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Bildung

Plötzlich Student – wie ist das eigentlich?

Tobias Brockmann und Lisa Schrock, beide Jahrgang 1994 und beide Leistungsspieler im Hockey (Bundesliga!), sind seit September 2012 Bachelor-Studenten und machen Service Management an der ISS International Business School of Service Management in Hamburg. Wie sich ihr Leben verändert hat und was sie vorhaben? Lest selbst!

Ein Student der 2012er-Kohorte ist Tobias Brockmann. Er ist Jahrgang 1994 und spielt als Stürmer in der 1. Herren Bundesliga-Mannschaft des HTHC Hamburgs. Sein Partnerunternehmen ist die SIGNAL IDUNA Gruppe Hamburg.
Eine Studentin des selben Jahrgangs ist Lisa Schrock. Sie ist ebenfalls Jahrgang 1994 und spielt im Mittelfeld als Jugend-Nationalspielerin und Bundesliga-Spielerin bei den 1. Damen des UHC. Ihr Partnerunternehmen ist ebenfalls die SIGNAL IDUNA Gruppe Hamburg.

Das neue Jahr geht los, was habt Ihr Euch in diesem Jahr für Euer Studium vorgenommen?

Brockmann:
Ich habe mir erstens vorgenommen zu versuchen, gute bis sehr gute Noten in den Klausuren und in den restlichen Prüfungen zu erhalten. Zudem will ich es schaffen mich früher zum Lernen zu motivieren vor Klausuren, das kennt ja leider fast jeder. Uns wurden Literaturhinweise in verschiedenen Modulen gegeben, die sehr interessant klingen, sodass ich einige durcharbeiten will, um mich außerhalb der Studienphasen weiterzuentwickeln. Wichtig ist für mich die gelernten Aspekte in der Praxis anzuwenden und dort die Parallelen zu erkennen und zu reflektieren.

Schrock: Ich habe mir für dieses Jahr vorgenommen, die bevorstehenden Prüfungen mit guten Noten zu absolvieren und viele nützlichen Informationen aus dem Unterricht herauszunehmen, um diese anschließend in der Praxisphase umsetzen zu können bzw. zu erkennen.


Welche besonderen Hürden stehen Euch bevor?

Brockmann: Das Zeitmanagement bleibt ein wichtiges Element, da ich als Sportler meine Zeit effizient einteilen muss. Doch die flexiblen Studienblöcke der ISS geben den nötigen Freiraum.  Bei der SIGNAL IDUNA werden sicherlich weitere Herausforderungen auf mich zu kommen, da uns mit der Zeit mehr Verantwortung übertragen wird und letztlich auch anspruchsvollere Aufgaben an uns weitergeleitet werden. Abschließend glaube ich jedoch, dass ich diese Bereiche eher als Herausforderungen sehe, die es zu bewältigen gibt. 

Schrock: Die optimale zeitliche Organisation, um die Vorbereitung von Präsentationen, das Lernen für die Klausuren und auch den Leistungssport gut zu managen, damit keines zu stark vernachlässigt wird.

Du bist seit September 2012 B.A.-Student. Wie hat sich Dein Leben verändert?

Brockmann:
Nach den freien Monaten nach dem Abitur, wo man viel Freizeit hat und man das Leben entspannter angeht, war es schon eine starke Umstellung. Während der Hochschulphasen sind die Zeiten noch umgänglich, da die Vorlesungen erst gegen 9 Uhr beginnen. Bei meinem Praxisunternehmen habe ich flexible Arbeitszeiten, jedoch fange ich zwischen 7:00-7:45 an zu arbeiten, logischerweise muss ich dann deutlich früher aufstehen. Für mich persönlich hat sich umso mehr verändert, da ich als gebürtiger Berliner nun in einer neuen Stadt bin und hier meine Herausforderungen suche. Das Hotel Mama habe ich daher auch verlassen und lebe jetzt in einer WG. Allen in allem: Das Studium ist die stärkste und interessanteste Veränderung gewesen!

Schrock: Mein Leben hat sich in dem Sinne verändert, als dass ich ins das Berufsleben eingestiegen bin und den Alltag eines jeden Berufstätigen meistere. Bei uns kommen jedoch noch die Uniphasen hinzu. Ich habe seit meinem Schulabschluss wieder einen geregelten Tagesablauf und Erwartungen, die ich zu erfüllen habe.

Habt Ihr Euch manches anders vorgestellt?

Brockmann:
Ich glaube, dass man aus der Schulzeit und im jungen, naiven Alter sich das Berufsleben immer einfach und durchgehend positiv vorstellt. Die Vorstellungen, die ich hatte waren meiner Ansicht nach idealisiert, sodass es letztlich deutlich anders war. Nicht jede Arbeit macht einem Spaß oder man entwickelt den Ehrgeiz dafür, jedoch gibt es auch Aufgaben, welche einen richtig motivieren. Daher ist auch hier mein Fazit relativ gut, da die positiven Eindrücke bisher überwiegen. 

An der ISS habe ich die Vorlesungen unpersönlicher eingeschätzt, in diesem Punkt würde ich positiv überrascht, da die Vorlesungen sehr persönlich, dialogisch und anwendungsorientiert sind. Wir können Fragen stellen, Diskussionen anregen und es wird, soweit möglich, auf unsere Bedürfnisse eingegangen. 

Ich habe mir das duale Studium gewissermaßen entspannter und leichter vorgestellt. Das bedeutet nicht, dass ich überfordert bin, denn das ist nicht der Fall. Diese Anstrengungen im Alltag bringen mich erst dazu richtig produktiv zu sein.

Schrock: Ich bin ohne Erwartungen in das Studium gegangen und bisher gefällt es mir sehr gut. Ich hätte mir sogar gewünscht, längere Uniphasen zu haben.


Was ist Euer Ziel nach dem Studium?

Brockmann: Jetzt schon mein Ziel für die Zeit nach dem Studium zu formulieren, ist nicht so einfach. Ich glaube auf jeden Fall, dass ich einen weiterführenden Master machen will. Wie dann mein akademischer Weg aussehen wird, kann ich jetzt kaum sagen. Auch die anderen Eindrücke im beruflicher Hinsicht reichen jetzt noch nicht aus, um zu sagen, ob ich in diesem Bereich arbeiten will oder nicht. Eine Überlegung geht dahin, eine weitere Stadt kennenzulernen, aber das liegt alles noch in weiter Ferne. 

Schrock: Mein Ziel nach dem Studium ist noch ungewiss. Es gibt vielerlei Möglichkeiten, sei es, dass man ein Praktika macht oder vielleicht noch einmal ins Ausland geht, den Master bestreitet oder sich entscheidet, Geld zu verdienen. Ein Masterabschluss nach dem Bachelor strebe ich jedoch schon an.

 
Warum könnt Ihr Euer Studium empfehlen?

Brockmann: Duales Studium oder nicht ist keine leichte Entscheidung, aber für Leute, die berufliche Praxis sammeln wollen, ist das eine sehr gute Option. Die Hochschule kann ich empfehlen, da die Vorlesungen sehr dialogisch und persönlich geführt werden und die Professoren interaktiven, interessanten und abwechslungsreichen Unterricht bieten.

Das akademische Hochschulteam ist sehr freundlich, hilfsbereit und kompetent. Und dann natürlich das Ambiente und die Lage, einmalig! Zudem bewerte ich den Fokus auf den Bereich Service als sehr sinnvoll und zukunftsorientiert und sehe darin eine sehr gute Chance für mich selbst. Da wir mit dem Bachelor einen international anerkannten Titel an einer staatlich anerkannten Hochschule erwerben,  muss man sich auch keine Sorgen um die Anerkennung des Studienganges machen. 

Schrock: Der Studiengang ist gut strukturiert und übersichtlich. Man bestreitet einen BWL-Plus-Studiengang mit dem Vorteil, dass das Thema Dienstleistungen mit inbegriffen sind. Das bedeutet, dass man nach dem Abschluss die Möglichkeit hat, in alle Richtungen weiter zu studieren und trotzdem, gegenüber anderen BWL Studenten , den Servicegedanken verinnerlicht hat, welches in Unternehmen eine immer größere Rolle spielt.

Dadurch, dass man Servicemanagement dual studieren kann, ist der Studiengang nicht nur theoretisch , sondern auch praxisbezogen. Ist man im Unternehmen, lässt sich die erlernte Theorie erkennen und man versteht einiges leichter. Die Uni ist sehr familiär gehalten, sodass eine sehr angenehme Atmosphäre herrscht. Hat man Probleme oder Fragen, findet man immer einen Ansprechpartner, der einem gewillt ist, zu helfen.


Das Interview führte Franziska Wille




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