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Fernweh

Billigflieger trifft Last Minute

Wohin kann ich am Wochenende für 100 Euro fliegen? qfly.de sagt es dir! Und der Gründer Joris Machielsen erzählt bei uns, wie er das Unternehmen an den Start gebracht hat.

Joris Machielsen, Gründer von qfly.

Budget, Reisezeitraum, Flughafen wählen - und qfly findet die wirklich günstigsten Flüge. Möglich wird dies durch einen besonderen Algorithmus, der die Webauftritte der Fluggesellschaften durchsucht und auch die Angebote aufstöbert, die normalerweise nicht an Online-Reiseservices weitergegeben werden. Was einige Fluganbieter gar nicht so gut finden und versuchen, die Such-Robots zu blockieren. Wie Gründer Joris Machielsen damit fertig wird und wie er auf die Idee kam, erzählt er auf academicworld.

"Zwei Monate nach meinem 17. Geburtstag habe ich mich zum ersten Mal selbstständig gemacht. Nach der Schule und abends habe ich damals Websites für Unternehmen programmiert. Als ich mit der Schule fertig war, habe ich mich ein Jahr lang nur auf die Arbeit konzentriert, um mein großes Ziel, die Welt zu bereisen, zu realisieren.

Für ein paar Monate bin ich nach Zentral-Amerika gegangen, habe dort Spanisch gelernt und danach verschiedene Rundreisen gemacht, um meine Freiheit zu genießen.Wieder zu Hause begann es, ernst zu werden: Ich habe ein Studium für Internationale Betriebswirtschaft begonnen und zugleich während des Studiums wieder viel gearbeitet.

Für einen Studenten konnte ich dadurch relativ viel Geld verdienen und mir erlauben, jedes Jahr eine große Reise zu machen. Bei der Wahl des Reiseziels hatte ich damals oft nur eine vage Idee, in welches Land es gehen soll. Bezüglich des Ziels und des Termins war ich flexibel, Hauptsache, mein Budget reichte.

Im letzten Teil meines Studiums, als ich über meine weitere Zukunft nachdachte, realisierte ich, dass ich nicht den Rest meines Lebens auf Stundenbasis arbeiten wollte. Wenn man mein damaliges Arbeiten mit einer Maschine vergleicht, dann war es ein manuell betriebenes Gerät, welches nur Geld verdiente, wenn auch jemand an ihr schuftet - und monoton immer wieder aufs Neue den Hebel betätigt. Wenn niemand diesen Hebel bedienen würde, verdiente dieses Konstrukt auch nichts.

Es war illusorisch zu glauben, auf diese Art und Weise genügend Geld zu verdienen, um mir meine ausgiebigen Reisen erlauben zu können. Die Aussicht konnte mir nicht gefallen. Aber wie wäre es, wenn ich eine "Maschine" bauen könnte, die automatisch läuft? Und eben auch Geld einbringt, wenn niemand den Hebel betätigt?

Etwas später lernte ich zwei erfolgreiche Unternehmer kennen, die mich sehr inspirieren sollten. Interessanterweise reisten sie ebenso gerne wie ich und hatten - auch dies ein Fingerzeig auf mein heutiges Unternehmen - sehr viel Mühe mit dem Finden der passenden Flugtickets. Nach einigen Gesprächen, in denen sie meine Web-Erfahrungen abklopften, fragten sie mich, ob ich mit ihrer Hilfe als Ratgeber und Investoren ein Internet-Unternehmen starten wolle. Die Chance konnte ich mir nicht entgehen lassen.

Ich habe mich dann mit einigen Programmierern an die Arbeit gemacht und begann, eine Suchmaschine für Flugtickets zu programmieren, die viel flexibler suchen konnte als die anderen, bereits existierenden Suchmaschinen. Ich entdeckte, dass es sogar möglich ist eine Suchmaschine zu bauen, die  so "radikal" flexibel war, dass man Flüge nur nach Höchstpreis beziehungsweise vorhandenem Budget suchen konnte - und das, ohne ein Reiseziel angeben zu müssen. Wir hatten eine absolute Marktlücke und Weltneuheit gefunden!

Die meisten Billigairlines veröffentlichen ihre besten Tarife nur auf der eigenen Seite

Am Anfang versuchten wir, die traditionellen Suchsysteme der Reiseindustrie zu nutzen, aber es stellte sich schnell heraus, dass diese absolut nicht geeignet waren für die gigantische Menge an Daten, die wir brauchten, um die Suchresultate aufzulisten. Daneben bieten die meisten Billigfluggesellschaften ihre Flugtickets und Tarife nur auf deren eigenen Homepages an, also nicht über die traditionellen Systeme. Außerdem wollen oder können die meisten Fluggesellschaften nicht die tatsächlichen Endpreise angeben.

Wir mussten Suchroboter entwickeln, die es uns ermöglichten, Tickets für sämtliche Ab- und Rückflugdaten, für alle Routen und von allen Billigfluggesellschaften, aufzulisten. Dazu kommt noch, dass diese Daten mehrmals pro Tag aktualisiert werden müssen. Insgesamt mussten wir eineinhalb Jahre extrem hart arbeiten, um dieses System zu bauen und schließlich zu veröffentlichen.

Und nun beginnt die eigentliche Arbeit: Es gilt, aus dem Produkt ein gewinnbringendes Unternehmen zu machen! Weil wir selber keine Flugtickets verkaufen, verdienen wir nur Geld durch Werbung auf unserer Seite und kleinen Provisionen von den Fluggesellschaften, wenn jemand einen Flug über unsere Seite findet und dann bei ihnen bucht. Viele Airlines sehen unsere Suchmaschine als gutes Mittel, um neue Kunden zu gewinnen. Leider gibt es auch einige, denen unsere Transparenz nicht gefällt. Diese probieren aktiv gegen uns vorzugehen und blockieren unsere Suchroboter. Aber es gelingt uns, diesen Fluggesellschaften immer einen Schritt voraus zu sein. Wer einmal auf qfly.de Flüge recherchiert hat, erkennt den hohen Verbrauchernutzen und das enorme Potential der Website."

www.qfly.de