Drucken
Film

Über die Grenzen hinweg

Das All ist die finale Grenze der Menschheit? Nicht, wenn Chris Pine alias Captain Kirk ein Wörtchen mitzureden hat - und der stolpert wegen eines Hilferufs gleich mal in das nächste große Abenteuer in einem Eck unerforschten Weltraums.

© 2016 Paramount Pictures. All Rights Reserved. STAR TREK and all related marks and logos are trademarks of CBS Studios, Inc.

Seit dreieinhalb Jahren befindet sich der Captain (ob er sich wohl schon mal mit Johnny Depp gekloppt hat?) mit seiner Crew und der U.S.S. Enterprise im All. Ein Tag gleicht dem anderen und allmählich kriechen die Zweifel am Sinn seiner Tätigkeit in ihm hoch. Als sie eine kleine Pause auf einer Raumstation einlegen, erreicht sie ein Hilferuf: Kirk eilt einem verschollenen Schiff zur Hile und navigiert dafür sogar durch einen instabilen Nebel. Da geraten sie in ein überraschendes Gefecht mit einem unbekannten Feind: Unter Dauerbeschuss kann die Crew um Captain Kirk nur in letzter Sekunde auf fremdem Terrain notlanden. Doch statt in Sicherheit befindet sie sich plötzlich zwischen den Fronten eines scheinbar ausweglosen Konflikts. Die Crew wurde entführt, der Captain findet sich erst einmal allein im Wald wieder. Getrennt voneinander und ohne Kontakt zur Außenwelt ziehen Kirk und sein Team in den Kampf gegen einen mysteriösen und übermächtigen Feind.

Die Kritik

Kirk ist nicht mehr der gleiche, den wir bei Into Darkness erlebt haben: Er hat eine Metamorphose zu einem Captain durchgemacht, der auch verlorene Menschenleben in Kauf nehmen kann. Es fällt kein Ton mehr zu den hunderten Menschen, die bei der Attacke auf die U.S.S. Enterprise ihr Leben lassen. Sein Kreis konzentriert sich nunmehr auf die, die meistens auf seiner Brücke arbeiten - die bekannten Gesichter Spock, Scotty (+1), ... Außerdem ist er immer noch solo, trauert seinem Vater hinterher und macht sich allmählich Gedanken darum, ob er nicht langsam den Job an den Nagel hängen sollte. Wird Kirk etwa alt / erwachsen? Vielleicht. Insofern hat sich der Charakter schon mal weiterentwickelt, was ganz gut ist, um das Gefühl von Wiederholungen zu vermeiden.

Die Unterstützung, die die Crew insgesamt bekommt, kommt von einer talentierten Sofia Boutella, die Schwung und eine Prise Exotik in den doch eher homogenen Crew-Pool bringt.

Was das Problem bei den modernen Star Trek-Adaptionen ist: Es scheint so, als wären es notorische Happy Ends, die den Zuschauer erwarten. Es gibt Einen Held, einen Feind, Feind am Ende vernichtet und alle happy. Außer Spock, aber das lernt der bestimmt auch noch. Trotzdem nimmt das ein wenig die Spannung und die Aufregung aus der Handlung - weil am Ende eh jeder lebt und sich ins nächste Abenteuer stürzt.

3D oder nicht 3D? Ich finde, es ist unnötig, den 3D-Aufschlag zu zahlen: Die Effekte sind minimal, die Bildtiefe für mich nicht so stark, dass sie das Zuschauervergnügen signifikant erhöhen. Kleines Manko sind auch manche logische Unklarheiten, die sich einfach nicht klären. Sie hier anzusprechen ist zwecks Spoiler nicht so einfach - wer sich traut, liest den Absatz unter dem Trailer!

Das Fazit: Wer das Genre mag, die beiden andere Filme gesehen hat, dem wird der Film wohl gefallen. Die persönliche Welt wird er aber nicht aus den Angeln heben.


Bettina Riedel (academicworld.net)

STAR TREK BEYOND

Darsteller: Chris Pine, Sofia Boutella, idris Elba, Zachary Quinto, Zoë Saldaña

Ab dem 21. Juli im Verleih von Paramound im Kino!

SPOILER!

Frage 1: Warum hat die Unbekannte sie denn nun zu dem unfreundlichen Planet geholt und verraten? Zu Kralls Crew kann sie nicht gehören, denn die Crew des allerersten (!) abgestürzten Schiffs tatsächlich gestorben ist, gehört sie ja nicht dazu.

Frage 2: Wenn aber nun diese erste Crew gestorben ist, wer sind dann die fleißigen Bienchen, die die Angriffe fliegen?

Frage 3: Warum hat der "Endfeind" begonnen, sich vom Mensch zu seiner neuen Darstellungsform zu verändern und wieso wird er gerade JETZT in diesem Film am Ende wieder zu seinem alten Ego? Er muss ja mehr als nur ein Mensch sein. Psychisch bedingte Evolution?




Die Berufseinsteigerfrage

Wie geht man als Chef mit Mobbing um?

Die Berufseinsteigerfrage:

“Nach einem Traineeprogramm bin ich seit 10 Monaten in leitender Position in einem Industrieunternehmen. Ich habe promoviert und halte mich für überdurchschnittlich qualifiziert. Mit Teamarbeit in einem überwiegend akademischem Umfeld hatte ich noch nie Probleme. In meinem Team, welches aus 22 Mitarbeitern besteht, gibt es aber gerade auf der niedrigsten Hierarchieebene Mitarbeiter, die meinen Anweisungen nicht folgen und an jeder Stelle boykottieren. Die Respektlosigkeit, mit der ich dabei konfrontiert werde, ist vollkommen neu für mich. Die Rüpelhaftigkeit, mit der mir mitgeteilt wird, man sei sowieso unkündbar und ich solle mir ‘die Sekräterinnenbande’ besser nicht zum Feind machen, macht mich sprachlos. Wie soll ich mit dieser Form des Vorgesetzten-Mobbings umgehen?“ Philip S. (29) aus Mannheim


Serie: Netzperlen

Diese Woche: Notes of Berlin

Netzperlen:

In Berlin kommt alles zusammen: Verrückt- und Verruchtheit, Offenheit und Spießertum, Liebe und Hass - im deutschen Mekka für Kreative und Individualisten gibt es viel zu entdecken. Was für skurrile, poetische oder humorvolle Zettelchen und Botschaften überall in der Stadt versteckt sind, zeigt uns ...


Serie: Studenten fragen Professoren

Warum hat Bayern eine eigene Verfassung?

Studenten fragen Professoren: Alltagsfragen