Drucken
Zeitgenössische Literatur

Ruhm

Neun Geschichten - ein Roman, so versteht sich Daniel Kehlmanns "Ruhm". Klingt ungewöhnlich, ist es auch. Aber ungewöhnlich muss ja nicht schlecht sein.

Daniel Kehlmann "Ruhm"

Ein Elektroniker erhält fremde Telefonanrufe und beginnt nach und nach das Spiel der falschen Identität mit zu spielen. 
Ein Schriftsteller der alle Personen seiner Umgebung zu Figuren seiner Romane verarbeitet. 
Eine alte Frau die mit dem Tod und ihrem Schöpfer kämpft. 
Ein Schauspieler den niemand mehr anruft und der sein eigener Imitator wird. 
Eine Autorin, die bei einer Auslandsreise verloren geht. Ein Erfolgsautor der an Selbstmord denkt. 
Ein frustrierter Internetblogger der plötzlich auf einen Kongress geschickt wird. 
Ein Abteilungsleiter der im Wirrwarr seiner Affären seinen Job riskiert. 
Sie alle sind Teil von Daniel Kehlmanns Roman "Ruhm - Ein Roman in neun Geschichten.

Neu und unkonventionell  

Der Autor von "Die Vermessung der Welt" zeigt einmal mehr sein großes Talent zum Schreiben und Geschichten erzählen. Jede Kurzgeschichte an sich ist bereits ein Highlight und ein literarischer Genuss. Dem aufmerksamen Leser erschließen sich bald die Zusammenhänge und er beginnt zu verstehen worum es geht: Um ein großes Ganzes; Um Geschichten in Geschichten, die ineinander übergehen, sich berühren und einander ergänzen.  Daniel Kehlmann gehört nicht umsonst zu einem der meist gelobten Autoren der letzten Jahre, was er mit diesem Werk beweist. Für alle Leser die sich darauf einlassen wollen, etwas Neues und Unkonventionelles zu lesen und Gefallen an Kurzgeschichten haben, ist dies das ideale Buch. 


Katharina Kozok (academicworld.net-Userin)

Daniel Kehlmann. Ruhm: Ein Roman in neun Geschichten
8,99 Euro. rororo




Die Berufseinsteigerfrage

Ist spezielle Frauenförderung eigentlich gerecht?

Die Berufseinsteigerfrage:

Stefan T. (27) aus Frankfurt am Main. schreibt uns: “Ich arbeite in einer Unternehmensberatung als Junior Berater. Mir und meinen männlichen Kollegen fällt deutlich auf, dass die weiblichen Beraterinnen von den Vorgesetzten klar bevorzugt werden. Neulich hat ein Partner dies offen damit begründet, dass es für die Firma viel schwieriger sei, Beraterinnen zu gewinnen und vor allem zu halten als männliche Berater und man von daher auch zu mehr Zugeständnissen bereit sei. Für die Kolleginnen gibt es beispielsweise spezielle Rhetorikschulungen, an denen Männer nicht teilnehmen dürfen. Ich finde dieses Vorgehen nicht in Ordnung. Meine Kollegen raten mir aber von einer Beschwerde ab, da ich sonst schnell als Mimose oder Querulant dastehen würde. Muss man als Mann eine solche Zurücksetzung einfach runterschlucken, weil Frauen es lange schwerer im Beruf hatten?"


Serie: Netzperlen

Diese Woche: Notes of Berlin

Netzperlen:

In Berlin kommt alles zusammen: Verrückt- und Verruchtheit, Offenheit und Spießertum, Liebe und Hass - im deutschen Mekka für Kreative und Individualisten gibt es viel zu entdecken. Was für skurrile, poetische oder humorvolle Zettelchen und Botschaften überall in der Stadt versteckt sind, zeigt uns ...


Serie: Studenten fragen Professoren

Welches Tier, abgesehen von Bakterien oder Viren, tötet weltweit die meisten Menschen?

Studenten fragen Professoren: Alltagsfragen

Frage: Welches Tier, abgesehen von Bakterien oder Viren, tötet weltweit die meisten Menschen?Antwort: "Ausdrücklich wurden vom Fragesteller ja nur Viren und Bakterien ausgeschlossen und nicht Einzeller. Nimmt man diese in das Spektrum auf, dann ist eindeutig der Erreger der Malaria, Variante Tropica (Plasmodium falciparum), der größte Killer und einige Arten der Anopheles-Mücke als Vektoren die wichtigsten 'Vermittler' der weit über eine Million Todesfälle pro Jahr.Nimmt man den Menschen als eine Spezies wie jede andere, was wir ja gemeinhin nicht tun – sondern uns als Krone der Schöpfung betrachtend vom riesigen Rest der Evolutionsprodukte gern weit absetzen – dann ist ganz klar, dass der Mensch für den Menschen wohl schon bis in lang vergangene Zeiten der größte Killer war und nach ...