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Fantasy & Horror

Straßenkind meets Fantasy

Sarah? Céline? Niemand weiß, wie sie heißt, nicht einmal sie selbst. Ihre Visionen zeigen ihr Personen, die sie vor bösen übernatürlichen Wesen schützen muss. Eines Tages führt eine Vision sie zu Josh, der aber offenbar keine Hilfe benötigt – warum wurde sie zu Josh geschickt und wer ist die Bedrohung?

Ihren Namen kennt sie nicht. Seit sie im Alter fünf Jahren am Kinderheim abgegeben wird, nennen die Leute sie Sarah. Mühsam schlägt sie sich durchs Leben, das besonders hart wird, als sie in eine gewalttätige Pflegefamilie gegeben wird. Ihre spärliche Freizeit verbringt sie im Second-Hand-Laden um die Ecke, von deren Verkäuferin sie zum dreizehnten Geburtstag ein Set Tarotkarten erhält. Es dauert nicht lang und Sarah merkt, dass sie ein Talent für Visionen hat und diese ihr dabei helfen, den Kampf gegen übernatürliche Wesen wie die Dschinn, auch als Flammenblüter bekannt, zu führen.

Übernatürliche Unwissenheit

Eine dieser Visionen führt sie eines Tages zu Josh Beaumont – doch warum, weiß Sarah nicht. Dass Josh sie bei ihrem ersten Aufeinandertreffen aus Versehen überfährt und sie seither unter dem Namen Céline eine Amnesie vorschützt, hilft ihr auch nicht viel weiter. Also bleibt sie erst mal bei Josh und beginnt ein neues Leben voller Lügen. Immer mehr rätselhafte Visionen stellen sich ein und dann wäre da noch Ian, der seltsam attraktiv und abschreckend zugleich ist. Welche Rolle spielt er wirklich?

Die Kritik

Oberflächlich betrachtet ist die Handlung keine besonders komplizierte. Nach und nach baut die Autorin allerdings immer mehr Handlungsfortsätze ein, fügt Informationen hinzu, entnimmt andere dem Plott und erschafft so konsistente Inkonsistenz. Die macht den Leser neugierig, weil man sich permanent die Frage nach dem Gesamtbild stellen muss. Wie passen all die Vorfälle und die Personen zusammen?

Neugier bis zum Ende

Die Protagonistin ist hin und hergerissen zwischen Streetsmart und der Naivität eines Teenagers, was zu einer aparten Mischung ihrer Handlungen führt. Wer aber etwas genauer aufpasst, erfährt einige Seiten vor dem Ende schon, wer der eigentliche Bösewicht ist.

Da es sich leicht lesen lässt, ist man mit dem Buch vergleichsweise schnell durch. Eine interessant erzählte Geschichte, die aber nicht unbedingt einen bleibenden Eindruck hinterlässt – 4 von 5 Sternen.

Julia Kant (academicworld.net-userin)

Mina Hepsen. Flammenblut.
Goldmann. 9,99 Euro.




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