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Crime

Tarentino trifft Indiana Jones trifft Dr. House

Hart, brutal, schnell und zynisch. So zeichnete sich schon Josh Bazells Erstling "Schneller als der Tod" aus: Der dann prompt auch gleich den Deutschen Krimipreis 2011 einheimste. Nun schickt Bazell seinen Antihelden, den ehemaligen Mafiakiller und studierten Mediziner Pietro wieder los. Neuer Deckname, neuer Job, neues Abenteuer - doch der alte Ärger folgt auf dem Fuß.

„Für dich immer noch Doktor Dumpfbacke!“

Zunächst einmal: Eine Kenntnis des Vorgänger-Buches ist nicht zwingen nötig, um mit Bazaells Werk seinen Spaß zu haben. Allerdings entgehen einem dann doch viele Anspielungen und Verweise. Über zehn Jahre liegt Pietros Vergangenheit als Mafiakiller nun schon zurück, vor drei Jahren (siehe "Schneller als der Tod") sind die ehemaligen "Kollegen" aber wieder auf seine Spur gekommen. Sie wollen noch immer seinen Tod. Nun hat er sich als Dr. Lionel Azimuth auf einem Kreuzfahrtschiff verdingt - nicht gerade ein Traumleben, aber irgendwie muss er ja an Geld kommen, um sich vielleicht dereinst auf die ein oder andere Weise ein freies Leben zu erkaufen.

Da kommt ein Angebot des geheimnisvollen Internetmillionärs "Rec Bill" gerade recht: Er soll dessen Angestellte, die Paläontologin ("Ja genau, wie in Jurassic Park.") Violet Hurst zu einer geheimen Expedition begleiten. Irgendwo im Hinterland von Minnesota soll es in einem abgelegenen und schwer zugänglichen See eine Art Ungeheuer von Loch Ness geben - genannt William. Vor Ort stellt sich das Kaff Ford als heruntergekommene Hölle auf Erden heraus. Die einzige Einnahmequelle scheint die Herstellung von Meth zu sein. Dementsprechend freundlich ist man gegenüber der sexy Paläontologin und dem Arzt, der wie ein Schläger aussieht. Zusammen mit einer kleinen aber illustren Gesellschaft geht es auf Kanu-Expedition. Dabei werden nicht nur religiöse und politische Vorstellungen erschüttert.

"Ich hasse die Wirklichkeit. Jeder hasst sie."

Bazell gelingt es in seinem zynischen Abenteuer niemals unmotiviert, strukturlos oder unlogisch zu wirken. So gewissenhaft rational wie sein Protagonist agiert - oder es zumindest versucht - schreibt sein Autor. Wie umfangreich Bazell recherchiert hat, weiß er dem Leser dann auch noch in einem ausufernden Anhang unter die Nase zu reiben. Den freilich hätte niemand gebraucht. Aber schaden tut er auch nicht. Zumal die Schreibe des Autors auch hier bisweilen herrlich zynisch ist.

Schließlich: Wann haben ironisch bissige Fußnoten ein Buch nicht besser gemacht? Man denke nur an den genialen Fantasy-Gesellschaftskritiker Terry Pratchett. Ich bin für mehr Fußnoten in der fiktionalen Literatur. Unbedingt!

An die Wucht, Klasse und Spannung des Erstlings kann der Autor leider nicht ganz anschließen. Dennoch ist "Einmal durch die Hölle und zurück" ein rasanter Zeitvertreib mit mehr Hintersinn und Ernsthaftigkeit, als man gemeinhin denken würde. Eine kurzweilige Flucht aus der Wirklichkeit gewährleistet das Buch so allemal.

Gisela Stummer (academicworld.net)

Josh Bazell. Einmal durch die Hölle und zurück
18,95 Euro. S. Fischer Verlag

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