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Studientipps

Nach den ersten Zwangsexmatrikulationen: Kehraus an den Unis?

32 Studenten wurden jüngst an der Universität Köln zwangsexmatrikuliert – doch jetzt wird zurückgeklagt!

Tschüß, Magister! Bitte Plätze räumen für die neuen Abschlüsse

Böse Überraschung für 32 Kölner Studenten: Sie fanden die Ankündigung ihrer Exmatrikulation im Briefkasten, weil die Uni in Kürze ihre Magister- und Diplomstudiengänge einstellt.
Die Uni stützt sich dabei auf seine Auslaufordnungen für die Studiengänge – die vermutlich kaum jemand gelesen haben dürfte.


Die Emotionen kochen natürlich hoch. Die Kölner Studentenvertretung in Person von Asta-Vorsitzendem Jonas Thiele kritisierte die Entscheidung scharf: “Wir sind sehr enttäuscht darüber, dass die Zwangsexmatrikulation offenbar auch politisch als akzeptables Mittel gilt, die Umstellung auf Bachelor und Master abzuschließen.” In ganz Deutschland solidarisieren sich die Astas – nicht zuletzt, weil Köln eventuell nur die Speerspitze ist.


Viele der rausgeschmissenen Studenten wollen übrigens vor Gericht ziehen. Und haben dabei unter Umständen gar nicht so schlechte Karten. Der Kölner Rechtsanwalt Christian Birnbaum betreut derzeit mehrere Mandanten: “in einem Fall geht es um eine Härtefallregelung. Mein Mandant war bildungspolitischer Referent, was natürlich viel Studienzeit kostet  – die Exmatrikulation würde quasi eine Strafe für sein Engagement bedeuten. Hierüber kann man mit guten Argumenten trefflich streiten.”

Anders verhält es sich im Fall eines Physikstudenten. Hier verfolgt Birnbaum eine andere Strategie: “Grundsätzlich ist natürlich klar: Eine Universität kann Studienordnungen ändern und modifizieren. Wenn ich 1980 anfange zu studieren, kann ich schließlich auch nicht verlangen, 2011 immer noch eingeschrieben zu sein. Unis haben das Recht, Regelungen zu beschließen und Verwaltungsakte zu erlassen.

Aber beides muss formell und materiell rechtmäßig geschehen. Und wir gehen davon aus, dass das falsche Gremium die Auslaufordnung für den Diplomstudiengang Physik beschlossen hat.” Ein Formfehler. Der vielleicht das Rückfahrticket für seinen Mandanten sein könnte. Birnbaum schmunzelt: “Die Chancen stehen insgesamt gar nicht schlecht. Denn einen Formfehler, den findet man fast immer ...”


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