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21 Fragen an

Menschen des 21. Jahrhunderts:
Karen Heumann, Miss Jung van Matt

Karen Heumann stieg 2000 als Geschäftsführerin bei Jung van Matt, einer der führenden Werbeagenturen in Deutschland, ein. Seit 2004 ist die 46-Jährige im Vorstand tätig. Die Wetzlarin hat Germanistik und Wirtschaft in Frankreich studiert.

Bild: © Pelzig unterhält sich vom 20.05.2010

Was an Ihrer Arbeit hat Sie heute glücklich gemacht?
Ein besonders fruchtbares Gespräch mit einem meiner Kunden.


Welche Ziele haben Sie im Leben?
Keine, die ich öffentlich machen würde, aber ganz allgemein: Zu lernen.


Welchen Beruf haben Sie sich als Kind als den aufregendsten vorgestellt?
Zoologe und Archäologe. Weil es schwierig klang, vor allem aber, weil es mit Tieren, bzw. Geheimnisvollen Welten zu tun hat.


Was dachten Sie mit 20 Jahren, was Sie heute tun würden?
Viel arbeiten, in einer dynamischen Branche. Aber in Frankreich.


Wie hat sich für Sie die Welt seitdem verändert? (seit Sie 20 waren)
Erstaunlich wenig! Die Art wie ich mich der Welt nähere ist immer noch in einem großen Maße kindlich, im Sinne von unverstellt.


Wie sind "Harte Arbeit" und "Glück/Zufall" als Grundlage Ihres Erfolges
verteilt? (prozentual)

80/20


Was gibt Ihnen am meisten Kraft bei der Arbeit?
Andere Menschen, aber natürlich auch: Wenn man eine gute Lösung erarbeitet, also inhaltlicher Erfolg.


Welches war der größte Fehler in Ihrem Berufsleben?
Manchmal zu lange ausgeharrt zu haben, zu geduldig gewesen zu sein mit Menschen.


Was bedeutet es für Sie, zu scheitern?
Scheitern kann man aus meiner Sicht nur menschlich. Wenn man auf Kosten anderer arbeitet, oder lebt.


Worauf sind Sie beruflich stolz?
Auf gute Kommunikation aus unserem Haus und auf gute junge Leute, die bei uns arbeiten. Wenn ich Ihnen zugucke, fühle ich so etwas wie Stolz


Was hat Ihnen Ihr Studium für Ihren Beruf gebracht?
Es hat mich gelehrt zu lernen und wirklich dranzubleiben. Das französische Studium war sehr schulisch, strukturiert, taff, genau das richtige vor dem Start in den Beruf


Woran können Sie verzweifeln?

An Umwegen


Wie beurteilen Sie die Hochschulen, an denen Sie studiert haben?
Siehe oben: Gut, dass ich in Frankreich studiert habe. Auch die Praxisnähe war sehr hilfreich. Deutschland ist da heute aber auch weiter.


Was vermuten Sie, wie werden Ihre Mitarbeiter sie beschreiben, wenn Sie nicht im Raum sind?
Als sehr wahrheitsgetreu.


Haben Sie Vorbilder und wenn ja, was haben Sie von diesen gelernt?
Es sind eher spezifische Handlungsweisen bestimmter Menschen, die mich beeinflusst haben. Negativ wie positiv.


Was schätzen Sie an Kollegen?
Vor allem: Offenheit und Begeisterung für unsere gemeinsame Sache. Wenn dann noch Fachwissen, Intelligenz und Humor dazukommen wird’s ein Traum.


Wie verbinden Sie Karriere und Leben miteinander?
Ich würde hier gerne "Karriere" gegen "Beruf" austauschen. Dann würde ich die Frage mit: "Die sind eins" beantworten. Karriere ist ein Drittes. Aber sie kommt, denke ich, schneller, wenn einem der Beruf auch in der so genannten "Freizeit" nicht als Fremdkörper aufstößt, sondern auch dann Freude ist.


Wo würden Sie gerne arbeiten?
Bei Jung von Matt


Wenn Sie gezwungen wären, unseren Lesern einen Rat zu geben, wie würde dieser lauten?
Ich würde Ihnen raten herauszufinden, was wirklich ihr Ding ist. Und das weiß man, wenn einem das was man tut nicht wirklich schwer fällt, wenn man sich nicht dazu überwinden muss dafür viel Lebenszeit aufzuwenden und wenn es (nach einer intensiven Lernphase) quasi natürlich von der Hand geht. Und dann: Dranbleiben und nicht über Karriere nachdenken!


Vollenden Sie bitte den Satz "Wichtiger als Karriere ist..."
...einen guten Job zu machen.

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Frage: Bei jedem sportlichen Großevent purzeln die Weltrekorde – wann ist die Grenze menschlicher Leistungsfähigkeit denn mal erreicht?Antwort: Die schnelle und einfache Antwort lautet: Vermutlich nie. Nichts spricht dafür, eine prinzipielle Grenze menschlicher Leistungsfähigkeit zu unterstellen. Das ist durchaus vergleichbar mit alten erkenntnistheoretischen Debatten: Nichts spricht dafür, eine prinzipielle Grenze menschlicher Erkenntnisfähigkeit zu unterstellen.Die umwegige und begründete Antwort könnte skizzenhaft wie folgt lauten: Sport zu treiben, ist kein bloß automatisiertes, im Prinzip kalkulierbares und insofern auch von Maschinen vollziehbares Verhalten, sondern eine kulturelle Tätigkeit. Das hat Konsequenzen in zwei Richtungen: Zum einen ist eine sportliche Leistung, insbe-sonde...



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