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TV/DVD/Game

Unter dem Zeichen der Schirmmütze

Sherlock Holmes und seine Freunde sind zurück! Mittlerweile gibt es davon sogar eine Person mehr: Dr. Watson und seine Mary haben ihr Kind bekommen. Da kommt es sehr ungelegen, dass jemand aus Marys Vergangenheit auftaucht und ihr nach dem Leben trachtet ...

Copyright: Hartswood Films 2016

Es ist kein Spiel mehr! Sherlock ist zurück - aber kann das Spiel einfach so weitergehen? Sherlock ist nach wie vor besessen von Moriarty und erwartet permanent, ihn hinter der nächsten Ecke zu treffen - oder in einen seiner Winkelzüge verwickelt zu werden. Währenddessen warten Dr. John Watson und Mary vor einer mindestens so großen Herausforderung: der Geburt ihres ersten Kindes. Dann wird ein Jugendlicher in seinem auto gefunden und es stellt sich heraus, dass er bereits seit einer Woche darin saß - geprakt direkt vor dem Haus seiner Eltern. Das Kurioseste an diesem Fall sind einige zerstörte Thatcher-Büsten. Eine Kleinigkeit, die in der dramatischen Erkenntnis, dass aus dem Spiel tödlicher Ernst geworden ist und nichts mehr so sein wird, wie es war mündet ... Denn obgleich Moriarty die Füße still zu halten scheint, gibt es mehr als genug schlechte Menschen in dieser Welt.

Die Kritik

Inhaltlich verschiebt sich der Fokus ein wenig weg von Sherlock und bezieht sein Umfeld stärker mit ein. Marys Vergangenheit ist zwar nach wie vor etwas unglaubwürdig, weil es zu perfekt in den Sherlock Holmes-Kosmos passt. Wenigstens sorgt es für etwas Spannung, denn ein alter Freund von ihr möchte ihr an den Kragen. Insbesondere aber der Umgang von Holmes mit Dr. Watsons Nachwuchs lässt Sherlock dem Zuschauer noch einmal ans Herz wachsen: Die Szenen sind eigenartig emotional und doch distanziert. Er bemüht sich, dem Konzept Kind mit einer gewissen Logik und doch Sanftheit beizukommen - rührend und herzlich komisch zugleich!

Es ist eine andere Art Sherlock-Krimis, die wir hier präsentiert bekommen. Die Klassiker der Moriarty und Irene Adler haben größtenteils ausgedient, neue Gegner mussten her. Einer davon ist mit Toby Jones besetzt: Culverton Smith. Diese Figur ist keine reine Neuerfindung, sondern eine Mischung aus 2 Charakteren aus Sir Arthur Conan Doyles Büchern. Er scheint Holmes anfänglich mehr als nur ebenbürtig und wird von Jones einfach perfekt verkörpert. MARVEL-Fans kennen ihn natürlich schon aus den Captain-America-Filmen. Und gerade, wenn man denkt, dass die Serie sich festgefahren hat, man weiß, wer einfach immer überleben wird und einen soweit nichts mehr viel überraschen kann - dann schlägt die Serie erst richtig zu! Die Vorfälle erschüttern sogar Sherlock so tief, dass er sich freiwillig in psychologische Betreuung begibt ... Grandios!

Was deutlich hervorsticht, ist, wie gut Technik und Digitalisierung integriert werden. Zum einen nutzen die Hauptcharaktere das ganz selbstverständlich - klingt banal, ist auf der Mattscheibe aber relativ selten. Zum anderen werden einfache Szenen durch "digitale Begleiterscheinungen" angereichert, sodass eine starke Optik kreiert wird. Das führt zu einem ansprechenderen Zuschauererlebnis und macht Lust auf mehr - wie werden digitale Trends zukünftig Filme beeinflussen? Ein sehr spannendes Feld, in das sich die Serienmacher begeben.

Das Fazit: Es gab einige Fettnäpfchen, die die Serienmacher und Schauspieler weit umgehen, beziehungsweise mit großen Sprüngen vermeiden. Eine weiterhin extrem spannende Serie, die sich mehr als lohnt!


Bettina Riedel (academicworld.net)

Sherlock, Staffel 4
3 Episoden (vielmehr ganze Filme á zirka 105 Minuten)

Darsteller: Benedict Cumberbatch, Martin Freeman, Toby Jones

Ab dem 12. Juni auf DVD und BluRay im Vertrieb der polyband GmbH fürs Heimkino erhältlich.




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