Bob Dylans Leben als Film: I'm not there

- Foto:Tobis
"I'm not there" läuft jetzt auch in den deutschen Kinos: eine eigenwillige Annäherung an das Leben von Bob Dylan, der dabei von sechs verschiedenen Darstellern verkörpert wird.
Cate Blanchett hat zwar dann doch nicht den Oscar als beste Nebendarstellerin gewonnen, aber immerhin ja einen Golden Globe und den Coppa Volpi, den Darstellerpreis der Filmfestspiele von Venedig. Hauptdarsteller gibt es in "I'm not there" gar keinen, obwohl der Film sehr wohl eine Hauptfigur hat: Bob Dylan. Doch die Ikone des Folk, Rock und Pop wird von sechs verschiedenen Schauspielern verkörpert: Neben Cate Blanchett außerdem Christian Bale, Richard Gere, der verstorbene Heath Ledger, Ben Wishaw und Marcus Carl Franklin. Durch diese Aufspaltung kann Regisseur Todd Hayes verschiedene verschiedene Facetten von Dylans Persönlichkeit und Biographie aufgreifen. Die Episoden sind zudem stilistisch unterschiedlich umgesetzt.
Der Film ist allerdings nicht chronologisch aufgebaut und verfolgt auch keine durchgehende Handlung. Die Episoden zeigen reale Szenen, die wirklich so stattgefunden haben und auch abstrakte philophische Betrachtungen. So sieht man beispielsweise, wie Dylan als 11-jähriger Singer-Songwriter Ende der 50er durchs Land reist und in der Folkszene des New Yorker Village zum Star wird. 1965 benutzt er zum ersten Mal eine elektrische Gitarre und stößt seine Fans durch seine Hinwendung zur elektronisch verstärkten Rockmusik vor den Kopf (Cate Blanchett). Er versucht sich als Schauspieler in einem Western (Heath Ledger), scheitert als Familienvater, wird bei einem Motorradunfall verletzt, was ihn lange aus dem Verkehr zieht. Als gealterter Outlaw (Richard Gere) taucht er schließlich wieder auf und macht sich noch einmal auf die Reise.

- Foto: The Weinstein Company
Durch die verschiedenen Handlungsstränge und Episoden zeigt diese Filmbiographie Bob Dylan als vielfältige Persönlichkeit, als charismatischen rätselhaften Star, der in keine Schublade passt. Der große Dylan selbst hat den Film übrigens für gut befunden.
I'm not there (USA 2007)
Drama, ab 12 Jahren
135 Min.
Quellen: Wikipedia, Tobis Film.



























