Drucken
TV/DVD/Game

"If you think this has a happy ending, you haven't been paying attention."

Von der Vorstellung, dass die Guten am Ende immer Siegen, sollten sich die meisten Fans der HBO-Erfolgsserie „Game of Thrones“ in Staffel 3 längst verabschiedet. Doch Nummer 3 ist nicht umsonst die Staffel, die Daniel Weiss und David Benioff – die Serienmacher – von Anfang an unbedingt auf die Fernsehschirme der Welt bringen wollten. Seit 31. März nun endlich auch in Deutschland auf Blu-ray™ und DVD.

"If you think this has a happy ending, you haven't been paying attention."
On the Road again - den Großteil der Staffel verbringen die Charaktere unterwegs. Alle Bilder: © Home Box Office (HBO)

Nach der Schlacht ist vor der Schlacht

Die Schlacht von Blackwater Bay (deutsche Version: Schwarzwasserbucht) hat die Karten neu gemischt. In der Hauptstadt haben die Lannisters ihre Herrschaft gefestigt, Stannis Baratheon hat sich unter schweren Verlusten zurückziehen müssen. Tyrion Lannister (Peter Dinklage) hat dabei aber nicht nur äußerlich eine Wunder davon getragen, denn nachdem Tywin (Charles Dance), der Patriarch der Sippschaft, nun am Hofe weilt und seinen Platz als Hand des Königs angetreten hat, sind die Zeiten als großer Spieler im „Game of Thrones“ erst einmal vorbei.

Er ist aber beileibe nicht der einzige, den glorreiche Siege nicht weiterbringen. Robb Stark (Richard Madden) hat jede Schlacht gewonnen, aber – erst recht nachdem gebrochenen Heiratsversprechen an Walder Frey – den Krieg scheint er zu verlieren. Immer mehr Getreue kehren ihm den Rücken und auch aus der Familie gibt es kaum gute Nachrichten: sein Großvater, der Lord von Riverrun (dt. Schnellwasser) ist tot, seine jüngeren Brüder Bran (Isaac Hempstead Wright) und Rickon sowie Schwester Arya (Maisie Williams) sind vermisst, er muss sie für tot halten, Sansa (Sophie Turner) wird von den Lannisters in King‘s Landing (dt. Königsmund) gefangen gehalten und um sie zu befreien, hat seine Mutter Catelyn (Michelle Fairley) den gefangenen Jaime Lannister (Nikolaj Coster-Waldau) – wichtigstes Unterpfand gegen dessen Familie befreit.

Rastlose Suchende und gefährliche Bündnisse

Was Robb nicht wissen kann: Seine Geschwister sind am Leben, müssen sich aber mit neuen Freunden und Feinden auf gefährlichen Wegen herumschlagen. Es sind gefährliche Zeiten. Auch auf Halbbruder John (Kit Harington) lauern viele Gefahren und Versuchungen, seit er sich zur Tarnung den Wildlingen um Ygritte (Rose Leslie) und Mance Rayder (Ciarán Hinds), den König jenseits der Mauer, angeschlossen hat. Denn die wollen die Mauer im Sturm nehmen, jetzt wo sie schwach besetzt ist. Schließlich sind Johns Kollegen von der Nachtwache gerade jenseits der Mauer unterwegs – und dank der geheimnisvollen Weißen Wanderer auch noch stark dezimiert.

Größer wird dafür jenseits des Meeres die Gefolgschaft von Daenerys Targaryen (Emilia Clarke). Nachdem sie im Finale von Staffel 2 erstmals aus dem Besitz ihrer Drachen wirklich Nutzen ziehen konnte, befindet sie sich nun auf einem Kreuzzug, die Sklaven von Slaver‘s Bay zu befreien, die ihr mit Begeisterung folgen. Und auch aus Westeros erhält sie unerwartet wertvolle Unterstützung. 

"If you think this has a happy ending, you haven't been paying attention."
Die besten Sprüche bekommt immer noch Tyrion.

Hier werden nicht nur Figuren gefesselt

Mehr Blut, Sex und Gewalt, noch eindrucksvoller Szenerien und ein paar echt heftige Schock-Momente: Staffel 3 nimmt alles, was die Fans an „Game of Thrones“ lieben und setzt nochmal ordentlich einen drauf. Die gewohnt vielen und vielschichtigen Figuren verheddern sich weiter im komplexen Intrigenspiel und das Auge weidet sich an grandioser Ausstattung und hervorragenden Darstellern – bis in die kleinste Nebenrolle. Ein, zwei Folgen braucht es auch diesmal, bis die Serie so richtig Fahrt aufnimmt, danach ist abschalten kaum mehr möglich und wenn der ein oder andere Verlust an Leib und Leben wirklich kalt lässt ... der muss mit König Joffrey (Jack Gleeson) verwandt sein.

Die Helden und Schurken aus Westeros ziehen sie alle in den Bann: Fantasy-Fans und -Feinde, Seriensüchtige und -skeptiker, Männer, Frauen … wen hier die Serien-Sucht nicht packt, der hat entweder noch gar nicht eingeschaltet, oder nebenher geguckt. Denn eins muss klar sein: Bügelfernsehen ist das hier nicht. Um all den komplizierten Handlungssträngen und komplexen Figuren folgen zu können, braucht es volle Aufmerksamkeit. Und am besten auch noch eine Karte und mindestens einen detaillierten Stammbaum der wichtigsten Familien.

Besser kann man Fernsehen eigentlich nicht mehr machen. Aber weil sich dieser Gedanke ja auch schon bei den ersten beiden Staffeln einstellte, ist es gut möglich, dass sich Weiss und Benioff weiter steigern. Der einzige Haken an der Sache? Zehn Folgen sind einfach viel zu schnell vorbei und wenn man die fünf existierenden Bücher dann auch noch durch hat bleibt nur noch warten … kein Wunder dass viele eifrige Fans Schöpfer George R.R. Martin am liebsten an seinen Schreibtisch binden würden. Vorerst bleiben aber erst einmal die Zuschauer gefesselt von Staffel 3 zurück. Und die meisten wohl auch ein wenig geschockt und benommen. Politischer war Fiktion selten und spannender oder monumentaler umgesetzt auch nicht. 

"If you think this has a happy ending, you haven't been paying attention."

Gisela Stummer (academicworld.net)

GAME OF THRONES - Season 3

Idee: D. B. Weiss, David Benioff
Darsteller: Peter Dinklage, Lena Headey, Alfie Allen, Emilia Clarke, Nikolaj Coster-Waldau, Michelle Fairley, Jerome Flynn, Aidan Gillen, Jack Gleeson, Iain Glen, Kit Harington, Richard Madden

Ab dem 31.03.14 auf Blu-ray™ und DVD im Vertrieb von Warner Home Video Germany




Die Berufseinsteigerfrage

Frage: Wie halte ich es mit der Frage nach dem Gehalt?

Bewerbung & Berufseinstieg, Die Berufseinsteigerfrage:

Hans Peter B. will's wissen: "Bei manchen Bewerbungen muss man eine Gehaltsvorstellung angeben, zuweilen wird man auch im Bewerbungsgespräch danach gefragt. Was soll man da sagen? Soll man sich nach irgendwelchen Gehaltstabellen orientieren? Und ist das Ganze verlässlich? Also: Wie halte ich es mit der Gehaltsfrage? "


Serie: Netzperlen

Diese Woche: Notes of Berlin

Netzperlen:

In Berlin kommt alles zusammen: Verrückt- und Verruchtheit, Offenheit und Spießertum, Liebe und Hass - im deutschen Mekka für Kreative und Individualisten gibt es viel zu entdecken. Was für skurrile, poetische oder humorvolle Zettelchen und Botschaften überall in der Stadt versteckt sind, zeigt uns ...


Serie: Studenten fragen Professoren

Warum bekommt das Eigelb bei hartgekochten Eiern manchmal so einen unansehnlichen grünblauen Rand?

Studenten fragen Professoren: Alltagsfragen

Frage: Warum bekommt das Eigelb bei hartgekochten Eiern manchmal so einen unansehnlichen grünblauen Rand?Antwort: "Im Eigelb gibt es ein Protein namens Phosvitin, das antioxidative Eigenschaften hat. Dieses Protein hat Eisen an sich gebunden. Im Kochprozess wird im Eiklar Schwefel freigesetzt und es entsteht Schwefelwasserstoff. Im längerdauernden Kochprozess, das heißt bei höherer Temperatur, kann sich das Eisen aus dem Phosvitin herauslösen und mit dem Schwefel aus dem Eiklar zu Eisensulfid verbinden, was dann den grünblauen Rand ergibt. Diese Veränderung – übrigens auch der leichte Geruch nach Schwefelwasserstoff – wird erst beobachtet, wenn sehr lang gekocht wird und die Temperatur im Inneren des Eies hoch ist."Heutiger Experte: Humanernährungsexpertin Prof. Dr. Maria-E. Herr...