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Film

Star Trek

When Kirky met Spocky

© Universal

"Der Weltraum - unendliche Weiten" - Star Trek erzählt die mitreißende Geschichte vom ersten Einsatz einer jungen Crew an Bord des berühmtesten Raumschiffs der Filmgeschichte, der U.S.S. Enterprise. Der Hauptplot beschäftigt sich mit dem konfliktreichen Aufeinandertreffen von Kirk und Spock an der Sternenflottenakademie. Man erfährt, wie sich die Crew der Enterprise zusammenfindet und wie Kirk den berühmten Kobayashi-Maru Test absolviert.

Die beiden Hauptcharaktere könnten kaum unterschiedlicher sein. Jim Kirk ist ein rebellischer Farmersjunge aus Iowa, der gerne mal über die Stränge schlägt und immer einen frechen Spruch parat hat. Im Gegensatz dazu ist Spock ein strebsamer Schüler, zutiefst pflichtbewusst und loyal. Spock, Halb-Vulkanier, befindet sich zudem in einem Konflikt. Er kann sich nicht zwischen der Gefühlswelt seiner menschlichen Seite und der strengen Logik der Vulkanier entscheiden. Wegen seiner Andersartigkeit wächst er auf seinem Heimatplaneten Vulkan als Außenseiter auf.

Gemeinsam gegen Nero

Die beiden Rivalen eint der Wunsch, in die kleine Eliteeinheit aufgenommen zu werden, die an Bord der U.S.S Enterprise unter Captain Pikes Kommando dient. Auf unterschiedlichen Wegen erreichen Sie auch Ihr Ziel. Die junge Crew der Enterprise wird schon bald mit einem übermächtigen Gegner konfrontiert. Der zeitreisende Romulaner Nero führt einen persönlichen Rachefeldzug und droht mit seinem Kriegsschiff Narada die gesamte Menschheit zu vernichten. Als Captain Pike von Nero entführt wird, müssen Spock und Kirk ihre Differenzen überwinden, um gegen den Schurken zu bestehen.

Star Trek am Ende?

Star Trek hat sich in seinem über 40 jährigen Bestehen zu einer Ikone der modernen Pop-Kultur entwickelt. Nach 6 Serien mit insgesamt 726 Episoden, 10 Kinofilmen und zahlreichen Romanen kam das Franchise allerdings zum Erliegen. Star Trek Nemesis, der letzte Kinofilm mit der TNG Crew, markierte den vorläufigen Endpunkt einer Ära. Nemesis blieb hinter den Erwartungen vieler Fans zurück und das Box-Office Einspielergebnis fiel enttäuschend aus. Das Problem war eindeutig: Star Trek konnte keine neuen Zuschauer mehr begeistern. Den Verantwortlichen war klar, es musste ein radikaler Neuanfang her, um das Fortbestehen der Marke zu sichern.

Die Zweifel der eingefleischten Fans waren zunächst groß, als bekannt wurde, dass ausgerechnet J.J. Abrams das Zepter in die Hand nahm. War der Schöpfer der überaus erfolgreichen Fernsehserien Lost und Alias nicht gerade als ausgewiesener Star Trek Fan bekannt. Abrams hatte eine besonders schwere Last zu tragen. Zum einen musste er dem gewaltigen Erbe Gene Roddenberrys gerecht werden und die eingefleischten Trekkies zufriedenstellen, die mit Argusaugen jeden Bruch im Kanon ankreiden würden, zum anderen musste er eine neue, junge Zielgruppe erschließen, die mit den bisherigen Star Trek Abenteuern wenig anfangen konnte.

Star Trek 2.0

© Universal

Ist Abrams die Gratwanderung gelungen? Ein klares Ja! Star Trek bleibt Star Trek, allerdings mit anderen Zutaten. Der philosophische Aspekt, der besonders TNG auszeichnete, steht nicht mehr so sehr im Vordergrund, es sind nun vielmehr Themen wie Identitätsfindung, Freundschaft und Abenteuerlust, die im Film abgehandelt werden. Das Machtspiel der erbitterten Rivalen, Kirk und Spock ist sehr spannend anzuschauen. Die Entwicklung der Hauptcharaktere ist nachvollziehbar und die Motivation des Bösewichtes Nero ist glaubhaft.

Die Drehbuchautoren Roberto Orci und Alex Kurtzman haben auch eine echte Überraschung auf Beziehungsebene eingebaut. Star Trek war schon immer auch Space-Opera, was aber keineswegs abwertend gemeint ist. Es sind die zwischenmenschlichen Beziehungen, die optimistische Zukunftsperspektive, die egalitäre Gesinnung und das konsistente Universum, das Star Trek von anderen Science Fiction Produktionen abhebt und so viele Fans auf der ganzen Welt begeistert.

Das Tempo und die Inszenierung der Actionsequenzen sind im neuen Film atemberaubend. Die Special Effects vom allerfeinsten. Gedreht wurde im Raumschiff viel mit Handkamera, die Weltraumaufnahmen sind von epischer Größe. Die durchdachte Farbgestaltung und das Design der Settings sind bis ins Detail ausgearbeitet. Ein toller visueller Effekt sind auch die eingebauten Lichtquellenspiegelungen auf der Kameralinse, was im Film absolut cool und realistisch aussieht. Die Schauspieler sind durch die Bank hervorragend besetzt. Allen voran Zachary Quinto als Spock und Chris Pine als Kirk. Es fällt nicht schwer, sich mit den Darstellern zu identifizieren. Ein echtes Highlight ist der Auftritt von Leonard Nimoy, was Fans freuen wird, sein Part im Film ist weitaus mehr als ein einfacher Cameo Auftritt.

Fazit: Eine Sternstunde für Trekkies und solche, die es noch werden wollen.

Mirko Ruschel

 

Star Trek

Regie: J.J.Abrams

Drehbuch: Roberto Orci und Alex Kurtzman

Darsteller: Chris Pine (Kirk), Zachary Quinto (Spock), Zoe Saldana (Uhura), John Cho (Sulu) u.a.

Kinostart: 7. Mai

 

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