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STUDIUM

Studentenkonten im Vergleich

Es gibt unzählige Angebote für Girokonten. Einige Banken bieten ihren Kunden Extras, wie Startguthaben, kostenlose Kreditkarten oder mehr. Klingt gut, passt aber nicht zu jeder finanziellen Situation. Für euch Studenten ist meistens die Frage nach Kontoführungsgebühren und Zusatzkosten wichtig. Für einen Überblick der besten Anbieter hat Sten Köppe Studentenkonten verglichen und seine Ergebnisse auf KontoRat zusammengetragen.

KontoRat vergleicht die verschiedenen Konten hinsichtlich bestimmter Kriterien und stellt sie einander gegenüber - so findet ihr auch für euch das passende. Doch worauf solltet ihr wirklich achten?

Banken befinden sich im Umbruch 

Die Banken befinden sich derzeit in einer Umstrukturierung. Einige Filialbanken haben angekündigt, das kostenlose Girokonto abzuschaffen. Andere bieten die Möglichkeit, das Girokonto ohne Gebühren aufrecht zu erhalten - wenn der Inhaber Mindestgeldeingänge nachweisen kann. Das heißt, dass ihr monatlich einen bestimmten Betrag einzahlen müsst, doch wie hoch dieser ist, dass legen die Banken selbst fest. Zum Beispiel hat ihn die Postbank im November 2016 von 1000€ auf 3000€ erhöht. Wer den Betrag nicht von Monat zu Monat auf dem Konto verbuchen kann, für den fallen schon bei reiner Online-Kontoführung monatliche Gebühren von 1,90€ an. Kunden der Postbank können entscheiden, ob sie den Filialservice nutzen möchten. Nehmen sie diesen in Anspruch, erhöht sich die Gebühr bereits auf 3,90€. Mit im Preis enthalten sind jegliche Bewegungen, beispielsweise Überweisung, Abhebung und Auszahlungen. 

Mindestgeldeingänge sind für die meisten Studierenden nicht machbar 

Weitere Banken binden ihre Mindestgeldeingänge an einen Betreff, was also bei Überweisungen als Verwendungszweck angegeben wird. Es bringt euch also nichts, zwei Konten zu führen und euer Geld nur hin und her zu überweisen. Jede Überweisung muss mit einem Betreff wie Rente, Gehalt oder anderen Bezeichnungen exakt ausgewiesen werden. Auch bei reinen Online-Banken wird es ähnliche Veränderungen geben, denn sie werden bisherige kostenlose Leistungen streichen. Beispielsweise hat die Deutsche Kredit Bank (DKB) angekündigt, das kostenlose Geld abheben im außereuropäischen Ausland abzuschaffen, wenn Kontoinhaber wiederum keine monatlichen Mindesteingänge von 700€ nachweisen können. Banken dürfen die Kontogebühren erhöhen, sofern die Mindestgeldeingänge nicht gezahlt werden können.

Die hohen geforderten Mindestgeldeingänge können die meisten Studierenden natürlich nicht erfüllen. Dadurch haben sie nicht mehr die Möglichkeit, ihre Wunschbank auszusuchen, sondern müssen auf andere Angebote zurückgreifen. Was sich als problematisch erweisen könnte, denn euren Antrag zur Eröffnung des Kontos können sie jederzeit ablehnen. 

Zum Glück beweisen einige Direktbanken Weitblick und schätzen die Studenten als attraktive Zielgruppe – sie sind schließlich die Besserverdiener von morgen. Es gibt sie also, die Banken, die versuchen, euch gezielt mit gebührenfreier Kontoführung, Vorteilen und attraktiven Extras als Kunden zu gewinnen. 

Was ihr unbedingt beachten solltet

Studenten sollten unbedingt beachten, dass die Kontoführung ohne Bedingungen kostenlos ist. Es gibt eine Vielzahl an Direktbanken, die das ihren Kunden anbieten. Auch für finanzielle Transaktionen wie Geldabhebungen, Lastschriften oder Überweisungen sollten keine zusätzlichen Kosten entstehen. Einige Banken bieten auch kostenlose Kontoführung nach Beendigung des Studiums an. Wer einen Bankenwechsel vermeiden möchte, sollte sich darüber vorher informieren. 

Viele Banken bieten den Studierenden zur Eröffnung eines Kontos eine vergünstigte Kreditkarte an. Dieses Extra dürfte vor allem denen gefallen, die ein Auslandssemester planen. Visa und Mastercard eignen sich für solche Vorhaben besonders gut, da sie weitläufig akzeptiert werden. Wer plant, ins Ausland zu gehen, sollte außerdem darauf achten, dass Auslandsabhebungen kostenlos erfolgen. 

Konkrete Beispiele 

Wüstenrot bietet für junge Leute bis zum 25. Lebensjahr eine kostenlose Visa-Prepaid Kreditkarte. Bei diesem Prinzip wird Guthaben auf die Kreditkarte geladen, so dass sie viel Sicherheit bietet, nicht in eine Schuldenfalle zu geraten. Denn die Besitzer können lediglich das Geld ausgeben, das auch zur Verfügung steht. Eine weitere Besonderheit ist die Zusammenarbeit von Wüstenrot und Card4you. Karteninhaber kommen so in den Genuss von lukrativen Rabatten und Cashbacks aus unzähligen Onlineshops. Dabei sind nicht nur kleine Geschäfte, sondern auch namhafte wie Deichmann oder Zalando vertreten. Außerdem gibt es Aktionszeiträume, in denen ihr zwei bis drei Prozent Rabatt bekommt, wenn ihr bei Amazon mit dieser Karte zahlt. Das entspricht zwar nicht dem eigentlichen Zweck der Kreditkarte, ist aber für Studenten ein nettes Extra.

Die ING DiBa hat das erkannt und bietet einmalige Extras im Bereich der Studentenkonten an. Da wäre zum Beispiel einen seltenen Studentendispo von 500€, der am Ende des Monats echt hilfreich sein kann. Dazu gibt es bei der Kontoeröffnung ein Startguthaben von 75€. Allerdings gibt es eine Bedingung: Ihr müsst nachweislich über vier Monate hinweg jeweils 300€ einzahlen - keine Unsumme und für die meisten Studenten realisierbar.

Die Empfehlung für das beste Studentenkonto

Nicht nur deswegen geht für die meisten das Konto bei der ING DiBa als klarer Sieger hervor. Es ist für jeden kostenlos, ganz ohne Kontoführungsgebühren oder Mindestgeldeingänge. Dafür gibt es europaweite und vor allem kostenlose Geldabhebungen an allen Visaautomaten - also an über 90 Prozent der Geldautomaten in Europa. So umgeht ihr auch nach dem Studium höchstwahrscheinlich einen aufwendigen Bankwechsel.

Wer vor allem außereuropäisch unterwegs ist, für den empfiehlt sich schon wieder eher die norisbank: Sie lockt mit weltweit kostenlosen Geldabhebungen. Zudem könnt ihr gebührenfrei Bargeldeinzahlungen in Deutsche Bank Filialen tätigen. 

Auf www.kontorat.de/studentenkonto-girokonto-fuer-studenten/ findet ihr den Studentenkonten-Vergleich und könnt das passende Konto ausfindig machen.

Das Gespräch führte Lisa Noland.




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