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Karriereplanung

So bekommen Sie den Beruf, der zu Ihnen passt

Nicht jeder von uns hat Lehramt oder Bankkaufmann studiert und weiß genau, wo es nach dem Studium oder der Ausbildung hingehen soll. Und selbst Menschen mit einem vorgezeichneten Berufsweg merken manchmal erst nach dem Abschluss, dass sie eigentlich etwas ganz anderes machen wollen. Aber wie findet man in solchen Situationen einen Job, der einen erfüllt, und wie kann man zuständige Personalverantwortliche überzeugen, wenn man nicht den klassischen Weg gegangen ist?

Bild: Fotolia_39476251_S
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Was ist Ihnen am Job wichtig?

Zunächst sollte man herausfinden, was einem beim Gedanken an einen bestimmten Beruf Bauchschmerzen bereitet und auf welche Aspekte man nicht verzichten möchte. Für viele ist das Gehalt entscheidend und man sollte dieses auch nicht völlig außer Acht lassen. Weitere Vorrausetzungen für Zufriedenheit im Job können aber auch folgende sein: Abwechslung, Kreativität, Verantwortung, Umsetzung von Wertvorstellungen, Flexible Arbeitszeiten, viel Freizeit, Aufstiegsmöglichkeiten, Teamarbeit.

Auf den ersten Blick hören sich vielleicht alle diese Punkte gut an. Aber wenn man genauer darüber nachdenkt, ist man froh, wenn man einen Job findet, der einem Stabilität gibt. Zu große Verantwortungsbereiche oder Ellenbogenmentalität schüchtern einen dann ein und sind nicht das Umfeld, in dem man sich wohlfühlen wird. Vielleicht merkt man aber auch, dass man zu seinem Glück unbedingt Herausforderungen benötigt, die man auf eine kreative selbstständige Art lösen kann. Dann sollte man mal darüber nachdenken, sich als Freiberufler zu beschäftigen. Ist man ein Teamplayer, kann man in diesem Fall gemeinsam mit anderen ein Unternehmen gründen. Auch viel Freizeit klingt erst einmal toll. Aber ist man wirklich bereit, dafür auf Einnahmen zu verzichten? Diese Einstellung vertritt nicht jeder. Wenn man Biologie studiert hat, weil man die Natur liebt, wird man nach dem Studium feststellen, dass es eher darauf hinausläuft, dass man in irgendeinem Labor landet. Aber jetzt hat man noch die Möglichkeit, dem einen Riegel vorzuschieben und sich eine Anstellung bei einer Naturschutzorganisation zu suchen.

Um das richtige für sich zu finden, hilft es, mit Freunden darüber zu reden und sich bei der Agentur für Arbeit oder auch beim Career Service der Universität beraten zu lassen. Im Internet findet man zusätzlich zahlreiche Berufetests, die einem zumindest die richtige Richtung weisen können.

Erfolgreich bewerben

Wenn man sich für einen ungewöhnlichen Berufsweg entscheidet, hat man es bei der Bewerbung oft etwas schwerer. Man hört dann, man sei für den Job überqualifiziert, und muss sich auf jeden Fall auf die Frage vorbereiten, warum man nicht in seinem gelernten Beruf arbeiten will. In dieser Situation muss man mehr als in anderen seine Softskills anpreisen und statt mit seinem schulischen und berufspraktischem Werdegang mit seinen Freizeitaktivitäten etc. punkten. Hat man bereits als Jugendlicher Kinder im Ferienlager betreut? War man bei den Pfadfindern aktiv? Ist man musikalisch und hat eine eigene Band? Eigentlich muss man nur gut argumentieren können.

Darüber hinaus darf man sich keine formalen Ausrutscher erlauben. Jemandem mit sehr guten Noten und dem passendem Werdegang verzeiht man Rechtschreibfehler vielleicht, jemandem, der sowieso nur zu 50 Prozent auf die Stelle passt, nicht. Selbstständige hingegen müssen ihr ganzes Augenmerk auf einen ausgefeilten Businessplan legen. Das ist quasi ihre Bewerbung bei den Förderern. Für alle bieten sich soziale Medien gut an, sich auf die eine oder andere Art zu präsentieren. Das macht zwar viel Arbeit, kann aber durchaus zielführend sein.

Vor allem in kreativeren Berufen sollte man versuchen, aus der Masse an Mitbewerbern hervorzustechen. Bewirbt man sich in der Gastronomiebranche, kann die Bewerbung zum Beispiel in Form eines Rezepts oder einer Speisekarte gestaltet werden. Dann sollte es aber nicht daran scheitern, dass sie unsauber gedruckt ist, weil die Druckertinte leer ist. Auch solche scheinbaren Oberflächlichkeiten lassen auf den Charakter schließen. Man sollte im Handel, zum Beispiel bei Tonerpartner, rechtzeitig Tintenpatronen nachbestellen. Will man als Illustrator arbeiten, könnte man seinen Lebenslauf entsprechend illustrieren. Auch ein Musikvideo oder kurze Clips wären als Kreativbewerbung denkbar.

Bild: Fotolia_96823093_S
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