Drucken
Historische Romane

Im Kleid mit Pfeil und Bogen

Im Roman "Die Bogenschützin" geht es um das Schicksal einer jungen Frau, die außerhalb gesellschaftlicher Konventionen aufgewachsen ist und ihren ganz persönlichen Weg zum Glück finden muss.

Spätestens seit Xena ist klar: Pfeil und Bogen sind keine reine Männersache! Bild: Maren Beßler_pixelio.de

Das Buch handelt von Hedwig, die als kleines Mädchen alleine in den Wald fliehen muss und dort von dem abtrünnigen Adligen Richard von Restorf aufgezogen wird. Er lernt sie das Bogenschießen sowie etliche Fähigkeiten, um im Wald überleben zu können. Als Richard stirbt, macht sie sich auf die Suche nach dessen Sohn, um ihm das Vermächtnis seines Vaters zu überreichen. Auf diesem Weg erlebt Hedwig viele Gefahren und lernt die wahre Welt kennen. Doch kann Hedwig auch noch ihr persönliches Glück finden?

Gute Unterhaltung trotz vieler Politik

Das Buch hat mich gut unterhalten. Es ist abwechslungsreich und spannend geschrieben. Manche Sprach- und Satzformulierungen sind sehr altertümlich, was mich teilweise irritiert hat. Außerdem ging es sehr viel um politische Belange, was auch immer sehr ausführlich behandelt wurde. Das Persönliche kam an einigen Enden einfach zu kurz.

Eine Frau kämpft um Anerkennung

Hedwig wird als Frau dargestellt, die eine andere Erziehung genossen hat als es zu der damaligen Zeit üblich war. Sie versucht dies mit in das weltliche Leben zu integrieren, jedoch muss sie immer wieder feststellen, dass sie damit an vielen Ecken anstößt, da die Rolle einer Frau damals eine andere war. Es ist schön zu lesen wie Hedwig versucht sich durchzusetzen und nicht verbiegen zu lassen. Es ist der Autorin gelungen, dies sehr eindrucksvoll darzustellen. 

Fazit: Alles in allem fand ich das Buch gut gelungen. Wer historische Romane liebt, sollte auch zu diesem Buch greifen. Wer jedoch eine Liebesgeschichte erwartet wird nur kurzzeitig auf seine Kosten kommen.

Marion Hennecke, academicworld-userin 


Martha Sophie Marcus. Die Bogenschützin.
Goldmann Verlag. 9,99 Euro.







Die Berufseinsteigerfrage

Welche Aussagekraft haben Arbeitgeber-Rankings?

Die Berufseinsteigerfrage:

Kim Reinersdorf, Biologiestudentin aus Berlin, fragt: “Auf der Suche nach dem ersten Arbeitgeber trifft man immer wieder auf Rankings, welche die Güte von Arbeitgebern messen. Ein populäres ist die Erhebung des Berliner Trendence-Instituts, das nur Studierende befragt. Können diese aber überhaupt eine Aussage über einen Arbeitgeber machen, bei dem sie noch keine wirkliche Berufserfahrung sammeln konnten? Nehmen Personalexperten solche Studien ernst und kann man sich als Berufseinsteiger wirklich an der Trendence-Studie orientieren, um die Qualität eines Arbeitgebers abzulesen?”


Serie: Netzperlen

Diese Woche: Notes of Berlin

Netzperlen:

In Berlin kommt alles zusammen: Verrückt- und Verruchtheit, Offenheit und Spießertum, Liebe und Hass - im deutschen Mekka für Kreative und Individualisten gibt es viel zu entdecken. Was für skurrile, poetische oder humorvolle Zettelchen und Botschaften überall in der Stadt versteckt sind, zeigt uns ...


Serie: Studenten fragen Professoren

Was machen eigentlich verschleppte Ameisen?

Studenten fragen Professoren: Alltagsrätsel

Ameisennapping. Man kennt das: Du liegst irgendwo im lauschigen Grünen beim Picknick und später zuhause merkst du, dass du einen blinden Ameisenpassagier nach Hause mitgenommen hast.