Drucken
Karriereperspektiven

Informatik mit Kommunikationsgeschick

Jeder erwartet heutzutage, von überall aus arbeiten zu können. Mit zunehmender Digitalisierung und Mobilität müssen Versicherungen, Banken oder Behörden in ihren IT-Services optimiert werden, um den Ansprüchen ihrer Kunden und Mitarbeiter gerecht zu werden.

 

 

Bild: sepago
Bild: sepago

Eine komplexe Aufgabe, die Unternehmen intern kaum noch bewältigen können. Deshalb wenden sich diese oft an IT-Beratungsfirmen wie sepago. Seit 2002 bietet das Unternehmen IT-Beratung in automatisierter Anwendungsbereitstellung, Virtualisierung und Cloud Computing an. Wir sprachen mit Mathias Wingbermühlen und Robert Rasp über aktuelle Projekte.

Herr Wingbermühlen, schildern Sie doch mal Ihren Weg vom Studienabsolventen bis hin zum eigenen Projekt als IT-Consultant bei sepago.
Ich weiß noch, dass ich letztes Jahr an Rosenmontag in Köln angekommen bin und am Dienstag gleich meinen ersten Arbeitstag bei sepago hatte. Damals habe ich als Trainee im Himmelsstümer-Programm angefangen. Nach dem Studium musste ich mich ja erst wieder in die Informatik einfinden und da war das Himmelsstürmer-Programm genau das Richtige für mich. „Himmelsstürmer“ ist ein Jahr Vorbereitung auf den Consultant-Beruf, in dem man die Grundlagen der IT verinnerlicht. Nebenbei gibt es auch Workshops zur Beratung der Kunden, zum Beispiel zur Kommunikation und zur Präsentation. Neben den Grundlagen macht man während der Zeit bei den Himmelsstürmern auch die Zertifizierungen in Microsoft oder Citrix - eben das, was man dann später auch machen will. Meine erste Zertifizierung war zum MCSE (Anm. d. Red.: Microsoft Certified Solutions Expert). Ich habe mich aber später zusammen mit meinen Vorgesetzten für die Spezialisierung auf Citrix entschieden, wo ich dann im August diesen Jahres auch noch weitere Zertifizierungen gemacht habe. Der Übergang zum IT-Junior-Consultant und zum ersten Projekt ist dann fließend. 

Was für ein Projekt betreuen Sie aktuell, Herr Wingbermühlen?
Es ist weniger ein Projekt als eine Koordinierungsstelle als Betriebsunterstützer. Ich bin gerade bei einem Kunden, wo ich den Produktevaluierungsprozess koordiniere. In dem Prozess geht es darum, Anwendungen, die das Unternehmen verwenden möchte, auf Kompatibilität mit der vorhandenen Infrastruktur des Unternehmens zu prüfen und anschließend ein MSI-Paket zu erstellen. Dieses Paket kann dann in einem nachgelagerten Prozess an die gewünschten Clients verteilt und automatisiert installiert werden.

Herr Rasp, schildern Sie uns doch mal, was sich hinter Ihrem aktuellen Projekt so verbirgt.
Aktuell arbeite ich mit einem Architektenbüro zusammen. Dort erledigt bisher eine interne IT-Infrastruktur alle Serverdienste. Das Ziel des Projektes ist es nun, Dienste in die Azure Cloud von Microsoft auszulagern. Dadurch wird mehr Flexibilität in Bezug auf Leistung und Kapazität, sowie eine höhere Verfügbarkeit erreicht.

Und wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?
Wingbermühlen: So lange ich beim Kunden bin, habe ich dort den Alltag des „normalen“ Mitarbeiters. Ich beantworte E-Mails und gehe nach den laufenden Prozessen nach Hause. Ich arbeite dort mit vielen verschiedenen Abteilungen zusammen und lerne so das Arbeiten in Konzernen kennen. Das Spannende daran ist, dass nach diesem Auftrag wieder ganz andere Aufgaben auf mich warten und das eben nicht ortsgebunden. Ich bin da, wo der Kunde ist. Abends lese ich mich dann oft noch in neue Produkte ein oder teste diese in meinen Laborumgebungen, um weitere Zertifizierungen machen zu können. Das geschieht meist aus Eigeninteresse und geht auch gut mit einem Feierabendbier nebenher.
Rasp: Aktuell arbeite ich sehr viel von zu Hause. Das ist aber nicht der Standard. Meist heißt IT-Consultant zu sein eben auch mit der entsprechenden Kleidung – bei mir bedeutet das mit Anzug, aber zum Glück ohne Krawatte – zum Kunden zu fahren. Dort erledige ich oft auch reine Beratungstätigkeiten. Manche Projekte dauern nur wenige Tage. Manche auch mal mehrere Monate, aber am Wochenende ist man eigentlich immer zu Hause. Sollte es im Projekt mal komplexe Herausforderungen geben, sind alle Kollegen über Skype und E-Mail vernetzt und wir suchen gemeinsam nach einer Lösung.

Wie wurden Sie denn für dieses Projekt ausgewählt, Herr Rasp?
Wir haben verschiedene Spezialisten für verschiedene Technologien. Azure ist eines meiner Spezialthemen. Sepago ist spezialisiert auf Microsoft und Citrix Technologien. In der IT gibt es so viele Produkte, dass keiner alle in einer  exzellenten Tiefe abdecken kann. Jeder Consultant hat ein gutes Grundwissen in Citrix und Microsoft. Dann spezialisiert sich jeder Consultant aber auf bestimmte Technologien und Anwendungen. Bei mir sind das Microsoft Active Directory, Exchange und natürlich Azure.

Haben Sie eine Empfehlung für Absolventen, die überlegen, in die IT-Beratung zu gehen?
Wingbermühlen: In dem Job sollte man schon eine gewisse technische Affinität und Kommunikationsfähigkeit mitbringen. Meine Empfehlung ist: Wenn ihr Leidenschaft für Informationstechnik und gleichzeitig Interesse an der Arbeit mit Kunden habt, könnte dieser Beruf der richtige sein. Und was auch wichtig ist: Als IT-Consultant bei sepago sollte man Lust auf Informationstechnik und auf Weiterbildung haben, denn die IT bleibt niemals stehen.

Wenn Sie heute noch einmal wählen könnten, würden Sie dann wieder IT-Consultant und das auch wieder bei sepago werden?
Rasp: Ja sofort. Dieses Mal würde ich keinen Umweg gehen. Ich bin Elektroniktechniker und habe dann mein Hobby zum Beruf gemacht. Hier darf ich genau das machen, was mir Spaß macht. Ich bin jetzt schon ein Jahr bei sepago und würde sofort wieder dort anfangen. Auch weil das Miteinander so angenehm, fast familiär, ist. Außerdem sind die Themen, die ich mache, genau mein Ding. Typischerweise kann sich bei uns jeder das aussuchen, was ihm Spaß macht und was er gut kann.

Mehr Informationen zu sepago und offenen Stellenausschreibungen findet ihr unter www.sepago.de. 





Die Berufseinsteigerfrage

Ist spezielle Frauenförderung eigentlich gerecht?

Die Berufseinsteigerfrage:

Stefan T. (27) aus Frankfurt am Main. schreibt uns: “Ich arbeite in einer Unternehmensberatung als Junior Berater. Mir und meinen männlichen Kollegen fällt deutlich auf, dass die weiblichen Beraterinnen von den Vorgesetzten klar bevorzugt werden. Neulich hat ein Partner dies offen damit begründet, dass es für die Firma viel schwieriger sei, Beraterinnen zu gewinnen und vor allem zu halten als männliche Berater und man von daher auch zu mehr Zugeständnissen bereit sei. Für die Kolleginnen gibt es beispielsweise spezielle Rhetorikschulungen, an denen Männer nicht teilnehmen dürfen. Ich finde dieses Vorgehen nicht in Ordnung. Meine Kollegen raten mir aber von einer Beschwerde ab, da ich sonst schnell als Mimose oder Querulant dastehen würde. Muss man als Mann eine solche Zurücksetzung einfach runterschlucken, weil Frauen es lange schwerer im Beruf hatten?"


Serie: Netzperlen

Diese Woche: Notes of Berlin

Netzperlen:

In Berlin kommt alles zusammen: Verrückt- und Verruchtheit, Offenheit und Spießertum, Liebe und Hass - im deutschen Mekka für Kreative und Individualisten gibt es viel zu entdecken. Was für skurrile, poetische oder humorvolle Zettelchen und Botschaften überall in der Stadt versteckt sind, zeigt uns ...


Serie: Studenten fragen Professoren

Warum ist der Weltraum eigentlich schwarz?

Studenten fragen Professoren: Alltagsfragen

Frage: Warum ist der Weltraum eigentlich schwarz?Antwort: "Hinter dieser scheinbar einfachen Frage, die ein Kind stellen könnte, verbirgt sich das so genannte Olberssche Paradoxon, benannt nach dem Arzt und Amateurastronomen Wilhelm Olbers (1758 - 1840). Er stellte sich die Frage, warum der Nachthimmel eigentlich dunkel ist, wenn doch das unendlich große Universum angefüllt ist mit Abertausenden kosmischen Lichtquellen. Denn wenn hinter einer Lichtquelle eine weitere auftritt und daneben noch eine und so weiter, müsste der Nachthimmel doch eigentlich gleißend hell sein – zumindest aber nicht schwarz, so wie wir es beobachten. Der Strahlungsstrom einer Quelle am Himmel nimmt mit dem Entfernungsquadrat ab; allerdings nimmt ebenso die Zahl der Sterne (bei vorausgesetztem unendlichen, hom...