Afterlife: Das Ende ist der Anfang

- © 2010 Constantin Film Verleih GmbH
In Afterlife hat sich das Resident Evil-Filmszenario in der Reihenfolge geändert. Nach einer kurzen Einstimmungsszene, die das Verbreiten des T-Virus in Asien zeigt und damit die weltweite Zombie-Epidemie suggeriert, fängt der Film quasi mit dem Schluss an.
Die genmanipulierte Alice und ihre Klone dringen in das Umbrella Corporation-Quartier in Tokio ein, massakrieren die Angestellten und zerstören das Gebäude, mit dem Ziel, die Machenschaften des ominösen Konzerns zu stoppen. Der Kopf des Unternehmens, Albert Wesker (Shawn Roberts), kann jedoch als einziger flüchten.
Keine Überlebensgarantie
Ab da macht sich Alice auf die Suche nach den letzten Überlebenden - darunter auch ihre Mitstreiter im dritten Teil - die sich Alaska für einen Neubeginn fernab der kaputten und verseuchten Städte ausgesucht haben. Am Zufluchtspunkt angekommen findet sie nur Claire, die dem Zuschauer aus dem vorigen Film bekannt ist und die aufgrund ihrer Amnesie keine Auskunft über die Anderen geben kann. Zusammen brechen sie auf, hoffend, doch noch ein paar Nicht-Infizierte zu finden. Erst in Los Angeles machen sie vom Propellerflugzeug eine Gruppe Menschen auf dem Dach eines Gefängnisses aus. Von da an geht es in gewohnter Manier weiter: Sie müssen einen Weg aus dem von Zombies und anderen Mutanten belagerten Gebäude finden, müssen Waffen besorgen, gegen Monster kämpfen und dabei irgendwie am Leben bleiben. Das Ziel der Gruppe ist diesmal ein unbekannter Ort namens Arkadia, von wo aus bis vor kurzem Funkmitteilungen an mögliche Überlebende ausgingen.

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Statistenzombies
Im Vergleich zu den ersten Filmen ist Afterlife ein eher ruhiger Streifen. Sicherlich gibt es Spannungsmomente, Actionszenen und ein paar neue Monstermutationen. Aber die um ein Vielfaches gewachsene Menge an Zombies kommt nur als Statistenmasse vor und so gar nicht auf ihre Kosten. Der Resident Evil-Fan vermisst da Bisse und Blut. Stattdessen sieht und hört er der Heldin eine ganze Weile zu, wie sie Offensichtliches in ihr Aufnahmegerät sagt, während sie alleine fliegt und nach Überlebenden sucht, und fragt sich, für wen eigentlich. Trotz der hohen Bildästhetik traute man, so scheint es, dem Actionfan die paar ungesprochenen und handlungsarmen Szenen nicht zu.
Die dritte Dimension
Dafür sind die Kampfszenen, wenn auch vergleichsweise wenig in der Zahl, nicht zuletzt auch aufgrund des 3D-Effekts recht beeindruckend. Da könnte man sich glatt die ersten drei Teile mit dem viel größeren Actionfaktor auch in 3D zu sehen wünschen. Die Panorama-Bilder von Alaska oder brennendem Los Angeles wiederum sind mit dem Effekt nett zu sehen, aber kein Muss. Sie verändern jedoch die Optik des Resident Evil-Universums, das man bis dahin nur als urban eng und dunkel kannte.

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Fazit
Den eingefleischten Resident Evil-Fan könnte der Film enttäuschen: Die Handlung hat kaum noch etwas mit dem Videospiel zu tun, die Untoten sind ganz zur Kulisse verkommen, die Ästhetik hat sich verändert und es wird weniger Action geboten. Wer seine Erwartungen außen vor lässt oder eh keine hat, kann sich dennoch an ein paar Schockern, guten Bildern und daran erfreuen, - typisch Resident Evil und besonders spannungsfördernd - dass Sympathieträger ebenso drauf gehen können. Wem das nicht reicht, der kann dem fünften Teil entgegen fiebern, der voraussichtlich 2012 ins Kino kommt.
L. Klier



























