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STUDIUM

Studienkosten: Was kann man von der Steuer absetzen

Im Rahmen eines Studiums entstehen an allen Ecken und Enden Kosten. Das fängt natürlich mit den allseits unbeliebten Studiengebühren an und geht weiter mit verschiedensten Lernmaterialien, die man fürs Studieren benötigt.

Studienkosten sind steuerlich relevant. Bild: Simone Hainz / pixelio.de

Darüber hinaus entstehen im Regelfall auch weitere Kosten, die nicht unbedingt klar oder einzig und allein dem Studium als solches zuzuordnen sind. Was ist zum Beispiel mit der Anschaffung eines neuen PCs, an dem man ja schließlich auch vieles für die Uni erledigen kann? Wie sieht es generell mit dem Lern- und Arbeitsplatz aus? Kann Dieser direkt zu den Kosten des Studiums zugeordnet werden? Und was noch viel wichtiger ist: Was genau ist davon alles von der Steuer absetzbar? Für all diese Fragen benötigt man mitunter fachkundigen Rat.

Da Studenten bekanntermaßen oft nicht gut bei Kasse sind, ist natürlich jeder Euro mehr oder weniger im Portemonnaie entscheidend. Von daher ist der Wunsch, so viel wie möglich bei der Steuer geltend zu machen, nur all zu verständlich.

Steuererklärung als Student?

Allerdings stellt sich zunächst einmal die Frage, ob ein Student überhaupt entsprechende Einkünfte erzielt, die ihn dann zum Anfertigen einer Steuererklärung verpflichten. Ferner ist relevant, was genau an Steuern gezahlt wird, denn nur von diesem Betrag können etwaige Kosten für Lehrmittel unter Umständen abgezogen werden.

Grundsätzlich lohnt sich die Steuererklärung in sehr vielen Situationen. Durch Ferien- oder Nebenjobs fallen für viele Studenten zum Beispiel Pauschalabgaben an, die der entsprechende Arbeitgeber direkt an das Finanzamt abführt. Die jährliche Erklärung dient dazu, festzustellen ob Steuern nachbezahlt werden müssen, die pauschal abgeführten Steuern genau aufgehen oder man Beiträge zurück erhält.

In sehr vielen Konstellationen ist Letzteres der Fall. Dies motiviert viele dazu, eine Steuererklärung anzufertigen, obwohl sie vielleicht gar nicht dazu verpflichtet sind.

Oftmals wenig zusätzliche Steuerersparnis für Studenten

Hinsichtlich der Lohnsteuer gibt es einen Grundfreibetrag von 8.354 Euro. Das bedeutet, dass Einkommen unterhalb dieser Grenze von der Lohnsteuer befreit sind. Hat man nun Nebenjobs ausgeübt, für die pauschal Steuer abgeführt wurde und liegt man insgesamt (auf das Jahr gerechnet) unter dieser Summe, so kann man sich das Geld vom Finanzamt zurück-erstatten lassen. Kosten für das Studium oder die Werbungskostenpauschale von 1.000 Euro kann man allerdings nur dann ansetzen, wenn man mit den Einkünften seiner Nebenjobs über dem Grundfreibetrag liegt. Da Dies bei Studenten nur sehr selten der Fall ist, haben diese im Schnitt eher wenig Ersparnis durch die steuerliche Anrechnung von Lernmaterialien, Studiengebühren und Co zu erwarten.

Gegebenenfalls kann die Lage jedoch sehr komplex sein; insbesondere dann, wenn man zum Beispiel in einem Jahr teilweise noch oder schon Vollzeit gearbeitet hat und einen Teil des Jahres studiert, bzw. grundsätzlich wenn verschiedene Beschäftigungsverhältnisse innerhalb eines Fiskaljahres bestanden haben. Unter Umständen lohnt hier die Inanspruchnahme eines Steuerberaters.

Doch es gibt natürlich auch jene Studenten die sehr fleißig sind, bzw. sein müssen und die vielleicht gleich mehrere Nebeneinkünfte haben. Gerade hier lohnt es sich, genau hinzuschauen und die steuerlichen Details zu klären. Oft sind nicht unerhebliche Ersparnisse zu erzielen. Im Zusammenhang mit dem Studium können allerdings höchstens 6.000 Euro angerechnet werden.

Auf jeden Fall Belege sammeln

Anschaffungen für das Studium sollten in jedem Fall gut dokumentiert werden, bzw. es gilt die Rechnungen aufzubewahren. Selbst dann, wenn man der Ansicht ist, kein Geld von der Steuer zurück zu erhalten, macht Dies Sinn. Schließlich weiß man oft zu Beginn des Jahres noch nicht, wie die eigene Einkommenssituation im späteren Verlauf des Jahres genau aussehen wird. Plötzlich könnten die Belege also wieder Relevanz bekommen.

Und noch ein wichtiger Hinweis zum Schluss: Das Finanzamt akzeptiert übrigens nur Belege, die auch tatsächlich bezahlt wurden und verlangt darüber ebenfalls Nachweise. Dem entsprechend ist das Aufbewahren der entsprechenden Kontoauszüge ebenfalls sinnig.




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