12. Dezember 2012 - Die letzten Tage ...
Nun sind es nur noch 10 Tage bis zu meinem Abflug. Es ist viel Zeit vergangen und das sehr schnell. An den Arbeitstagen habe ich das Projekt auf Vordermann gebracht, sowie tatkräftig im Qualitätsmanagement unterstützt. Ebenfalls habe ich neue Routen für DHL GM entwickelt, die vielleicht bald genauso gefahren werden, wie ich es geplant habe. Ein gutes Gefühl!
In meiner Freizeit ging es mal wieder wie im Urlaub zu. Über Thanksgiving besuchte ich meine Verwandten in New Jersey und New York. Es war ein ereignisreiches Wochenende mit einem wunderbaren Thanksgiving-Dinner und tollem Sightseeing Programm. Am folgenden Wochenende hörte der Urlaubsstress gar nicht auf: Ich bekam Besuch von Freunden aus Deutschland mit denen ich dann eine Bahamas Kreuzfahrt unternommen habe. Die Bahamas sind sehr sehenswert und ich habe noch nie so klares Wasser am Strand gesehen. Paradies! Auch standen wieder einige Ausflüge in Miami an um den Botanic Garden zu besuchen und natürlich South Beach. Jetzt steht schon mein letztes Wochenende bevor und das lasse ich mir natürlich auch nicht entgehen. Zusammen mit den anderen Studenten und Mitbewohnern haben wir uns Hotelzimmer am Strand von St. Pete an der Westküste gebucht. Speedboatfahren und einfach nur noch am Strand faulenzen stehen im Programm.
Sicherlich fragen sich viele, wie die Weihnachtsstimmung hier in Florida so ohne Schnee ist. Ich kann dazu sagen, dass die Leute hier in der Sonne sehr wohl mithalten können. In den Malls spielt Weihnachtsmusik, die Häuser sind geschmückt und Weihnachtsfiguren werden aufgestellt, Palmen am Straßenrand werden mit Lichterketten überzogen und und und … Jedoch bin ich doch ganz glücklich, pünktlich an Weihnachten zu Hause mit der Familie zu sitzen und von meinen Erlebnissen hier aus Florida zu berichten.
11. November 2012 - Der Sturm zog vorbei

Wie schon bereits erwähnt, zog ein Hurricane an Florida vorbei und traf erst so richtig in New York ein. Dieses hatte zur Folge, dass Energie in Form von Strom und Benzin knapp waren. Subways fuhren nicht, Wohnungen und Häuser waren überschwemmt. Unter den Betroffenen waren auch die Kollegen aus dem Mailterminal EWR in Newark. Diese konnten auf Grund der Umstände nicht zur Arbeit antreten. Die Praktikanten mussten helfen! Aus freiwilliger Basis haben weitere Praktikanten und ich uns dazu bereit erklärt im Mailterminal auszuhelfen. Ebenfalls eine super Chance, die Prozesse live zu erleben. Somit flogen wir zum Standort, scannten, codierten und sortierten die Pakete. Es war eine Erfahrung wert. Das gesamte Verfahren wird zum großen Teil von Menschenhand ausgeführt. Nur wenig computergesteuerte Maschinen helfen im Prozess - anders als bei uns in Deutschland. Die Arbeit ist anstrengend und ich spreche den Menschen, die diesen Job Tag für Tag machen, großen Respekt aus. Sie steuern einen wesentlichen Bestandteil zum Unternehmenserfolg bei!
Ein kleiner Ausflug nach New York – Manhattan versüßte den Aufenthalt: Times Square, Hot Dogs, Rockefeller Center und vieles mehr… Diese Stadt ist einfach großartig! Und es stimmt: Sie schläft nie.
4. November 2012 - Hallo, Ween!

Halloween in Amerika? Großartig! Alle Häuser waren geschmückt, die Leute verkleideten sich sogar zur Arbeit und in den TV-Programmen liefen die alten Horrorklassiker. Da nun der Wettkampf um die besten Kostüme vorbei ist, kann ich auch nun alles verraten: Wir bedeckten einen Teil des Großraumbüros mit schwarzer Folie, klebten Sterne dran und hingen gefärbte Luftballons auf. Überall violette Lichter und Schwarzlicht. Aber genug geredet, man sieht es ja schließlich besser auf den Fotos. Unser Motto war Star Wars! Das volle Programm! Darth Vaider, Obi Van, Tschubaka, Stormtroopers und andere waren mit an Bord. Die Stormtroopers (darunter auch ich) hatten Dienst von morgens 7:30 bis 9:00. Es stand jeweils einer von uns in den Fahrstühlen und weitere vor diesen um die Leute nach deren Ausweisen und deren Absichten auszufragen. Aber das war ja nicht genug. Das ganze Star Wars Team marschierte durch das Büro und im Hintergrund lief der ‘Imperial March Sound’. Jedoch immer noch nicht genug. Um 11:30 trafen Darth Vaider und Obi Van aufeinander und ein Kampf brach aus. Obi Van verlor diesen Kampf und starb… Alle Kollegen mussten diese Tragödie beobachten…
Wer gewann nun den besten Preis? Es war das Human Ressources Team mit dem Motto: der Zauberer von Oz. Durch die detaillierten Kostüme und die gut ausgedachte Dekoration gewann das Team den Vorsprung. Weitere Konkurrenten waren ein Zirkus-Team, Willy Wonka und seine Umpa Lumpas, sowie tote Rockstars. Aber es gab ja noch einen Preis für das beste Einzelkostuem… Diesen gewann unser Yoda. Ebenso wurde eine weitere Kategorie eingeführt dank einer tollen Performance vom Star Wars Team! Der Kampf zwischen Darth Vaider und Obi Van war einfach spektakulär und somit gewann das Star Wars Team zwei von drei Kategorien: bestes Einzelkostüm und beste Performance!
Hurricane Sandy zog an Florida vorbei in Richtung New York! Neben kleinen Überschwemmungen und ein paar abgebrochenen Ästen wegen des starken Windes ist in Florida nichts Erwähnenswertes passiert. Jedenfalls nichts was ich mitbekommen habe. Doch in New York traf der Hurricane dann richtig ein! Welche Folgen, dass auf DHL Global Mail hat? Lest weiter!
23. Oktober 2012 - Fast wie Urlaub ... manchmal

- Working Holidays
Nun sind schon einige Tage vergangen und ich habe meinen Rhythmus gefunden. In der Woche konzentriere mich auf die Arbeit und gehe abends ins amerikanische Fitnessstudio mit Whirlpool, Dampfbad, Swimmingpool, etc. (leider entspricht das hauseigene nicht meinen Bedürfnissen) und am Wochenende werden die Tage wie im Urlaub ausgenutzt!
Die Einführungsphase bei der Arbeit ist beendet und ich unterstütze tatkräftig meinen Ansprechpartner bei seinem Projekt durch eigenständige Absprachen mit den Stakeholdern und dem Schreiben eines Business Cases. Da ich noch nicht genau geklärt habe, wie vertraulich das Projekt ist, kann ich auch keine nähere Auskunft dazu geben als zuvor. Nebenbei erledige ich noch kleinere zusätzliche Aufgaben, wie Qualitätschecks von Sendungen und Routenplanung.
Ansonsten ist die Arbeitsatmosphäre sehr angenehm. Die Kollegen sind Studenten gewöhnt und begrüßen uns gerne. Bald ist Halloween!!! Das heißt, es werden Parts innerhalb der Abteilungen aufgeteilt, sogenannte Strategien: Gruppenkostüme, Bürodekoration, eventuelle Show… Nur um den anderen Abteilungen die Show zu stellen. Es ist ein ernst genommener Wettkampf, die Strategie muss geheim bleiben und es darf nicht im Büro darüber geredet werden. Also wird auch hier erst nächste Woche verraten, wie es ausgegangen ist und welche Strategie überlegt wurde. Natürlich auch mit Foto.
Wie bereits gesagt: Das Wochenende ist wie Urlaub! Somit unternahm ich mit den anderen Studenten einen kleinen Ausflug zum südlichsten Punkt der USA auf Key West. Dort konnten wir mit stark motorisierten Jetskis durch den Golfstrom und den Atlantik rasen und am nächsten Tag durch Schnorcheln die Unterwasserwelt des drittgrößten Riffs der Welt (Info der Reiseveranstalter) beobachten. Work-Life-Balance = Perfekt!!!
Über Thanksgiving bin in wie Anja in New York, danach geht es auf die Bahamas. Live’s good! ;-)
10. Oktober 2012 - Welcome to Miami!
Nach einem 9,5h langen Flug endlich am Miami International Airport gelandet. Nach einer Stunde in dem Warteraum der Security musste ich auch nicht mehr auf meine Koffer warten, denn die standen schon bereit zum Mitnehmen.
Mit einem Shuttle ging es dann zu meiner Gastfamilie (Hollywood), bei denen ich herzlichst empfangen wurde. Es ist eine peruanische Familie mit einer Tochter und einem weiteren weiblichen Gast. Das Haus befindet sich in einer gated Community und ist nicht weit weg vom eigenen Pool und Fitnessstudio dieser Community. Kaum angekommen geht es am nächsten Tag direkt los mit der Arbeit…
Das Gebäude liegt in Weston und ist ein sogenanntes Corporate Center, d.h. es befinden sich hier mehrere Firmen, wie zum Beispiel die Ocean Bank. Die Arbeitsatmosphäre ist schon sehr anders: Grossraumbüros mit Kapseln als Arbeitsplätze. Aber auch daran kann man sich schnell gewoehnen. Mein Ansprechpartner ist sehr nett und hilfsbereit. Das erste Mittagessen im “JapanInn” ging auf seine Rechnung.
Jedoch kurz zum Geschäftsmodell der Global Mail: diese holen die Lieferungen beim Geschäftskunden ab und bringen sie in die Terminals, wo sie sortiert und codiert werden. Von den Terminals geht es dann in ca. 20 weitere Terminals, die strategisch in den USA verteilt sind oder in andere Länder bei einem internationalen Handel. Die Lieferungen werden dann schließlich zu den verschiedenen Zentralen oder Zustellstützpunkten geliefert. Ab dort übernimmt im nationalen Geschäft USPS (United State Postal Service) die Arbeit und liefert dem Endkunden seine Ware.
Was meine Aufgabe da ist? Produktentwicklung durch Routen- und Kostenplanung: Es soll möglich sein, dass die Lieferung so früh wie möglich an den Zweigstellen ankommt um diese noch am selben Tag ausliefern zu können. Dieses macht das eigentliche Dienstleistungsprodukt noch wertvoller!
Die erste Woche verging relativ schnell und ich konnte schon einen kleinen Ausflug nach South Beach Miami genießen. Leider spielte das Wetter nicht ganz mit, da noch zur Zeit Regensaison ist, aber Woche für Woche wird es besser. Ebenfalls sind zwei weitere Studenten der Deustche Post DHL am Samstag angereist und hausen ebenfalls bei der gleichen Gastfamilie.
- Arbeitsplatz mit Palmen

- Viktor Komm tauscht den deutschen Herbst gegen das sonnige Miami


























