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Thriller

Spannung pur in Reece Hirschs Thriller "Der Informant"

Warum sprang Will Connellys Arbeitkollege in den Tod? Wer ist die geheimnisvolle Frau aus der Bar? Und warum gerät Will plötzlich in den Verdacht seinen Kollegen ermordet zu haben? Der Thriller von Reece Hirsch macht Lust auf mehr.

 

 

Der Schauplatz des Geschehens: San Francisco

"An den Traum, der ihn aus dem Schlaf gerissen hatte, konnte sich Will nicht erinnern; ihm hing nur noch die Empfindung nach, aus großer Höhe ins Bodenlose gestürzt zu sein."

Todessturz mit Folgen

Die Leser begegnen dem Protagonisten Will Connelly an einem ganz gewöhnlichen Arbeitstag. Wie immer ist er schon früh morgens im Büro, um einige Aufgaben bereits in den Morgenstunden zu erledigen. Alles scheint normal, gewohnte Abläufe wie immer. Doch dann geschieht es: Will muss völlig fassungslos mit ansehen, wie sein Kollege Ben von einem der oberen Stockwerke hinab in den Tod stürzt! Was um alles in der Welt war geschehen? Wills Kenntnisse über Ben sind ausreichend, um einen Selbstmord definitiv ausschließen zu können. Auch berufliche Probleme würden ihn nicht in eine solche Verzweiflung treiben, die ihm jeden Lebenswillen raubt.

Dass es etwas Größeres sein muss, das Ben zu einer solchen Verzweiflungstat getrieben hat, stellt sich wenig später heraus, als Will seine eigene Chipkarte in Bens blutiger Hand entdeckt. Und sofort steht für ihn fest: Irgendjemand will ihn mit dem Tod seines Kollegen in Verbindung bringen, ja sogar dafür verantwortlich machen.

Eine geheimnisvolle Begegnung

Die Indizien verschlechtern sich in zunehmender Weise und Will gerät schnell unter die Hauptverdächtigen. Auch die Tatsache, dass er in der angesehenen Anwaltskanzlei nun Bens Position übernehmen soll, spricht nicht gerade für ihn. Frustriert endet er an einem Abend in einer Bar, in der er die Bekanntschaft mit einer geheimnisvollen Frau macht. Für den Leser wird schnell ersichtlich, dass dieses Treffen kein Zufall ist. Doch Will lässt sich natürlich von der hübschen Falle ködern und gerät als Konsequenz daraus schnell in die Fänge der Mafia. Nun ist er Gewalt, Bedrohungen und Gefahren ausgesetzt und muss letztlich sogar um sein eigenes Leben fürchten, genau wie es Ben ergangen ist.

Wird es Will gelingen, sich aus den Fängen der gefährlichen Russen zu befreien oder droht ihm das gleiche Schicksal wie seinem Kollegen?

Meisterhaft konstruiert

Dem Autor Reece Hirsch ist eine meisterhaft konstruierte Geschichte in der atemberaubenden Kulisse San Franciscos gelungen. Der Schreibstil hat durch schnell wechselnde Szenen viele filmische Elemente. Dadurch wird ein schneller Lesefluss gewährleistet, der zu einer unglaublichen Spannung führt. Man durchlebt die Handlung regelrecht gemeinsam mit dem Protagonisten und findet keine Ruhe, bis die sich die Spannung abgebaut hat. Eine überaus fesselnde Lektüre!

Fazit: Am Schluss bleibt die Hoffnung, dass Reece Hirschs Kreativität fortdauert und sein Repertoire an packenden Geschichten mit diesem Debüt noch lange nicht erschöpft ist. Nach der Lektüre dieses Buches bleibt eins zurück: der Wunsch nach weiteren Thrillern dieser Art!

(Sabrina Laux, academicworld-userin)

384 Seiten
Verlag: Rowohlt Polaris (Juni 2011)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




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