Tom Bryce findet eine CD, auf der ein Mord zu sehen ist

- Foto: Jörg Steinmetz
Eine junge Frau wartet auf ihren Geliebten. Ruhelos geht sie im Zimmer umher. In diesem Moment öffnet sich die Tür und ein Mann tritt ein. Er umarmt sie von hinten, dann plötzlich zieht er ein Messer und sticht zu.
Tom Bryce befindet sich im Pendelzug auf dem Weg nach Hause von der Arbeit und findet eine zurückgelassene CD-Rom. Als er den Inhalt betrachtet sieht er jene brutale Szene auf seinem Computer. Zunächst glaubt er noch einen besonders harten Erotikthriller vor sich zu haben. Denn vor laufender Kamera wird eine junge Frau ermordet.
Polizeiinspektor Roy Grace wird gerufen, weil man die Leiche einer toten Frau in einem nahe gelegenen Waldstückchen gefunden hat. Ohne Arm und ohne Kopf. Dieser schreckliche Fund, bei dem es keinerlei Hinweis auf den Täter gibt, ist aber nicht die einzig grausige Entdeckung, die der Polizist machen muss. Bei der Obduktion des Torsos stellt sich heraus, dass die Tote einen Skarabäus im Körper trug. Roy Grace stellt ein Ermittlungsteam zusammen und muss vor allem versuchen herauszufinden, was es mit dem Käfer im Körper der Toten auf sich hat.
Als Tom Bryce am nächsten Morgen ein Foto der toten Frau in der Zeitung sieht und erkennt, dass diese die Frau aus dem Video ist, weiß er plötzlich, warum die CD, die er durch Zufall im Pendlerzug von London nach Brighton einsteckte, so brisant ist. So brisant, dass er jetzt auch um sein Leben und das seiner Familie fürchten muss. Doch was wird er tun? Sich der Polizei anvertrauen, oder versuchen, die Angelegenheit zu verschweigen? Und was werden die Männer tun, die hinter dem Mord an der jungen Frau stehen?
Peter James machte seine erste Begegnung mit Hollywood als er in dem Haus von Filmlegende Orson Wells als Putzkraft arbeitete. Seit den 70ern fungiert der Engländer selbst als erfolgreicher Produzent. Doch Peter James HollHproduziert nicht nur gute Filme, sondern auch spannende Krimibücher und Thriller. Mit Stirb schön ist ihm ein sehr spannendes Buch gelungen, das seinen Spannungsbogen bis zur Hälfte des Buches aufbaut. Das Erschreckende an der Geschichte sind die Situationen der Protagonisten, in die auch der Leser jederzeit geraten könnte. Vom Fund einer herrenlosen CD im Zug bis zur finanziellen Notlage des Alleinunternehmers oder der ganz normalen Familiensituation der Bryces.
James vermag es, seine unterschiedlichen Erzählstränge, die sich über weite Teile des Buches relativ unabhängig voneinander entwickeln, am Ende wunderbar zusammenzuführen. Davor muss man einfach weiterlesen, wenn der Switch von einem Erzählstrang zum nächsten die Spannung immer weiter erhöht. Nur selten geht die Spannung, bzw. die Neugier auf Kommendes verloren. Es dominiert die intelligente Fortführung der Story, die immer wieder durch kleine Einschübe aufgelockert wird - was der Spannung jedoch nur förderlich ist. Peter James Stirb schön ist ein sehr guter Thriller, den man nur mit großer Selbstdisziplin wieder aus der Hand legen kann.
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