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Film ab

Nicht nur die großen Hollywood-Produktionen haben einiges zu bieten, auch das deutsche beziehungsweise deutschsprachige Kino liefert gute Filme ab. Beweise gefällig?

Film ab
© Dieter Schütz/pixelio.de
Ruhm

Ruhm

Eine Welle von Literaturverfilmungen scheint aktuell durch die deutsche Filmlandschaft zu schwappen. Daniel Kehlmanns gleichnamiges Buch etwa war die Vorlage für "Ruhm". Ein Film, der sich vor allem den verschiedenen Aspekten von Prominenz und Identität widmet. Die Darstellerliste liest sich recht prominent, leider gelingt es aber nicht so recht, dem Ensemblefilm Leben einzuhauchen. Dabei ist es gerade das Leben, nach dem die Protagonisten des Films verzweifelt trachten. So geerdet, wie der Jetset hier manchmal zwangsweise wird, tritt der Film leider nicht auf. Die Schauspieler wissen zu überzeugen, das Gesamtkonstrukt leider nicht so ganz. Zu viele Ideen werden angerissen, zu wenige überzeugend ausgebaut.

Ruhm

Regie: Isabel Kleefeld
Darsteller: Senta Berger, Heino Ferch, Julia Koschitz, Stefan Kurt

Russendisko

Russendisko

Auch Wladimir Kaminers Buchvorlage "Russendisko" ist episodenhaft, schildert er darin doch in autobiografisch angehauchten Kurzgeschichten, die Schwierigkeiten und Erlebnisse bei der Emigration von Russland in die Bundesrepublik. Aus dieser Sammlung von Einzelepisoden hat Regisseur Oliver Ziegenbalg eine Geschichte dreier Freunde gestrickt. Die Buchvorlage ist dabei nur noch Rahmen und Inspiration. In der filmischen Umsetzung wollen die Freunde Wladimir, Mischa und Andrej nach der Wende ein neues Leben beginnen. Aus dem kommunistischen Russland nach Berlin. Die Stadt, in der damals alles möglich schien. Eine freie Interpretation von Kaminers Erfolgsbuch - nicht ohne Charme, aber bisweilen ein wenig bemüht.

Russendisko

Regie: Oliver Ziegenbalg
Darsteller: Matthias Schweighöfer, Friedrich Mücke, Christian Friedel

Atmen

Atmen

Schwarzen Humor und skurrile Figuren können die Österreicher einfach besser filmisch einfangen. Das beweist einmal mehr "Atmen", das Regiedebüt von Karl Markovics. In bedacht inszenierten Bildern erzählt er die Geschichte des 19-jährigen Straftäters Roman (Thomas Schubert), der kurz vor der Entlassung steht. Im Freigang nimmt er einen Job bei einem Bestattungsunternehmen an und findet durch den Tod zurück ins Leben. Langsam findet er wieder Interesse an anderen Menschen und stellt sich schließlich auch den eigenen Dämonen. Das ruhig und stimmig erzählte Machwerk geht völlig zu Recht als österreichischer Beitrag ins Rennen um die nächsten Oscars.

Atmen

Regie: Karl Markovics
Darsteller: Thomas Schubert, Karin Lischka, Gerhard Liebmann

Gisela Stummer (academicworld.net)




Die Berufseinsteigerfrage

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Die Berufseinsteigerfrage:

“Nach einem Traineeprogramm bin ich seit 10 Monaten in leitender Position in einem Industrieunternehmen. Ich habe promoviert und halte mich für überdurchschnittlich qualifiziert. Mit Teamarbeit in einem überwiegend akademischem Umfeld hatte ich noch nie Probleme. In meinem Team, welches aus 22 Mitarbeitern besteht, gibt es aber gerade auf der niedrigsten Hierarchieebene Mitarbeiter, die meinen Anweisungen nicht folgen und an jeder Stelle boykottieren. Die Respektlosigkeit, mit der ich dabei konfrontiert werde, ist vollkommen neu für mich. Die Rüpelhaftigkeit, mit der mir mitgeteilt wird, man sei sowieso unkündbar und ich solle mir ‘die Sekräterinnenbande’ besser nicht zum Feind machen, macht mich sprachlos. Wie soll ich mit dieser Form des Vorgesetzten-Mobbings umgehen?“ Philip S. (29) aus Mannheim


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