Es gibt diese kleine hübsche Anekdote über Helmut Schmidt. Der Altkanzler saß mit brennender Zigarette im Bordrestaurant eines ICEs. Nach der ersten Zügen stand ein durchaus freundlicher Servicemitarbeiter vor ihm und klärte ihn darüber auf, dass er hier leider nicht rauchen dürfe. Helmut Schmidt ist ein höflicher Mann und erkundigte sich, wo er dies denn dann könne. "Hier im Zug können Sie leider nirgends rauchen. Tut mir sehr leid, Herr Schmidt". Schmidt entgegnete nur: "Nirgends? Das geht nicht!" Und schmökte weiter. Unbehelligt.
Der Auftritt bescherte Helmut Schmidt nicht nur einen Platz in der Hall-of-Coolness gleich neben Clint Eastwood, sondern auch das Prädikat "Einziger Deutscher, der noch überall rauchen darf."
Nachdem ich neulich erleben musste, wie auf einer privaten Geburtstagsfeier bei geschlossener Gesellschaft in einer gemieteten Bar plötzlich zwei Polizisten - mit etwa so viel "Social-skills" ausgestattet wie zwei Posteingangsstempel - auftauchten, um das Rauchen bei ebendieser zur Anzeige zu bringen, bleibt einem fast nur noch Joker Schmidt übrig.
Deshalb in Kürze vielleicht hier im academicworld-Shop: Die Helmut Schmidt-Maske zum gepflegten Quarzen an öffentlichen Orten.

- Anlegen und frei quarzen. Arbeitstitel: Schmidts Fratze
Exkurs: Rauchen - einst und jetzt
Wie es früher so zugegangen ist, beweisen Bilder vom "Internationalen Frühschoppen", einer Talkrunde in den Siebzigern. Sie lief Sonntag vormittag und es wurde ohne Ende getrunken und geraucht. Seltsamerweise war die Sendung trotzdem sterbenslangweilig.


























