Drucken
TV/DVD/Game

Viel Neues im Osten

Ihr mögt die osteuropäischen Märchen, die im Winter immer frühmorgens laufen? Vergesst sie, wenigstens ein bisschen, denn aus dem russischen Osten kommt ein neuer Film mit fantastischen Elementen: Der Fürst der Dämonen.

Die schöne Tote aus der Kirche. Wie ist sie eigentlich gestorben? Bilder: Tiberius Film
Die schöne Tote aus der Kirche. Wie ist sie eigentlich gestorben? Bilder: Tiberius Film
Hier sitzt jedes Detail!
Hier sitzt jedes Detail!

Im frühen 18. Jahrhundert unternimmt der Kartograph Jonathan Green eine Expeditionsreise, um als Erster den kompletten Umfang der Erde zu vermessen. Dazu hat er eine opulente Kutsche bauen lassen, an deren Ende holländische Meister ein Messsrad befestigt haben – ergo was er fährt an Strecke, wird gemessen. Da die Pferde die Zugarbeit erledigen, kann der gute Herr derweil allerlei Wein trinken und sich von Passanten unterhaltsame Anekdoten erzählen lassen.

Auf seinem Weg in Europas Osten überquert er die Karparten und strandet schließlich aufgrund dichten Nebels in einem einsamen und verfluchten Dorf jenseits Transylvaniens. Dessen Geschichte klingt im ersten Moment absurd, stellt sich aber bald als das größte Gruselerlebnis seines Lebens heraus … Die Einwohner ähneln in keiner Weise den Leuten, die der Forscher bisher auf seiner Reise gesehen hat, viel eher erinnern sie an Piraten. Das unheimliche Geheimnis rund um die schöne Tote in der versiegelten Kirche lockt und zieht ihn letztendlich an den Abgrund seines Daseins …

Die Kritik

Im ersten Moment wirkt der Film so rau wie die Dorfbewohner, die mit den Hexen und dem Drama zu kämpfen haben. Auf den zweiten Blick offenbart sich allerdings ein Humor, den man einfach nur mit dem Ausdruck „diebisches und leicht böses Vergnügen“ beschreiben kann. Dass die Macher des Films jede Menge Spaß daran hatten, ihn zu drehen, merkt man deutlich!

Als dritten Schritt und erst nach und nach erkennt sowohl der Protagonist als auch der Zuschauer, worum es in diesem absonderlichen Film wirklich geht – denn ein nicht ganz so phantastischer Hintergrund ist der Anker unserer Geschichte. Was klipp und klar bedeutet: Nichtsdestotrotz muss man sich hinterher trotzdem fragen, was davon nun echt ist und was nicht. Damit ist die Handlung sehr gehaltvoll und täuscht nicht einfach mit viel Blut über Schwachstellen hinweg. Basierend auf der Novelle eines Poeten ist die Geschichte von der Fürst der Dämonen eine Art sehr intelligenter Krimi, bei dem man sich sehr lange fragen muss – was ist jetzt eigentlich real?

Der Fürst der Dämonen ist ein Film, wie man ihn sehr selten findet. Die Monsterdarstellungen sind vollkommen abstrus und richtig gut umgesetzt! Wo Hollywood wirklich trashig darstellen würde, wird hier Wert auf jedes Detail gelegt und das bringt den Film auf ein interessantes Level. Die Bilder sind wuchtig und nicht nur auf Hochglanz-Psychothriller gemacht – sie sind hart, sie sind krass, sie machen Spaß!

Die alles entscheidende Frage ist und bleibt: Wer ist nun der wahre Fürst der Dämonen?

Bettina Riedel (academicworld.net)

Fürst der Dämonen

Regie: Oleg Stepchenko

Darsteller: Jason Flemyng, Andrey Smolyakov, Aleksey Chadov, Agnita Ditkovskite

Ab dem 2. Juli im Vertrieb von Tiberius Film als DVD und BluRay im Handel erhältlich!




Die Berufseinsteigerfrage

Karriere im Bankensektor: Wie wichtig ist der erste Arbeitgeber?

Die Berufseinsteigerfrage:

Maike S. (24) aus Hamburg schreibt uns: „Ich möchte gerne später einmal im internationalen Bankengeschäft tätig sein, um möglichst viel Geld zu verdienen. Ich habe mich nach dem Studium bei mehreren Banken beworben und nun eine Zusage von einer Genossenschaftsbank erhalten. Meine Freunde raten mir aber davon ab, dort anzufangen, weil sie meinen, dass nur bei den Privatbanken das große Gehalt zu erwarten ist. Stimmt das? Welche Karriereperspektiven kann ich bei einer Genossenschaftsbank maximal erwarten? Und wie entscheidend ist der erste Arbeitgeber für den späteren beruflichen Weg?“


Serie: Netzperlen

Diese Woche: Notes of Berlin

Netzperlen:

In Berlin kommt alles zusammen: Verrückt- und Verruchtheit, Offenheit und Spießertum, Liebe und Hass - im deutschen Mekka für Kreative und Individualisten gibt es viel zu entdecken. Was für skurrile, poetische oder humorvolle Zettelchen und Botschaften überall in der Stadt versteckt sind, zeigt uns ...


Serie: Studenten fragen Professoren

Bei jedem sportlichen Großevent purzeln die Weltrekorde – wann ist die Grenze menschlicher Leistungsfähigkeit denn mal erreicht?

Studenten fragen Professoren: Alltagsfragen

Frage: Bei jedem sportlichen Großevent purzeln die Weltrekorde – wann ist die Grenze menschlicher Leistungsfähigkeit denn mal erreicht?Antwort: Die schnelle und einfache Antwort lautet: Vermutlich nie. Nichts spricht dafür, eine prinzipielle Grenze menschlicher Leistungsfähigkeit zu unterstellen. Das ist durchaus vergleichbar mit alten erkenntnistheoretischen Debatten: Nichts spricht dafür, eine prinzipielle Grenze menschlicher Erkenntnisfähigkeit zu unterstellen.Die umwegige und begründete Antwort könnte skizzenhaft wie folgt lauten: Sport zu treiben, ist kein bloß automatisiertes, im Prinzip kalkulierbares und insofern auch von Maschinen vollziehbares Verhalten, sondern eine kulturelle Tätigkeit. Das hat Konsequenzen in zwei Richtungen: Zum einen ist eine sportliche Leistung, insbe-sonde...