sich natürlich keiner der genannten Spieler für solche Positionen eignet, hat ein Bayern-Trainer generell weniger Möglichkeiten, einen eigenen Fußball zu entwickeln. Wahrscheinlich wirkt der Fußball des FC Bayern, der ja fast ausschließlich aus Einzelaktionen ihrer besten Spieler besteht, deshalb oft so starr und ohne echten Spielwitz. 

Sollte auch das so heiß ersehnte CL-Finale gegen Chelsea verloren gehen, würden sich Rummenigge und Hoeness üblicherweise die Bundesligatabelle nach dem 34. Spieltag vornehmen und schnell darauf kommen, dass der zweimalige Meistertrainer aus Dortmund der logische Nachfolger für Heynckes sein müsste. Das Schöne ist, dass Klopp seinen Vertrag in Dortmund bis 2016 verlängert hat und die Bayern dazu zwingt, mal ein Stück weit von ihrem stereotypen Credo "Wir kaufen Erfolg!" abzuweichen. Dafür ein Dankeschön an Klopp und auf eine spannende Zukunft in der Bundesliga.
Übrigens ist das ja vielleicht auch für den FC Bayern eine Chance, mal etwas kreativer zu werden. 

Von Eduard Eschle


Eure Meinung ist gefragt - NACH dem verlorenen Finale

Agustin, 16-09-13 10:34:

Lewadowski et Barrios n e9taient pas conside9re9s comme de gros cailerbs quand ils sont arrive9s mais de gros potentiels, et regarde ce qu ils ont fait e0 Dortmund.Il faut continuer comme e7a, j adore Dzeko mais allonger des salaires de Qataris de City c est pas possible, c est logique que s il veut venir il devra baisser son salaire, ce qui lui est promis c est du temps de jeu en cas de de9part de Lewan donc il y a quand meame un argument.Si e7a le botte pas tre8s bien, je sais que Dortmund saura encore de9nicher un futur top mondial e0 moindre cofbt.
Aerer, 17-09-13 12:52:

Les 10 entraineurs me9ritent entie8rement. J adore Juergen et Dieu sait que je le <a href="http://mrxqimqk.com">recetspe</a>, mais meame son palmare8s ne suffit pas e0 pre9tendre e0 la premie8re place pour l instant. Ce qui de9terminera toujours l attribution du Ballon d Or (joueur et entraineur), ce sont les performances en Champion s League et en compe9titions internationales Del Bosque 1er donc, suivi de Juergen quand meame 2e8me
Keischa, 18-09-13 17:27:
Githa, 25-09-13 21:08:

21&nbsp; 3Dieser Mannschaft und ihren Trainer, gönnt man doch einfach die Meisterschaft! Eine Traum-(Liebes-)Beziehung: „Ein Trainer der seine Gefühle offen zeigt und auch ausspricht.“ Das gehört einfach zusammen (Kloppo+ BVB 09). War mit meinen schicken 8 – Sitzer, nach dem Spiel (Dortmund – Nürnberg 2 : 0) im Autokorso mittendrin (Dortmund stand Kopf, einfach genial). Ps.: Meine Bitte an die Fans von Eintracht Frankfurt, versaut nicht die Meisterschaftsfeier. Sollte Frankfurt absteigen, kann der BVB sicherlich nichts dafür. Auch wenn ihr enttäuscht seid, macht es einfach wie die Nürnberger Fans und feiert mit. Ihr schadet nur euren Verein ((die Stadt ist eh voll von Polizei /höchste Sicherheitsstufe)). Eintracht Frankfurt schafft sicherlich den Aufstieg wieder (Nach Regen folgt die Sonne, also Kopf hoch Jungs), Randale nützt da auch nichts. http://www.piecesnmelodies.com/car-insurance-free-quote.html http://www.maeed.com/buy-cialis-online.html http://www.azoovisited.com/buy-prednisone-online.html
Agatha, 27-09-13 15:54:

May 8, 2013 at 7:28 am</a>I think that you&#8217;re right in that Sir Alex has some big shoes to fill at Man U. Regardless of when he retires, this year, next year, or if he dies on the sidelines, whoever is chosen to take his place will be under harsh scrutiny and it would not surprise me to see Man U struggle for a year or two following his departure. Even as a non-Man U fan, it will be a little sad to see him leave the game, he has been an ambassador for his team and for the game as well as fair play and class. Reply</a> http://www.allinsurancequotesonline.net http://www.fundeal88.com/accutane-online-pharmacy.html http://www.twinklehillfarm.com/online-car-insurance.html
Charlee, 04-10-13 11:43:

Kenny&#8217;s second managerial stint was never about sentiment, and in the same way the end of that stint has nothing to do with the end of &#8216;sentiment&#8217; at Liverpool. Dalglish was brought in to re-unify a team that was completely destroyed and demoralized by Hodgson. He did that.Likewise, when some fans call for Rafa, it&#8217;s not out of sappy sentiment to remember the highs of 2005. It&#8217;s because out of all the managers out there, Rafa is the best one for the club &#8211; based on merit, not history.Yes, Liverpool is a storied club steeped in grand history, but frankly &#8216;sentiment&#8217; was never a big part of footballing decisions, so it&#8217;s no big story that it continues not to be. http://www.quoteforautoinsur.com/ http://www.getaccreditedonlinedegrees.net/ http://www.compare-meds.net/
Zyah, 07-10-13 12:06:

This is a results business. Benitez and Hodgson had a higher winning % than Kenny in this recent return as manager. I&#8217;m not in the dressing room, so I don&#8217;t know if Kenny unified the team, but I can tell you that if he had, they would have performed better on the field. Also, signing Carrol, Downing, and Henderson at a hugely inflated prices were all poor management. He deserved the sack more than any other PL manager in recent history. Only good thing he did was sign Suarez, and that was likely a Commoli signing. http://www.getautoinsur.net/ http://www.findmbaonline.com/
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