Juno ist 16, schlagfertig und schwanger

- © 20th Century Fox
Die 16jährige Juno ist so gar nicht wie ihre Schulkameradinnen. Mainstream ist nichts für sie. Und jetzt ist sie auch noch schwanger. Der Vater ist der "männlichste" aller Typen: Bleeker. Juno macht sich auf, eine Pflegefamilie für ihr ungeborenes Kind zu suchen.
Juno MacGuff (Ellen Page) ist ein selbstbewusster, offenherziger Teenager, der sich mit seiner lässigen, unkomplizierten Einstellung durch ein neunmonatiges Abenteuer ins Erwachsenenleben kämpft. Clever und einzigartig wie sie ist, tanzt sie auf der High School niemandem nach der Pfeife. Doch unter dieser rauen, ironischen Schale verbirgt sich eine Jugendliche auf der Suche nach dem richtigen Weg.
Die meisten Mädchen auf der Dancing Elk High kümmern sich eher um ihre MySpace-Homepages oder den täglichen Shopping-Ausflug, aber Juno lebt nach eigenen Regeln. Ein typisch langweiliger Nachmittag endet dann doch noch sehr aufregend, als Juno beschließt, mit dem charmanten, unaufdringlichen Bleeker (Michael Cera) zu schlafen.
Ungewollt schwanger
Was aus diesem Abenteuer sich entwickeln soll, hatte sich die Teenagerin nicht vorgestellt. Juno wird schwanger und brütet gemeinsam mit ihrer besten Freundin Leah (Olivia Thirlby) einen Plan aus, um ein perfektes Elternpaar für das ungeborene Baby zu finden. Denn eines steht fest: Das Kind will und kann Juno nicht behalten. Trotz aller unerwarteter Entwicklungen fühlt sich die 16jährige noch nicht reif genug, Mutter zu sein.
Zum Glück wird Juno bei alldem von ihrem Vater (J.K. Simmons) und ihrer Stiefmutter (Allison Janney) unterstützt. Nach dem ersten Schock, dass Juno sich mit dem ach so "männlichen" Bleeker eingelassen hat, halten die beiden zu ihrer Tochter. Auch wenn der Vater nicht gedacht hätte, dass der stets gesund lebende Bleeker "so etwas drauf hat."
Auf der Suche nach Pflegeeltern
Juno findet mit Mark (Jason Bateman) und Vanessa Loring (Jennifer Garner), ein wohlhabendes Pärchen aus der Vorstadt, dessen größter Wunsch ein Kind ist. Sie ist überzeugt die perfekten Eltern für ihr Baby gefunden zu haben, bis sie erkennt, dass 30-jährige Spießer nicht unbedingt erwachsen sind.

Intelligent, witzig und bewegend
Juno ist eine absolut erfrischende Komödie, die so gar nicht in das typische Hollywood-Muster verfällt. Die Protagonisten sind nicht perfekt - weder äußerlich noch in ihrer Entwicklung - und die Geschichte entwickelt sich nicht wie das Gros der anderen Teenie-High School Filme. Juno besticht vor allem durch die phantastischen Dialoge, die dem Zuschauer jederzeit zum Lachen bringen. Und noch im selben Moment kann dieses Lachen durch die Gefühle verdrängt werden, die dieser Film zeigt.
Juno gewann den Oscar für das beste Drehbuch - und das absolut zu Recht. Der Film zeigt, mit welchen Schwierigkeiten eine 16jährige kämpfen muss, die ungewollt schwanger wird. Das in diesem Alter übliche Gefühlschaos bleibt auch ihr nicht erspart und stürzt die werdende Mutter nur noch mehr in Zweifel und Unsicherheit. Juno ist ein unglaublich intelligenter, witziger Film, der eine unter Teenagern nicht unübliche Geschichte erzählt und dabei - abgesehen von den perfekten Dialogen - von der Liebenswürdigkeit seiner Schauspieler lebt. Absolut empfehlenswert!


























