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Studientipps

Steuererklärung für Studenten: Das sind die wichtigsten Punkte

Fast jeder schiebt die alljährliche Steuererklärung gerne bis zum allerletzten Tag auf, um sich vor dem auszufüllenden Papierberg zu drücken. Dabei ist das Zurückbekommen von Steuern und Abgaben ein positiver Effekt, der mit der Erklärung erreicht werden soll. Selbst Studenten können von der Offenlegung ihrer Einnahmen profitieren.

Bild: istock.com/Ronald Hope

Da viele Studenten neben dem Unialltag jobben müssen, um ihr Studium finanzieren zu können, gibt es auch immer mehr von ihnen, die durch eine Steuererklärung zur Mitte des Jahres auf einen kleinen Geldsegen hoffen.

Neues Steuerrecht 2014

Anfang 2014 gab es einige Änderungen im Steuerrecht, die die Ausgangslage für Studenten, die nicht nebenbei arbeiten gehen, verschlechtert hat. War es früher möglich, alle Kosten, die das Erststudium verursacht, unbegrenzt als Werbungskosten abzusetzen, werden diese heute nur noch als Sonderausgaben verzeichnet. Das bedeutet, dass sie auch nur noch teilweise abgesetzt werden können. Und das vor allem nur, wenn überhaupt Steuern gezahlt wurden. Kann kein Einkommen angegeben werden, können auch keine Ausgaben geltend gemacht werden. Für all diejenigen, die ein Einkommen im letzten Jahr erzielen konnten, gilt eine maximal absetzbare Summe von 6.000 €.

Was kann abgesetzt werden?

Um eine Berechnung der voraussichtlichen Rückzahlung vorzunehmen, muss die genaue Anzahl der Arbeitstage ausgerechnet werden. Da man als Student in der Regel weniger als fünf Tage die Woche arbeitet und häufig als eine Art Freiberufler unterwegs ist, kann der Steuerrechner von der Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. dabei helfen, die Arbeitstage genau zu berechnen. Die VLH bietet darüber hinaus auch weitere Hilfestellungen auf ihrer Homepage oder in persönlichen Beratungsgesprächen an. So können Sie wirklich alles aus Ihrer Steuererklärung herausholen.

Haben Sie Ihr Einkommen aufgelistet, geht es nun um die Frage, welche Kosten Studenten absetzen können. Grundsätzlich gilt: Alle Kosten, die direkt mit dem Studium verbunden sind, können angegeben werden. Dazu gehören Fahrtkosten, Kosten für Weiterbildungsangebote und auch Aufwendungen, die im Rahmen eines Pflichtpraktikums entstehen. Sogar Auslandsaufenthalte können geltend gemacht werden. Vorausgesetzt immer, dass ein klarer Zusammenhang mit dem Studium erkennbar ist.

 

Bild: istock.com/ ollo

Wann muss die Steuererklärung abgegeben werden?

Eine Steuererklärung muss immer bis zum 31. Mai des Folgejahres beim zuständigen Finanzamt abgegeben werden. Die Zuständigkeit richtig sich immer nach dem aktuellen Wohnsitz. Wenn man sich von einem Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein helfen lässt, verlängert sich die Abgabefrist automatisch bis zum 31. Dezember.

Welche Unterlagen sind erforderlich?

Neben Ihrer Steuernummer brauchen Sie Ihre Lohnsteuerbescheinigung sowie alle Rechnungen, Quittungen und Kontoauszüge, die die Kosten belegen, die Sie in der Steuererklärung geltend machen möchten. Deswegen ist es so wichtig, alle Belege über diese Ausgaben aufzubewahren. In den meisten Fällen ist das Nachreichen von einzelnen Rechnungen oder Quittungen kein Problem.

Nützliche Ausfüllhilfen

Am einfachsten ist es natürlich, die Dokumente alle nur an einen Steuerberater oder einen Lohnsteuerhilfeverein zu übergeben – dieser kümmert sich dann um alles Weitere. Wenn man sich aber doch selbst an die Steuererklärung wagen möchte, gibt es alle notwendigen Formulare online als kostenlose Downloads. Seit einiger Zeit ist auch das Online-Ausfüllen und Übertragen Ihrer Daten möglich. Mit einer speziellen Steuersoftware werden Ihre Daten so direkt an das Finanzamt übermittelt.




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