Zukunftsbranche: Agrarwissenschaften an der Universität Hohenheim
Universität Hohenheim lockt mit zwei neuen Masterstudiengängen
Es tut sich was in Hohenheim: Der bisher in Deutschland einzigartige Diplomstudiengang Agrarbiologie wird als Master strukturell und inhaltlich völlig neu gestaltet. Die Studierenden profilieren sich in einer von drei Fachrichtungen: Agrarbiotechnologie, Landschaftsökologie oder Nutztierbiologie. Aufbauend auf dem Bachelorabschluss können sie Fachwissen vertiefen oder um neue Wissensgebiete erweitern.
Interessant ist die Master-Ausbildung natürlich auch für Absolventen aus anderen agrarwissenschaftlichen, technischen oder naturwissenschaftlichen Bachelor-Studiengängen. Durch diese Kombinationsmöglichkeiten können Studierende auf die Anforderungen am Arbeitsmarkt flexibler reagieren.
Aufgrund der großen Nachfrage nach dem erst 2007 eingeführten Bachelor ?Nachwachsende Rohstoffe und Bioenergie? und des ungebrochenen Interesses an einer Vertiefung bietet die Universität diesen Studiengang nun auch als Master an. In diesem Studiengang stehen die Entwicklung von Methodenkompetenz und die Aneignung akademischer Fertigkeiten sowie die Förderung analytischen Denkens als Grundlage für den Berufseinstieg im Vordergrund.

- Bild: Wikipedia; Urheber: Bruce Fritz
Auf dem Gebiet ?Nachwachsende Rohstoffe? und ?Bioenergie? zählt Hohenheim mit seiner langjährigen Erfahrung zu den führenden Universitäten und verfügt über hervorragende Infrastruktur und bestes Lehrpersonal. Ein beachtlicher Teil der Forschungskapazität wird in diesem Bereich eingesetzt.
Das Studium umfasst pflanzenbauliche, technische und ökonomische Methoden der Erzeugung von Rohstoff- und Energiepflanzen, intelligente Verfahren und Technologien zur Energiebereitstellung sowie die damit verbundenen Lösungsansätze für Wirtschaft und Gesellschaft.
In einer im Wintersemester 2008/09 durchgeführten Befragung von Erst- und Drittsemester-Studierenden wollten 87 Prozent der Befragten den Masterstudiengang ?Nachwachsende Rohstoffe und Bioenergie? direkt nach dem Bachelor beginnen. Unter den vier angebotenen Profilen stand Technik an erster Stelle vor Ökonomik, Pflanzenwissenschaften und Climate. Großes Interesse besteht auch an anderen Masterprogrammen der Uni Hohenheim.
Infos zu den Studiengängen und Bewerbung unter
Studentin im Interview

Katharina Recke studiert im sechsten Semester Agrarwissenschaften an der Uni Hohenheim. Warum und wieso und wie es bisher war, erzählt die 23-jährige im Interview.
Wie ist es dazu gekommen, dass du Agrarwissenschaft studierst?
Also, ich habe überhaupt keinen landwirtschaftlichen Hintergrund. Ich bin nach dem Abi eine Zeitlang nach Island gegangen und habe dort auf einer Farm gearbeitet. Danach war meine Entscheidung gefallen.
Dieses Klischee, wonach Agrarwissenschaften nur von Menschen studiert wird, die irgendwann einen Hof erben werden, stimmt also gar nicht?
Natürlich gibt es schon einen gewissen Prozentsatz an Studierenden, die zu Hause einen Hof oder einen anderen Agrarbetrieb haben. Geschätzt sind das aber höchstens 30 bis 40 Prozent.
Warum hast du dir die Uni Hohenheim ausgesucht?
Bei Agrarwissenschaften stößt man ziemlich schnell auf die Uni Hohenheim. Da es nicht allzu weit von meiner Heimat entfernt liegt, war es die erste Wahl für mich. Bei einem Blick auf unseren Campus und die Atmosphäre hier kann man auch verstehen, dass ich diese Entscheidung nie bereut habe.
Und das Studium an sich?
Das Studium ist total breit aufgebaut, vor allem das Grundstudium. Da bekommt man dann einen Einblick in alle Bereiche: Pflanzenwissenschaften, Tierwissenschaften, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus, Agrartechnik und Bodenwissenschaften. Im fünften Semester kann man sich dann entscheiden, welchen Bereich man vertieft.



























