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Fernweh

La Réunion: Studieren auf der Insel

Marius Bräunig, 25, studiert B.A. Tourism & Event Management mit Schwerpunkt Luftverkehr und Marketing an der International School of Management (ISM) in München. Sein Auslandssemester verbrachte er auf der Insel La Réunion - und hier sind seine Erfahrungen.

Mein Studium

Die Université de La Réunion liegt in St. Denis, der Hauptstadt der kleinen Insel im Pazifik. Mit fast 14.000 Studenten zählt die Uni zu einer der Größten Frankreichs. Das Studentenbild ist sehr international: Die meisten Studenten kommen aus der „métropole“ (so nennt man auf der Insel Kontinentalfrankreich), aus Madagaskar oder den umliegenden Inseln.

Bereits zu Beginn meines Auslandssemesters wurde ich sehr herzlich von meinen Kommilitonen und Dozenten begrüßt. Unter den rund 35 Studenten in meiner Vorlesungsgruppe war ich der einzige Erasmusstudent. Neben den Hauptkursen im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften belegte ich weitere an der Fakultät für Sprachen. Alle meine Veranstaltungen wurden in französischer Sprache gehalten. Neben Hausarbeiten und mündlichen Präsentationen, musste ich überall eine Prüfung absolvieren.

Wirklich bemerkenswert ist die Herzlichkeit der Kommilitonen. Sie hat mir sehr geholfen. In der toleranten und vertrauten Gemeinschaft habe ich mich gleich wohlgefühlt. Es war schön zu sehen, dass hier Materialismus oder ein höherer Bildungsstand nicht im Vordergrund stehen, sondern die Freude am Studieren und Lernen.


Surfen. Endlich auch mal analog.

Mein Leben

Auf La Réunion muss man anpassungsfähig sein, da die Kriminalitätsrate hoch ist. Auch muss einem bewusst sein, dass man angesichts der wenigen hellhäutigen Menschen auf der Insel auffällt.  

Die Inselbewohner sind ein herzliches Volk. Sie leben nach ihrer kreolischen Tradition und legen besonders viel Wert auf gutes Essen und einheimische Musik. An das Essen, meist scharfe Gerichte mit viel Fleisch, habe ich mich schnell gewöhnt.

Ich habe direkt auf dem Campus der Universität gewohnt und mich in den sauberen und schönen Zimmern sehr wohlgefühlt. Ein großes Plus der Insel ist der Freizeitfaktor: Ob surfen, segeln oder wandern – La Réunion bietet viel für sportlich Aktive.
Aufgrund der hohen Lebensmittelpreise habe ich immer versucht einheimische Produkte auf den Märkten zu kaufen. Die Atmosphäre und die Vielzahl an verschiedenen Obst- und Gemüsesorten ist einmalig!

Gemeinsam mit anderen Erasmusstudenten habe ich mir ein Auto gekauft, das die Fortbewegung auf der Insel erleichtert hat. Es gibt zwar ein gut ausgebautes Bussystem, jedoch fahren Busse am Abend selten und das Zentrum wirkt schnell wie ausgestorben. Dafür bieten die Nachbarinseln Mauritius und Madagaskar viele Möglichkeiten um Abenteuer zu erleben.

Mein Fazit

Ich habe meine Zeit auf La Réunion sehr genossen und meine Einstellung zu fremden Kulturen verändert. Im Team mit Menschen aus anderen Nationen zu arbeiten, ist eine Erfahrung, die für eine erfolgreiche berufliche Zukunft sehr wichtig ist. Insbesondere unter diesem Aspekt hat mich meine Zeit dort enorm gestärkt.

Mein Semester auf der kleinen Insel im  Indischen Ozean war sehr  erlebnisreich und hat mir geholfen, einen Praktikumsplatz bei einem  renommierten Unternehmen der Luftfahrtbranche in   Toulouse zu  bekommen. In diesem Bereich sehe ich auch meine berufliche Zukunft.




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„Ich bin seit zwei Jahren als Chemiker bei einem großen Pharmaunternehmen in einer leitenden Position tätig. Ich suche eine neue Herausforderung in den nächsten zwei bis drei Jahren, möchte aber die potenziellen Arbeitgeber auf mich zukommen lassen und nicht selbst blindwütig Bewerbungen schreiben. Was halten Sie davon, sich über Fachbeiträge zu bestimmten Branchenthemen oder über die Teilnahme an Diskussionen eine gewisse öffentliche Reputation aufzubauen, die mich über das Internet leicht auffindbar machen? Oder, anders gefragt, wie bekomme ich am besten ein öffentliches Profil als Experte, um Headhunter und neue Arbeitgeber auf mich aufmerksam zu machen? Ich rede jetzt nicht von einem anbiederndem XING-Profil, sondern von etwas mit Klasse.“ Patrick S. (30), Frankfurt


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