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Studientipps

Mit einer perfekte Lernumgebung zum Prüfungserfolg

Studenten befinden sich im Rahmen ihrer Ausbildung an der Universität bekanntlich nur zu einem geringen Teil in Hörsälen oder bei Seminaren. Die überwiegende Zeit verbringen sie außerhalb des Institutsgebäudes, um abseits von Lärm und Hektik den Prüfungsstoff zu vertiefen. Das Umfeld spielt dabei eine wichtige Rolle und hat einen maßgeblichen Einfluss auf die Effizienz beim Lernen. Aber auch zu Hause wird häufig gepaukt, da man sich in den eigenen vier Wänden meistens am besten konzentrieren kann.

No fun, please! Das Umfeld hat einen maßgeblichen Einfluss auf die Effizienz beim Lernen.

Doch selten macht sich ein Student daheim am Schreibtisch Gedanken über seine Haltung, die richtigen Utensilien oder wirkungsvolle Entspannungsmaßnahmen. Dabei kann die Umsetzung einiger hilfreicher Maßnahmen die Qualität der geistigen Arbeit erheblich steigern.

Tipps gegen Lernblockaden und Konzentrationsschwächen

Die Wahl des richtigen Ortes

Für ein störungsfreies und produktives Lernen ist die Umgebung enorm wichtig. In Bezug darauf spielen drei Komponenten eine wichtige Rolle, die jeder Student individuell und an seine Bedürfnisse angepasst miteinander kombinieren muss: Größe des Arbeitsfeldes, Grad der Isolation und Geräuschpegel. Jeder muss für sich selbst entscheiden, wie viel Platz er zum Ausbreiten seiner Unterlagen benötigt, ob er komplett alleine sein und außer dem Ticken der Uhr nichts hören will, oder ob er ein leises Murmeln im Hintergrund und sogar noch lautere Geräusche verträgt. Fest steht, dass man sich in einer für sich optimalen Umgebung besser konzentrieren und den Lernstoff einfacher einprägen kann.

Eine gesunde Haltung einnehmen

Am Schreibtisch vor dem PC sitzend nimmt fast jeder nach einiger Zeit unbewusst eine "schlampige" Körperhaltung ein. Die Folgen sind Schmerzen im Nacken-, Schulter- und Rückenbereich. Gesellen sich dazu noch monotone Bewegungsabläufe, etwa beim Tippen einer Arbeit in Verbindung mit dem Umblättern eines Buches, sind auch Arme und Hände von den Verspannungen betroffen. Abhilfe schafft die richtige Sitzhaltung und eine ideale Ausstattung des Home-Office:

• Der höhenverstellbare Bürostuhl ist gut gefedert und hat eine flexible Lehne. Vor dem Kauf sollte sich ein Überblick über verschiedene Modelle verschafft werden.
• Auf der Sitzfläche liegt ein Luftkissen, damit die Wirbelsäule nicht in einer Position erstarrt und man permanent die Sitzposition ein wenig verändern kann.
• Knie und Ellenbogen sind in einem Winkel von 90 Grad gebeugt, die Füße stehen komplett auf dem Boden.
• Der obere Rand des Computerbildschirms befindet sich auf Höhe der Augen.
• Ergonomisch geformte Utensilien, wie zweigeteilte Tastaturen, Gel-Mousepads und Trackballs, tragen zur Entspannung des Körpers bei, da sie einer unnatürlichen Haltung entgegenwirken.

Pausen einlegen und Zwischenmahlzeiten einnehmen

Beim konzentrierten Lernen sollten zwischendurch immer wieder Pausen von bis zu zehn Minuten eingelegt werden, in welchen man zur Ankurbelung des Kreislaufs auf- und abgeht, und zur Anregung der Durchblutung auch die Arme ausgeschüttelt werden. Da ein leerer Magen Konzentrationsstörungen verursachen kann, nimmt man etwa alle drei bis vier Stunden eine kleine und leichte Zwischenmahlzeit ein. Auch gegen Kaffee ist nichts einzuwenden. In diesem Zeitraum können bei Bedarf auch SMS, Mails oder Postings im Sozialen Netzwerk gecheckt werden.

Optik und Licht

Ein optisch unruhiger Hintergrund lenkt meist unnötig ab - hat man also die Wahl zwischen einer Wand und einem Aquarium, wählt man die Wand. Das Licht ist im Idealfall nicht grell, sondern abgedunkelt, Worte müssen aber noch ohne Anstrengung entziffert werden können. Liest man über einen längeren Zeitraum hindurch Texte vom Bildschirm ab, was generell allerdings nicht zu empfehlen ist, weil es die Augen strapaziert, sollte dieser ebenfalls gedimmt sein.

Zeitlimit setzen

Setzt man sich mit dem Vorhaben "open end" zum Lernen, blockiert der Geist häufig schon von Anfang an - weil es einfach generell unangenehm ist, nicht zu wissen, wann etwas zu Ende geht. Ein gutes Zeitmanagement ist daher wichtig, um locker und entspannt zu bleiben. Jeder muss selbst einschätzen können, wie lange er zum Merken einer bestimmten Menge an Stoff benötigt. Ideal ist eine hohe Konzentration, ohne die kleinste Ablenkung, in einem kurzen Abschnitt von etwa 60 Minuten - danach folgt eine Pause.




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