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KARRIERE

Outplacement - Vorteile für Arbeitnehmer und Unternehmen

Als Outplacement wird die Unterstützung bei der beruflichen Neuorientierung bezeichnet. Unternehmen, die einem Mitarbeiter kündigen, bieten häufig diese Form der Unterstützung an, um Arbeitnehmer zu schützen und gleichzeitig das eigene Image zu pflegen. Der betroffene Mitarbeiter wird fachgerecht beraten und bis zu Vertragsunterzeichnung bei einem neuen Arbeitgeber begleitet.

Besonders langjährige Mitarbeiter tun sich schwer mit dem Arbeitsplatzverlust und der Neuorientierung auf dem Markt.

Die Vorteile von Outplacement

Wer seinen Arbeitsplatz aufgrund von Kündigung verliert und nicht sofort einen neuen Job findet, sieht sich zahlreichen Problemen gegenüber. Nicht nur die Einnahmequelle ist vorerst versiegt, auch das Selbstbewusstsein und die tägliche berufliche Aufgabe leiden stark. Besonders langjährige Mitarbeiter, die teilweise mehrere Jahrzehnte für ein und dasselbe Unternehmen gearbeitet haben, tun sich schwer mit dem Arbeitsplatzverlust und der Neuorientierung auf dem Markt. Deswegen sind sie aber keine schlechten Arbeitskräfte.

Wer zum Beispiel aufgrund von Absatzproblemen oder einem Standortwechsel gekündigt wird, hat häufig über viele Jahre gute Dienste geleistet. Eine Unterstützung durch Outplacement bringt für Mitarbeiter also zahlreiche Vorteile mit sich. Sie finden leichter eine neue Arbeitsstelle und werden vor allem auch entsprechend ihrer Fähigkeiten weitervermittelt. Für Unternehmen bietet sich das Verfahren aufgrund seiner sozialeren Verträglichkeit und der damit verbundenen Imagepflege an. Außerdem können Kündigungen so häufig einvernehmlich getroffen werden. Außerdem kann der Kündigungsprozess in vielen Fällen beschleunigt werden. Wenn ein Mitarbeiter bereits eine neue Stelle hat, müssen Fristen nicht unbedingt eingehalten werden. Auch das Risiko von Gerichtsverfahren wird dadurch drastisch gesenkt. In der Regel beauftragt das Unternehmen einen externen Outplacement-Anbieter, wie zum Beispiel muehlenhoff.de.

Die Nachteile von Outplacement

Natürlich hat jede Medaille zwei Seiten. Ein Unternehmen, das gekündigten Mitarbeitern einen Outplacementservice anbietet, muss diesen natürlich selbst bezahlen. Daraus ergibt sich eine finanzielle Mehrbelastung, die gerade für Unternehmen, die sich aus Umsatzproblemen von Mitarbeitern trennen, nicht immer zu bewältigen ist. Für Arbeitnehmer ergibt sich das Problem der fehlenden Flexibilität, da man auf einen Outplacement-Berater festgelegt ist, den man sich in der Regel nicht selber aussuchen kann. Auch geht die Zustimmung zu einem Outplacement-Verfahren meist mit dem Verzicht auf eine höhere Abfindung einher. Gut qualifizierte Mitarbeiter, die keine Angst vor der Arbeitsmarkt und gute Chancen auf eine Wiedereinstellung haben, fahren finanziell oftmals besser, wenn Sie auf Outplacement verzichten. Darüber hinaus bedeutet die Zusammenarbeit mit einem Outplacement-Service nicht immer, dass der Arbeitnehmer auch tatsächlich einen Job finden wird. Eine Erfolgsgarantie gibt es nicht.

Der Ablauf

Zu Beginn nimmt die Outplacementberatung eine Analyse der beruflichen Fähigkeiten und der privaten Situation des Arbeitnehmers vor und schätzt auf Basis dessen die möglichen Karriereperspektiven ein. Es wird ein Qualifikationsprofil erstellt und mögliche Weiterbildungsmaßnahmen ergriffen. Anschließend wird gemeinsam eine Bewerbungsstrategie ausgearbeitet. Die Erstellung der Bewerbungsunterlagen und die Durchführung der Bewerbungen werden ebenfalls von der Outplacementberatung begleitet. Außerdem erfolgt eine umfassende Vorbereitung auf anstehende Bewerbungsgespräche. Dabei werden selbstverständlich auch neue Methoden der Stellensuche und der Selbstpräsentation, zum Beispiel via Internet oder Bewerbungsvideo aufgezeigt. Sobald sich ein Unternehmen interessiert an dem Arbeitnehmer zeigt, berät die Outplacementberatung auch hinsichtlich des Arbeitsvertrages.




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