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Buch

Letzte Losung – Tantow im Ausnahmezustand

Wenn sie meinen das Repertoir der Regionalkrimis sei erschöpft, wird sie André Meier mit seinem Buch, in dem er weit über das Übliche hinausgeht, eines besseren belehren.

Xenophobie - ein weit verbreitetes Phänomen

Aufruhr in der kleinen Grenzgemeinde Tantow: Nach zwei Morden ist nun auch ein drittes Todesopfer zu verzeichnen. Die Mutmaßungen über den Täter laufen heiß – waren es die benachbarten Polen? Oder gar deren wildes Hundepack? Auch den Neulingen in der vorpommerschen Gemeinde wird nicht über den Weg getraut. Und wieso benimmt sich der alte Pfarrer neuerdings noch sonderbarer als sonst?

Einzig die Immobilienhaie auf der Jagd nach Grund und Boden für geplante Wellness-Hotel-Komplexe und Zwölfender-Jagdresorts sowie die westdeutsche Kommissarin scheinen sich über die Vorfälle heimlich zu freuen. Letztere wittert dazu einen größeren Schritt auf der vorpommersch-kurzsprossigen Karriereleiter. Doch bevor die Kommissarin zu ihrem Sensatiönchen kommt, muss sich erst noch einiges bewegen. Vor allem die eingeschworene Bürgerschaft.

Norddeutsche Telenovela als Krimi verpackt

Meiers „Letzte Losung“ ist kein „packender Krimi“, wie auf dem Schutzumschlag behauptet. Das ist jedoch nicht schlimm, denn es ist viel spannender, wie es dem Autor gelingt, die charakteristisch umfassenden, bis in DDR-Geschichte ragenden, multiperspektivischen und generationenübergreifenden Spezifika eines regionalen Menschenschlags, ja quasi eines Milieus, zu porträtieren.

André Meier stellt kriminelle Machenschaften wie Mord, Menschenhandel oder Prostitution derart feinfühlig kühl und mit nebensächlicher Plötzlichkeit dar, dass man meinen könnte, man lese Zeitung: Die verknappende Art des Autors spiegelt die der Pommern verbal gut wider. Und sie ermöglicht eine latente Personifizierung mit dem Geschehen. Wie in einer norddeutschen Telenovela.

Generationenkonflikte, Vorurteile, drei Tote in der Kleinstadt und ein Hauch von Geschichte – Meier gelingt es aus dieser bunten Mischung ein geschmackvolles Gesamtkunstwerk zu formen.

(Franziska Harnisch, academicworld-Userin)

 

320 Seiten

Rowohlt Verlag Berlin

19,95 Euro

 

 

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Frage: Welches Tier, abgesehen von Bakterien oder Viren, tötet weltweit die meisten Menschen?Antwort: "Ausdrücklich wurden vom Fragesteller ja nur Viren und Bakterien ausgeschlossen und nicht Einzeller. Nimmt man diese in das Spektrum auf, dann ist eindeutig der Erreger der Malaria, Variante Tropica (Plasmodium falciparum), der größte Killer und einige Arten der Anopheles-Mücke als Vektoren die wichtigsten 'Vermittler' der weit über eine Million Todesfälle pro Jahr.Nimmt man den Menschen als eine Spezies wie jede andere, was wir ja gemeinhin nicht tun – sondern uns als Krone der Schöpfung betrachtend vom riesigen Rest der Evolutionsprodukte gern weit absetzen – dann ist ganz klar, dass der Mensch für den Menschen wohl schon bis in lang vergangene Zeiten der größte Killer war und nach ...