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KARRIERE

Karriere im Bankensektor: Wie wichtig ist der erste Arbeitgeber?

Maike S. (24) aus Hamburg schreibt uns: „Ich möchte gerne später einmal im internationalen Bankengeschäft tätig sein, um möglichst viel Geld zu verdienen. Ich habe mich nach dem Studium bei mehreren Banken beworben und nun eine Zusage von einer Genossenschaftsbank erhalten. Meine Freunde raten mir aber davon ab, dort anzufangen, weil sie meinen, dass nur bei den Privatbanken das große Gehalt zu erwarten ist. Stimmt das? Welche Karriereperspektiven kann ich bei einer Genossenschaftsbank maximal erwarten? Und wie entscheidend ist der erste Arbeitgeber für den späteren beruflichen Weg?“

Die Personalexpertin im Finanzbereich Julia
Heske antwortet auf diese Fragen:


„Das sind Fragen, die sich sehr viele Berufseinsteiger vor der Zusage zu einem Angebot ihres ersten Arbeitgebers stellen.

Generell ist es so, dass in Banken die Einstiegsgehälter nach dem Studium zwar voneinander abweichen können, in der Mehrheit der Fälle sind die Unterschiede aber nicht wesentlich.

Wie in allen Branchen gilt auch im Bankbereich, dass es renommierte Unternehmen gibt, bei denen ein Einstieg vermeintlich interessanter und mit mehr Prestige besetzt ist. Diese Unternehmen bilden natürlich nur einen kleinen Teil der Arbeitgeber im Bankbereich ab. Zudem ist auch der Einstieg bei einem solchen Unternehmen kein Garant für den späteren beruflichen Erfolg. Wie in allen Banken haben Sie auch in Genossenschaftsbanken die Möglichkeit, in attraktiven Positionen tätig zu werden, die Ihnen ein gutes, wettbewerbsfähiges Gehalt sichern und Ihren Weg für eine erfolgreiche berufliche Zukunft mit Karrieremöglichkeiten innerhalb der Genossenschaftsbank oder auch bei anderen Unternehmen eröffnen.

Julia Heske für academicworld.net

Julia Heske ist Manager Human Resources bei Bankpower GmbH und verantwortlich für die Rekrutierung, Weiterbildung und das Coaching der Stammmitarbeiter deutschlandweit.

In der heutigen Zeit hat sich die Struktur einer klassischen Karriere im Verhältnis zu der vor 20 Jahren stark gewandelt. Früher hat man in der Regel nach Studium oder Ausbildung bei einem Unternehmen angefangen zu arbeiten und ist diesem bis ins Rentenalter treu geblieben. Heute liegt die Dauer der Beschäftigung bei einem Arbeitgeber bei durchschnittlich sieben bis zehn Jahren. Mehrere Wechsel des Arbeitgebers in einem Lebenslauf sind die Regel.

Somit bieten sich vielfältigere Chancen für eine Karriere, da man – sollten sich innerhalb des eigenen Unternehmens keine Aufstiegsmöglichkeiten bieten – Herausforderungen in anderen Unternehmen suchen und so im Laufe des Berufslebens seine Karriere gezielt vorantreiben kann.

Abschließend ist noch zu empfehlen, die Wahl des Arbeitgebers nicht allein von der Höhe der Vergütung abhängig zu machen. Ein überdurchschnittliches Gehalt erscheint zwar im ersten Moment sehr verlockend, ist aber gerade am Anfang des Berufslebens sicherlich nicht das beste Kriterium für diese wegweisende Entscheidung. Vielmehr spielen auch Arbeitsplatzsicherheit, Weiterbildungsmöglichkeiten, ein gutes Arbeitsklima und Work-Life-Balance eine wichtige Rolle. Schließlich wirken sich diese Faktoren entscheidend auf die Zufriedenheit mit dem Job aus und wenn Sie sich wohl fühlen, können Sie bessere Leistungen erbringen und sich dadurch Karriereperspektiven eröffnen. Auch die Möglichkeit, eigenständig zu arbeiten und früh Verantwortung zu übernehmen, kann die Karriere fördern. Diese Möglichkeit werden Sie bei kleineren Geldinstituten oder Genossenschaftsbanken sehr häufig finden.“ 

Fragen zum Berufseinstieg? Die Redaktion von academicworld hilft. Bitte die Frage per E-Mail an redaktion@high-potential.com richten und deutlich machen, ob sie auch im Magazin beantwortet werden darf oder nur persönlich.




Die Berufseinsteigerfrage

Gefühlschaos: Fernbeziehung, Karriere, Kinderwunsch

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"Mein Freund und ich leben seit fünf Jahren glücklich zusammen. Nun hat uns der Berufseinstieg in verschiedene Städte verschlagen, sodass wir uns nur am Wochenende sehen. Wir merken beide, dass dies für die Beziehung eine Belastung ist, da wir beide das Wochenende in erster Linie zur Erholung benötigen. Beiden ist klar, dass wir wieder an einem Ort leben wollen. Beide sind wir in unseren jeweiligen Jobs zufrieden, so dass jeder vom anderen erwartet, sich zu verändern. Ich argumentiere so, dass ich den anspruchsvolleren Job mit einem höheren Verdienst habe und dieser auch nicht mehr so leicht zu finden ist. Er sagt, dass bei einer beabsichtigen Familiengründung mein Karrierevorsprung sowieso nicht mehr ins Gewicht falle, da es dann auf ihn ankomme. Ich aber möchte nach einer Elternzeit wieder arbeiten. Was raten Sie uns?", fragt Anja F. (31) aus Düsseldorf.


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