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E4 - Treffer, versenkt

Dass kein Oscar-Kandidat dabei herauskommt, wenn Spielehersteller Hasbro die filmische Umsetzung von Schiffe versenken sponsert, hätte eigentlich klar sein müssen. Trotzdem wurde der Film "Battleship" beim Kinostart gnadenlos verrissen. Schon auch zu Recht, aber trotzdem macht der Werbefilm für die US-Marine durchaus Spaß. Seit 23. August auf DVD und Blu-ray.

E4 - Treffer, versenkt
Hilfe die Aliens kommen. © Universal Pictures Germany

Da bleibt kein Schiff über Wasser …

Eigentlich hat Alex Hopper (Taylor Kitsch) nur eines im Sinn: er will seiner hübschen Freundin Sam (Brooklyn Decker) einen Antrag machen. Dazu gehört in (Hollywood) Amerika natürlich das väterliche Einverständnis. Dummerweise ist Sams Vater Admiral Shane (Liam Neeson) nicht besonders überzeugt von der Wahl seines Töcherleins. Hatte doch der gute Alex schon beim Kennenlernen eine mittlere Katastrophe losgetreten um der Hübschen einen Snack aus dem geschlossenen Supermarkt zu besorgen und die Nacht im Knast beendet. Daraufhin beschließt Alex‘ Bruder Stone (Alexander Skarsgård), seines Zeichens mustergültiger Navy-Offizier, dass der kleine Bruder für derlei Blödsinn eigentlich viel zu clever ist und holt ihn zu sich in die Marine. Leider enden die Leichtsinnigkeiten damit noch lange nicht.

Erst als ihm ein Alienangriff während eines internationalen Flottenmanövers beim Gespräch mit dem Schwiedervater in spe dazwischenfunkt, muss Alex - kurz vor dem Rauswurf aus der Navy - wirklich Farbe bekennen. Plötzlich ist sein Schiff auf sich gestellt und er ist der Ranghöchste an Bord. Das Spiel beginnt. Als das Radar versagt kann nur mithilfe aus dem Wasser gefischter Kollegen aus Japan und einem technischen Kniff ausgemacht werden, wo der Feind sich aufhält. Jetzt darf gezielt werden - schließlich sind wir bei Schiffe versenken. Derweil hat auch Physiotherapeutin Sam Feindkontakt und könnte Hilfe gebrauchen. Doch unter dem riesigen Schutzschild, dass die Außerirdischen über Hawaii aufgespannt haben, ist das Funk- und Handynetz tot.

E4 - Treffer, versenkt
Neben Popsternchen Rihanna wirkt Taylor Kitsch wie ein Oscar-Anwärter. © Universal Pictures Germany

… und kein Klischee ungenutzt

Vom gezähmten Wildling, über den Feind, der zum besten Freund wird bis zu den tapferen Veteranen - man denke ein Kriegsfilm-Klischee seiner Wahl und finde es in Peter Bergs Film verwirklicht. Und es ist wahrlich keine Überraschung, dass die tapferen Menschlein am Ende den Sieg davon tragen. Wenn sie aber auch so hingebungsvoll um ihr Leben kämpfen - oder genauer um die Ehre, denn Kollateralschäden sind so zahlreich wie unbedeutend dargestellt.

Sinn- und planvoll ist das selten. Unterhaltsam und rasant aber schon. In so dichter Frequenz wie hier bisweilen explodiert wird, kommt man auch kaum dazu, nach so etwas wie Logik und Konzept zu fahnden. Und bis auf die schrecklich deplatziert herumstolpernde Rihanna sind die Schauspieler durchaus engagiert bei der Sache. So martialisch wurde länger nicht zu stampfenden Hard-Rock-Beats in den Krieg marschiert. Dieser maßlos überzogene, kampflüsternde Hyper-Patriotismus ist dann auch das eigentliche Problem des Ganzen. Mit wie viel Begeisterung hier in den Krieg gezogen wird ist schon etwas erschreckend - frei nach dem Motto: Wir sind die Navy. Uns kann keiner aufhalten. Und wenn der Bruder stirbt reicht doch ein schmerzlicher Blick, bevor weitergekämpft wird, oder? Das schlimmste daran ist aber, dass genau dieser Aspekt, im Gegensatz zum herrlich überzogenen Kampfgetümmel, vollkommen ernst und ironiefrei erscheint.

Gisela Stummer (academicworld.net)

Battleship

Regie: Peter Berg
Darsteller: Taylor Kitsch, Rihanna, Liam Neeson, Alexander Skarsgård, Brooklyn Decker

Im Verleih von Universal Pictures
 




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