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TV/DVD/Game, Fantasy & Horror

Hexenwerk

Wenn Hexen hexen muss das nicht immer zum Schaden anderer sein – kann es aber – das wissen wir spätestens seit Bibi Blocksberg. Eine ganz klassische böse Hexe ist Schneewittchens Stiefmutter. Das kann man meisterhaft bewundern, in Form von Walt Disneys erstem Meisterwerk „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ – jetzt als „Diamond Edition“ auf DVD und High-Definition Blu-ray Disc™ in neuem Glanz. Ganz anders sieht das beim Auftakt zu Josephine Angelinis „Everflame-Trilogie“ aus.

Hexenwerk
© Disney. All Rights Reserved.
Hexenwerk

Einfach märchenhaft

Spieglein, Spieglein an der Wand, was ist immer noch der bezauberndste Schneewitchen-Film? Richtig, der von Walt Disney aus dem Jahre 1937. Seit 20. November gibt es denn aktuell wieder im Handel, farblich aufgehübscht und als Extra mit einem Audiokommentar mit dem Mickey Maus Erfinder persönlich. 

Ansonsten alles wie gehabt: Die liebreizende Köngistochter wird der neidischen Stiefmutter zu hübsch – wie kann der Spiegel solche Aussagen nur wagen? Ein Jäger hat ein weiches Herz, sieben liebenswerte Zwerge (Chef, Happy, Schlafmütz, Hatschi, Pimpel, Brummbär und Seppl) nehmen eine fremde Einbrecherin bei sich auf, ein mäßig bekömmlicher Apfel kommt zum Einsatz und am Schluss triumphiert dann doch die Liebe.

Dazu kommen die wunderbar gezeichneten Figuren, die schmissigen Lieder und ganz viel Herzblut. Ein Film, der mit Sicherheit auch zum 100. in knapp 20 Jahren immer noch sehenswert sein wird. Perfekt in der Weihnachtszeit: Futter für das Kind in uns. 

Gisela Stummer (academicworld.net)

Schneewittchen und die sieben Zwerge 
Regie: David D. Hand

Aktuell erhältlich in der Diamond Edition auf DVD und Blu-ray HD.

Hexenwerk

Der Zauber der Flammen

Was wäre, wenn alles was dich schwächt, in einer anderen Welt deine Stärke wäre? Für die 17-jährige Lily Proctor wird diese Hypotheses Wirklichkeit, als sie sich nach einer großen Enttäuschung durch ihren besten Freund Tristan plötzlich in einer ganz anderen Welt wiederfindet, in der Hexen die Welt regieren. Und sie scheint eine von ihnen zu sein.

Es ist ja ohnehin nicht leicht 17 zu sein. Wenn man von zahllosen Allergien und Krankheiten dann auch noch so dermaßen eingeschränkt wird, wie die rothaarige Lily Proctor, dann kann man schon einmal am eigenen Leben verzweifeln. Die andauernde Verwirrtheit ihre Mutter macht es ihr natürlich auch nicht leichter und als ihr dann auch noch Tristan, ihr bester Freund seit Kindertagen, in den Rücken fällt, scheint sie buchstäblich nichts mehr hier zu halten. 

Und es passiert das, was im wirklichen Leben nie passiert: Das Mauseloch zum Verschwinden taucht tatsächlich auf. Und als Lily wieder zu sich kommt, findet sie sich in einer ganz anderen Welt wieder. Eine Welt, in der der zur Zeit der Hexenverfolgungen in Salem nicht der Galgen, sondern der Scheiterhaufen zum Einsatz kam. Nicht ahnend, dass wirkliche Hexen ihre Kraft aus dem Feuer schöpfen. Mit dem Ergebnis, dass die Hexen sich in dieser Welt nicht nur offenbarten, sondern die Macht übernahmen und für relative Sicherheit und Komfort der Menschen sorgen. Den schwarzen Peter haben die Wissenschaften zugeschoben bekommen. Die mächtigste Hexe im Lande ist Lilian – und die sieht Lily zum Verwechseln ähnlich. Si e hat die Doppelgängerin zu sich geholt. Doch Lily will mit der skrupellosen Herrscherin nichts zu tun haben und flieht. Auf sich alleine gestellt muss sie sich zunächst in der neuen Welt zurechtfinden, doch bald trifft sie nicht nur auf eine Version ihres besten Freundes Tristan, sondern auch auf Rowan, einen ehemaligen Vertrauten von Lilian, der in Lily bald heftige Gefühle los tritt …

Angelini hat sich da eine ganz schön ausgeklügelte Welt zurechtgebaut. Leider bleiben viele der Figuren, die sie bevölkern etwas blass. Eine durchaus unterhaltsame Ergänzung für die Gattung der All-Age-Fantasy.

Gisela Stummer (academicworld.net)

Josephine Angelini. Everflame - Feuerprobe
19,99 Euro. Dressler




Die Berufseinsteigerfrage

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Die Berufseinsteigerfrage:

“Nach einem Traineeprogramm bin ich seit 10 Monaten in leitender Position in einem Industrieunternehmen. Ich habe promoviert und halte mich für überdurchschnittlich qualifiziert. Mit Teamarbeit in einem überwiegend akademischem Umfeld hatte ich noch nie Probleme. In meinem Team, welches aus 22 Mitarbeitern besteht, gibt es aber gerade auf der niedrigsten Hierarchieebene Mitarbeiter, die meinen Anweisungen nicht folgen und an jeder Stelle boykottieren. Die Respektlosigkeit, mit der ich dabei konfrontiert werde, ist vollkommen neu für mich. Die Rüpelhaftigkeit, mit der mir mitgeteilt wird, man sei sowieso unkündbar und ich solle mir ‘die Sekräterinnenbande’ besser nicht zum Feind machen, macht mich sprachlos. Wie soll ich mit dieser Form des Vorgesetzten-Mobbings umgehen?“ Philip S. (29) aus Mannheim


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