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Arbeitgeber, Technologie

NetApp: Karriere in der "Green IT"

In den letzten Jahren wurde das Thema "Green IT" vermehrt ins Lächerliche gezogen. Inzwischen haben viele Unternehmen aber das enorme Potenzial erkannt, das in Verbindung mit ökonomischen Vorteilen in dem Thema steckt. Im Interview mit HI:TECH CAMPUS erläutert Alexander Wallner, Area Vice President Germany bei NetApp, die besondere Bedeutung von "Green IT" für sein Unternehmen und welche Karrieremöglichkeiten NetApp als Arbeitgeber für Absolventen bietet.

Alexander Wallner, NetApp
Alexander Wallner, Diplom Betriebswirt, ist Area Vice President Germany bei NetApp.

NetApp entwickelt innovative Storage- und Datenmanagement-Lösungen. Was genau können sich unsere Leser darunter vorstellen?

Bereits im privaten Bereich generiert heutzutage jeder Nutzer mit seinem Notebook oder iPod große Mengen an Daten. Mit noch ungleich umfangreicheren Mengen haben die Rechenzentren von Unternehmen zu kämpfen. Wir registrieren heute bei unseren Kunden ein Datenwachstum von 50 bis 80 Prozent pro Jahr.

Das erklärt sich leicht, wenn man weiß, welche Applikationen ein Unternehmen hosten muss. Angefangen vom E-Mail-Austausch über ganz gewöhnliche Windows Anwendungen wie PowerPoint und Excel bis hin zu SAP- oder VMware-Virtualiserungsplattformen. Diese Entwicklung erfordert flexible Datenmanagementlösungen, die wir unter anderem mit unseren professionellen Storage-Systemen anbieten. Unsere 3.000 Ingenieure sind mit nichts anderem beschäftigt, als das Thema Datenhaltung für unsere Kunden stetig zu optimieren und zu verbessern. 

Viele Unternehmen vernachlässigen das Thema 'Green IT' völlig. Inwiefern zeichnet sich Ihre Dienstleistung unter diesem Aspekt aus?    

Dieser Bereich ist uns sehr wichtig. Am Ende des Tages glaube ich, dass 'Green IT' jetzt wieder kommt, weil man begonnen hat 'green' mit ökonomischen Vorteilen zu verbinden. Unsere Architektur trägt dem Rechnung, indem sie die Datenwachstumskurve abflacht.

Wir haben Technologien entwickelt, mit denen man redundante Blöcke von Daten löschen kann. Physikalisch betrachtet hat das zur Folge, dass unsere Kunden weniger Festplatten benötigen. Weniger Festplatten bedeuten in der Konsequenz weniger drehende Spindeln, was wiederum weniger Abluft nach sich zieht und damit auch weniger Kühlung durch Klimaanlagen erforderlich macht. Gelingt es also die Datenmenge zu reduzieren, dann wird auch Strom gespart und die Umwelt geschont. Damit sind unsere Technologien die Antwort auf 'Green IT'.

Wenn man sich die klassische Karriere vieler Führungskräfte anschaut fällt auf, dass Sie häufig nach einem wirtschaftlich geprägten Studium und Tätigkeiten im Vertrieb in die Führungsverantwortung gekommen sind. Haben denn auch Ingenieure und Informatiker Chancen Führungsverantwortung zu übernehmen und Karriere zu machen?

Unbedingt. Die charakterliche Eignung steht über allem. Ein gutes Beispiel dafür ist unser aktueller Vertriebsdirektor, der zuvor eine Führungsposition im technischen Bereich bei uns eingenommen hatte. Es zeigt, dass die fachliche Qualifikation alleine nicht darüber entscheidet, ob jemand beruflich Erfolg haben, Karriere machen kann.

Ich glaube generell, dass die Ingenieurberufe allgemein mehr Aufwertung erfahren werden. Auch mit Blick auf die Karriereleiter. Für mich ist heute einer unserer Kernwerte 'Leadership'. Dieser 'Spirit' lässt sich nicht an einer Position festmachen, sondern hängt von der persönlichen Einstellung ab. Am Ende sind es immer drei Kriterien, die über die Entwicklung in der Hierarchie entscheiden: die persönliche Eignung, die Qualifikation und natürlich die Existenz einer entsprechenden Position.

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Dieser Artikel ist die erweiterte Online-Version des zuerst im Magazin HI:TECH CAMPUS Dezember 2011 erschienenen Artikels "Technologie als Antwort auf Green IT".

Welche Unternehmensphilosophie verfolgt NetApp?

Wir haben ein sehr stark gelebtes Wertekonzept in welchem 'partnering', 'customer success', 'teamwork' und 'go beyond' eine herausragende Bedeutung zukommt. Dies zeigt sich auch darin, wie wir im Markt auftreten, im Verhalten gegenüber unseren Kunden und Partnern, aber auch im Verhältnis zu unseren Wettbewerbern.

Nicht zuletzt spiegelt sich das in der Bedeutung, die wir der 'Great Place to Work Initiative' beimessen wider. Wir investieren in diese Initiative, da sie uns als Brücke dient. Ich bin der Überzeugung, dass wir mit sehr motivierten Mitarbeitern, die sich über lange Zeit in der Firma einbringen, deutlich mehr erreichen können.


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