Streetdance

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Streetdance ist der erste 3D Tanzfilm. Dieser wird seinem Namen auch wirklich gerecht, denn der lässige Tanzstiel beherrscht jede Szene des Films.
Carly (Nichola Burley) muss unerwartet die Führung ihrer Tanz-Crew übernehmen, nachdem ihr Freund Jay (Ukweli Roach) die Gruppe kurz vor den Britischen Street Dance Meisterschaften sitzen gelassen hat. Doch ohne Übungsraum und unter chronischem Geldmangel droht ihr Traum zu zerplatzen. Als die Stimmung am Tiefpunkt ist und sie die Gruppe kaum noch zusammenhalten kann, macht ihr Balletlehrerin Helena (Charlotte Rampling) das scheinbar rettende Angebot. Sie ist bereit ihr einen luxoriösen Übungsraum in der Royal Dance School zur Verfügung zu stellen, sofern Carly zusagt einige ihrer Balletschützlinge ins Trainingsprogramm zu integrieren. Denen sollen die Streetdancer nämlich in Punkto Leidenschaft auf die Sprünge helfen und sie damit fitt für die Vortanzprüfung für das Royal Ballet machen. Carly überredet ihr empörtes Team zur Zusammenarbeit, sodass schließlich zwei von Grund auf unterschiedliche Tanzstile aufeinandertreffen.
Zum Verlieben
Das Projekt, die Balletschüler umzuerziehen, gestaltet sich anfangs schwierig, denn Vorurteile und Stolz auf beiden Seiten scheinen kaum überwindbar. Doch langsam kommt man sich schließlich näher und das in jeder Hinsicht. Auch die attraktive Teamchefin wird schon bald von dem Balletttänzer Tomas (Richard Winsor) umworben. Als heraus kommt, dass sich ihr (Ex?-)Freund inzwischen der Konkurrenz angeschlossen hat, wittert dieser seine Chance. Carly hofft dank ihrer Balletexoten noch den Sieg in den Meisterschaften erringen zu können. Doch als deren wichtiger Vortanztermin genau auf den Tag der Streetdance-Meisterschaften fällt, droht das ehrgeizige Projekt zu scheitern. Die Dramatik hält sich aber in Grenzen, denn das Ende der Story kann man sich schon denken?
Handlung?
Die Idee des Films mag ja ganz nett klingen. Es prallen zwei kulturelle Welten aufeinender, die sich erst verachten und am Ende nicht mehr die Finger voneinander lassen können und nebenbei auch noch ein unglaublich erfolgreiches Team bilden. Eine Neuauflage von Dirty Dancing ist der Film somit nicht, dieser hatte nämlich eine Handlung, die über die Barbie trifft Ken Thematik hinausging. Streetdance ersetzt Handlung durch Tanz. Nur damit lässt sich nun mal schlecht Spannung aufbauen, da kann man noch so viel nackte Haut zeigen wie man will. Es kommt teils auch etwas unrealistisch rüber, wenn die Streetdancer ihren Lehrlingen durch nicht enden wollendes Vortanzen ihre ?Moves? erklären wollen. Der Film wirkt über weite Strecken ziemlich flach, außer vielleicht den rührseligen Ansprachen der Heldin. Ein Drogenproblem oder spontaner Mord hätte vielleicht auch nicht geschadet, die heroisierte Tanzszene ein bisschen ins Diesseits zurückzuholen. Wenn man nicht mehr 15 ist, bleibt einem auf jeden Fall genug Zeit sich mit Bier und Chips einzudecken.
Das Ende reißt es ein wenig heraus. Denn die Protagonistin kommt zu der Erkenntnis, dass sich aus Ballettänzern keine Streetdancer machen lassen. So wirkt die letzte Choreographie wirklich gelungen. Das Fazit des Films: Gute Tänzer, aber kaum Spannung. Es gibt bessere 3D Filme, die man sich im Kino anschauen kann. Dieser lässt sich am ehesten auf der heimischen Couch mit Freunden ertragen. Und auch das muss nicht unbedingt sein.
Wertung 4/10
Streetdance 3D ab 3. Juni im Kino
Regie: Max Giwa & Dania Pasquini
Mit: Nichola Burley, Charlotte Rampling und Richard Winsor



























