Sean William Scott und Paul Rudd kommen als "Vorbilder" in die Kinos

- © Universal
Die Freunde Wheeler und Danny müssen nach versuchter Fahrerflucht Sozialstunden ableisten. Als Betreuer für schwer erziehbare Jugendliche sind die beiden allerdings nur bedingt geeignet.
Role Models von David Wain mit Sean William Scott und Paul Rudd in den Hauptrollen ist ein weiterer Unterhaltungsfilm den die Welt nicht braucht. Rudd dürfte manchen vielleicht als Paris aus Romeo und Julia bekannt sein, wohin gegen Sean William Scott der halben Welt ein Begriff als Stifler aus American Pie sein dürfte. Seinem Rollenschema wird Scott auch mit diesem Film wieder gerecht, dessen Kernaussage gerne die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens und die Bedeutung von Freundschaft und Individualität wäre.
Danny und Wheeler verlieren ihren Job
Die beiden Freunde Danny und Wheeler arbeiten als Promoter für eine Energydrink-Firma und tingeln mit ihrem Minotaurus-Truck durch Amerikas Vorstadtschulen. Der lebensfrohe Weiberheld Wheeler und der notorisch unzufriedene Danny könnten gegensätzlicher nicht sein und schaffen es kaum, einem Fettnäpfchen aus dem Weg zu gehen. Als Danny durch seine Egozentrik seine Freundin vergrault, eskaliert die Situation. Er und Wheeler riskieren nach einer versuchten Fahrerflucht ihren Job und landen vor dem Richter.
Sozialhilfestunden bei schwer erziehbaren Jugendlichen
Mit der Hilfe von Dannys Exfreundin, die Anwältin ist, können die beiden dem Gefängnis nur entgehen, wenn sie 150 Sozialstunden in einer Organisation absolvieren, die Nachmittagsbetreuung für schwer erziehbare Teenager anbietet, indem sie einen Erwachsenen zugeteilt bekommen, der sich um sie kümmern muss. Dass diese Organisation von einer ehemals drogenabhängigen Verrückten geleitet wird, ist nur am Rande interessant.

- © Universal
Es kommt zu einer Menge Problemen, die aber nach und nach alle gelöst werden können und es lässt sich sogar eine Moral in der Geschichte finden. Wie es sich, gehört kommt es nach dem Hürdenlauf in Richtung erwachsen werden zu einem Happy End, das jeden Charakter des Films berücksichtigt und schöner nicht sein könnte.
Was bleibt?
Hat man es geschafft nach den ersten 30 Minuten plattem Humor den Saal nicht zu verlassen, bedient eine weitere Stunde lang ein Klischee das nächste. Aber es ist vor allem Danny und seinem Zögling Augie (Christopher Mintz-Plasse), der scheinbar nur für ein mittelelterliches Rollenspiel lebt, zu verdanken, dass man Sympathie für den Film entwickeln kann, da Wheeler und der frühreife Ronnie vor lauter Niveaulosigkeit kaum zu ertragen sind. Die Skurrilität von Augie und Paul Rudds sympathischer Versuch unsympathisch zu sein, lassen selbst eingefleischte Zyniker manchmal grinsen.
Da der Film zu belanglos ist, um wirklich schlecht zu sein, ist er für Fans dieses Genres sicher ein Vergnügen. Die andere Möglichkeit wäre sich zu gedulden, bis die Privaten ihn Sonntagnachmittag ins Programm nehmen.
Sonja Pfeiffer

- © Universal
Role Models - Vorbilder
Darsteller: Sean William Scott, Paul Rudd, Elizabeth Banks
Regie: David Wain
Laufzeit: 99 min.
Genre: Komödie
Kinostart: 26.Februar 2009



























