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Flypaper – wer überfällt hier wen?

Patrick Dempsey, ausnahmsweise ohne weißen Kittel und Ashley Judd spielen die Hauptrolle in dieser rasanten Gangster-Komödie von den Autoren von Hangover. Seit dem 23. März ist der Spaß im Handel erhältlich.

Zufall oder eiskalte Berechnung?

Tripp wollte eigentlich nur mal schnell in die Bank und etwas erledigen, als plötzlich bewaffnete Räuber die Bank stürmen, um sie zu überfallen. Dummerweise sind sie nicht die einzigen, die auf diese Idee gekommen sind. Auch eine zweite Bande macht sich daran gerade dieses Geldinstitut auszuräumen. Es kommt zum Schusswechsel infolgedessen ein FBI-Agent tödlich getroffen zu Boden geht. Tripp versucht deeskalierend auf die beiden Gruppierungen einzuwirken und es gelingt ihm einen kurzen Waffenstillstand auszuhandeln. 


Als das Sicherheitssystem der Bank jedoch alle Türen hermetisch verriegelt, sind die Räuber mit einer Gruppe von Geiseln um Tripp und die schöne Bankangestellte Kaitlin gefangen. Die Situation droht zu eskalieren. Doch schon bald wird allen Beteiligten klar - die ganze Situation ist kein Zufall. Irgendjemand hat dieses ganze Szenario inszeniert ? und dieser jemand muss sich in der Bank aufhalten. Die Suche nach dem Verantwortlichen beginnt?

Unqualifizierte Gangster

Die Geschichte von Flypaper klingt zunächst ganz unterhaltsam. Man stelle sich vor, dass zeitgleich zwei Gangsterbanden, die selbe Bank überfallen wollen und dann dort eingeschlossen werden. Wie sich die Geschichte im Laufe des Film entwickelt, ist aber zum Teil nicht wirklich überzeugend. Die Bankräuber sind leider so überzeichnet, dass man sich kaum vorstellen kann, dass auch nur einer der Beteiligten tatsächlich in der Lage sein sollte, erfolgreich eine Bank auszurauben. Zu stümperhaft gehen sie ans Werk. Exemplarisch ist der Versuch mit Sprengstoff die Geldautomaten zu sprengen. Das amüsiert den Zuschauer zwar durchaus, aber mit fortschreitender Dauer werden die Gags immer vorhersehbarer. Auch die Idee eines Rankings für Verbrecher, das den Räubern wichtiger zu sein scheint, als der eigentliche Überfall, ist nicht wirklich glaubhaft.

Hübsches Paar

Für Abwechslung und Spannung im Film sorgt das Verhältnis der Geiseln untereinander. Es ist recht amüsant mit anzuschauen, wie diese ungleiche Gruppe im Angesicht der drohenden Gefahr agiert. Speziell die Entwicklung der Beziehung zwischen Patrick Dempsey und Ashley Judd hatt eine ganz eigene Dynamik. Leider werden die restlichen Figuren größtenteils nur sehr oberflächlich behandelt. Der von Dempsey verkörperte Tripp allerdings hält den Zuschauer bei Laune. Er ist die einzige Figur, die wirklich mit Tiefgang ausgestattet ist. Es fällt schwer ihn und seine Macken richtig einzuschätzen. Ist alles nur Show? Will er von etwas ablenken?

Überraschendes Ende

Auch wenn die Geschichte mit einem durchaus überraschenden und krachenden Finale daherkommt, ändert das am Gesamteindruck leider wenig. Den Autoren der Erfolgskomödie Hangover, sind zwar wieder einige witzige Gags gelungen, diesen geht aber immer wieder die Luft aus. 

Fazit: Auf der einen Seite bietet Flyaper viel Klamauk und überzeichnete Gangster, auf der anderen Seite eine unterhaltsame Liebesgeschichte und Spannung bis zum Schluss. Allerdings kommt Flypaper nicht an den Unterhaltungswert von Hangover heran.

Thomas Hepp (academicworld.net)



FLYPAPER

Darsteller: Patrick Dempsey, Ashley Judd, Jeffrey Tambor

Regie: Rob Minkoff

Im Universum Film Verleih





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