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21 Fragen an

Menschen des 21. Jahrhunderts:
Hans Weingartner, der Minimalist

Von der Neurochirurgie zum Film. Geht nicht? Geht doch! Den 1970 geborenen Vorarlberger Hans Weingartner zog es nach seinem Studium der Physik und der Neurowissenschaften in Wien und Berlin an die KHM in Köln. 2001 legte Weingartner, der sowohl Drehbuchautor, Produzent und Regisseur ist, mit seinem Debütfilm "Das weisse Rauschen" vor und feierte seinen endgültigen Durchbruch 2004 mit seinem globalisierungskritischen Film "Die fetten Jahre sind vorbei". Mitte November 2007 lief Weingartners Film "Free Rainer" mit Moritz Bleibtreu in den deutschen Kinos.

Was an Ihrer Arbeit hat Sie heute glücklich gemacht?
Dass ich nach London fliegen durfte, wo die Sonne schien.


Welche Ziele haben Sie im Leben?
Ich will in einem grossen Haus leben mit vielen Blumenkindern.


Welchen Beruf haben Sie sich als Kind als den aufregendsten vorgestellt?
Ladenbesitzer. Der kann den ganzen Tag Mars und Twix umsonst essen!


Was dachten Sie mit 20 Jahren, was Sie heute tun?
Ich dachte, ich würde in der Elementarteilchenforschung arbeiten. Leider war ich in Mathe zu schlecht.


Wie hat sich für Sie die Welt seitdem verändert?
Sie ist dümmer geworden. Damals gab es noch wichtigeres als Paris Hilton Arsch.


Was hat Ihre Karriere am meisten beschleunigt?
Meine Qualitäten als Liebhaber.


Wie sind „Harte Arbeit“ und „Glück/Zufall“ als Grundlage Ihres Erfolges verteilt?
1% „Harte Arbeit“, 1 % „Glück und Zufall“, 98% Instinkt.


Was gibt Ihnen am meisten Kraft bei der Arbeit?
Der Glaube daran, etwas Sinnvolles zu tun.


Welches war der größte Fehler in Ihrem Berufsleben?
Mit Turnschuhen über den roten Teppich in Cannes zu laufen.


Was bedeutet es für Sie, zu scheitern?
Kann ich mir nicht erlauben. Dann wäre ich pleite und könnte nie wieder einen Film drehen.


Worauf sind Sie beruflich stolz?
Dass wir "Free Rainer" gegen alle Widerstände gedreht haben.

Was hat Ihnen das Studium für Ihren Beruf gebracht?

Alles. Ich habe 10 Jahre studiert und bereue keine Sekunde.


Woran können Sie verzweifeln?
Der Mut zur Verzweiflung ist meine Energiequelle.


Wie beurteilen Sie die Hochschulen, an denen Sie studiert haben?
Die Uni Wien war ein überfüllter, anonymer, abweisender Schreckensbetrieb. Die KHM Köln war eine kleine Oase, ein Paradies.


Was vermuten Sie, wie werden Ihre Mitarbeiter Sie beschreiben, wenn Sie nicht im Raum sind?
Dreht der jetzt komplett durch?


Haben Sie Vorbilder und wenn ja, was haben Sie von diesen gelernt?
Yogi Mahareshi. Er hat mich mein Mantra gelehrt, durch welches ich in Sekunden entspannen kann.


Was schätzen Sie an Kollegen?
Ihren Respekt vor meinem Genie.

Wie verbinden Sie Karriere und Leben miteinander?

Ich entwickle mich vom kleinen Hosenscheißer zum alten Hosenscheißer.


Wo würden Sie gerne arbeiten?
Im weißen Haus. Ich würde die 500 Milliarden Dollar aus dem Rüstungsbudget entnehmen und für die Entwicklung einer Alternative zum Verbrennungsmotor ausgeben – und damit die Welt retten.


Wenn Sie gezwungen wären, unseren Lesern einen Rat zu geben, wie würde dieser lauten?

Geht alle miteinander ins Bett. Sexuell befriedigte Menschen bauen weniger Scheiße.


Vollenden Sie bitte den Satz „Wichtiger als Karriere ist ...“

… nicht an Karriere zu denken.

Serie: 21 Fragen

Menschen des 21. Jahrhunderts:
Sascha Lobo, der rote Blogger

21 Fragen an: Sascha Lobo

Sascha Lobo ist Autor, Blogger, Microblogger und Strategieberater mit den Schwerpunkten Internet und Markenkommunikation. Als freier Mitarbeiter engagiert er sich bei der Zentralen Intelligenz Agentur und ist verantwortlicher Redakteur des mit dem Grimme-Preis ausgezeichneten Weblogs «Riesenmaschine». Sein Debütroman “Strohfeuer” (September 2010 im Rowohlt Verlag erschienen) handelt von der Lebensgier in den Zeiten der New Economy.


Die Berufseinsteigerfrage

Wie komme ich auf den Radar von Headhuntern und anderen Arbeitgebern?

Die Berufseinsteigerfrage:

„Ich bin seit zwei Jahren als Chemiker bei einem großen Pharmaunternehmen in einer leitenden Position tätig. Ich suche eine neue Herausforderung in den nächsten zwei bis drei Jahren, möchte aber die potenziellen Arbeitgeber auf mich zukommen lassen und nicht selbst blindwütig Bewerbungen schreiben. Was halten Sie davon, sich über Fachbeiträge zu bestimmten Branchenthemen oder über die Teilnahme an Diskussionen eine gewisse öffentliche Reputation aufzubauen, die mich über das Internet leicht auffindbar machen? Oder, anders gefragt, wie bekomme ich am besten ein öffentliches Profil als Experte, um Headhunter und neue Arbeitgeber auf mich aufmerksam zu machen? Ich rede jetzt nicht von einem anbiederndem XING-Profil, sondern von etwas mit Klasse.“ Patrick S. (30), Frankfurt


Serie: Netzperlen

Diese Woche: People of Walmart

Netzperlen:

Wenn man sich in den USA amüsieren will, geht man einfach in den Walmart. Warum es dieser Discounter hierzulande einfach nicht geschafft hat und nach nur wenigen Jahren wieder das Deutschlandgeschäft beendet hat - angesichts dieser Bilder kann man nur den Kopf schütteln. Wir würden sogar Eintritt za...


Serie: Studenten fragen Professoren

Warum bekommt das Eigelb bei hartgekochten Eiern manchmal so einen unansehnlichen grünblauen Rand?

Studenten fragen Professoren: Alltagsfragen

Frage: Warum bekommt das Eigelb bei hartgekochten Eiern manchmal so einen unansehnlichen grünblauen Rand?Antwort: "Im Eigelb gibt es ein Protein namens Phosvitin, das antioxidative Eigenschaften hat. Dieses Protein hat Eisen an sich gebunden. Im Kochprozess wird im Eiklar Schwefel freigesetzt und es entsteht Schwefelwasserstoff. Im längerdauernden Kochprozess, das heißt bei höherer Temperatur, kann sich das Eisen aus dem Phosvitin herauslösen und mit dem Schwefel aus dem Eiklar zu Eisensulfid verbinden, was dann den grünblauen Rand ergibt. Diese Veränderung – übrigens auch der leichte Geruch nach Schwefelwasserstoff – wird erst beobachtet, wenn sehr lang gekocht wird und die Temperatur im Inneren des Eies hoch ist."Heutiger Experte: Humanernährungsexpertin Prof. Dr. Maria-E. Herr...