
- Iron Sky - 5. April im Kino
Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges, als sich die Niederlage des Deutschen Reiches bereits abzeichnete, flohen einige der führenden Nazis mit Hilfe von Raumschiffen auf die dunkle Seite des Mondes. Hier errichteten sie ihr neues Quartier und bereiten sich seitdem auf die Übernahme der Weltherrschaft vor.
Um ihre Wiederwahl zu sichern schickt die amerikanische Präsidentin (Stephanie Paul) eine Mission zu Mond. Um dem Slogan "Black to the Moon" mehr Wirkkraft zu verleihen, wird das schwarze Model James Washington (Christopher Kirby), einem Astronauten zur Seite gestellt. Beim ersten Mondspaziergang erleben die beiden jedoch eine böse Überraschung. Sie entdecken das Nazi-Mond-Hauptquartier in Form eines riesigen Hakenkreuzes. Der erfahrene Astronaut wird jedoch sogleich von einer fiesen Naziwache abgemurkst und Washington wird in das Hauptquartier gebracht.
Hier auf dem Mond hat der neue Führer ("Heil Korztfleisch") Wolfgang Korztfleisch (Udo Kier) das Kommando. Jedoch ist er nicht unumstritten, denn der sehr ambitionierte Nachrichtenübermittlungsoberführer Klaus Adler (Götz Otto) strebt nach der absoluten Macht. Mit seiner angedachten Frau, der Lehrerin Renate Richter (Julia Dietze), will er der Herrscher der Welt werden. Mit Hilfe der ultimativen Superwaffe, der von Renates Vater, dem durchgeknallten Doktor Richter (Tilo Prückner), entwickelten "Götterdämmerung", will er die Menschheit hinwegbomben.
Nun beginnt der sinnlose Kampf zwischen Gut und Böse.
Ein Film von und für die Community
Regisseur Timo Vuorensola hatte bereits bei seinem Film "Star Wrecks" erste Erfahrungen mit Open Source und Crowd-Funding gesammelt. Dieses Vorwissen nutze er bei der Produktion von "Iron Sky". So konnte er durch die enge Anbindung einer Fangemeinde 10% der Produktionskosten bei privaten Geldgebern einsammeln, dafür beteiligte er die Spender an den zu erwartenden Gewinnen des Films. Zusätzlich bot er Einblicke in die Produktion und hatte ein offenes Ohr für Vorschläge aus der Community. Darüber hinaus konnte er durch die emotionale Bindung der Fans an den Film, viele von ihnen als Statisten gewinnen und so weiteres Geld in der Produktion einsparen.
Es ist eine Komödie
Der Streifen ist eine, nennen wir es schwarze Komödie. Hier gibt es keine lehrplanrelevanten Aha-Erlebnisse, sondern platte Naziwitze. Wem das gefällt, ist hier genau richtig. Der Film ist weder anspruchsvoll noch spannend. Trotzdem kann man sich "Iron Sky" mit ein, zwei Promille genüsslich ansehen und wird überraschenderweise doch köstlich unterhalten.
Einziger Wermutstropfen ist die fehlende comiceske, grenzenlose und ausufernde Gewalt. Die FSK ist noch nicht entschieden, aber die Macher wollten den Film wohl einem größeren Publikum zugänglich machen, was ziemlich sinnlos ist, denn über Naziwitze sollte man eh erst ab einem gewissen Alter lachen.
David Santin academicworld.net






























