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Gesellschaft

Die Zeit der "grünen" Banken

Was machen Öko-Banken eigentlich anders? Dank Hypo Real Estate, Lehmann Brothers und Co: Banken hatten vermutlich nie zuvor ein schlechteres Image. So verwundert es nicht, dass die sogenannten Ökobanken im Vormarsch sind – Banken, die auf Nachhaltigkeit und soziales Bewusstsein setzen. Laut einer Studie der Managementberatung ZEB sei ein Kundenpotenzial von zehn bis zwölf Millionen bis zum Jahr 2020 realistisch. Doch was steckt genau dahinter? Wir sprachen mit zwei Bankern der anderen Art.

Kundenzuwachsraten von über 30 Prozent: Ökobanken sind die Gewinner der Finanzkrise und Grün mal wieder die Farbe der Hoffnung

Oliver Brandt von der UmweltBank

Was unterscheidet die UmweltBank von anderen Banken?
Die UmweltBank gibt ihren Kunden ein in der deutschen Bankenlandschaft einmaliges Versprechen: Sie garantiert jedem Anleger, dass Kredite ausschließlich an Umweltprojekte vergeben werden. Wir finanzieren nur ökologische Zukunftsprojekte im Bereich Erneuerbare Energien aus Wind, Wasser, Sonne und Biomasse. Den Kundeneinlagen in Höhe von einer Milliarde Euro steht ein etwa ebenso hohes Volumen von ökologischen Krediten gegenüber.

Und was bietet die UmweltBank an – und was nicht?
Ein Girokonto beispielsweise bietet die UmweltBank nicht an. Die UmweltBank ist keine klassische Hausbank, sondern eine Förderbank für Umweltprojekte. Die UmweltBank bietet nachhaltige Anlageprodukte vom Tagesgeld über Sparbuch, Sparbriefe und Sparverträge an. Im Angebot sind ebenso nachhaltige Aktien und Investmentfonds, Beteiligungen an Umweltprojekten in Form von Genussrechten oder geschlossenen Fonds sowie ökologische Versicherungsprodukte.

Mit dem Geld ihrer Kunden werden ökologische Kreditprojekte gefördert, zum Beispiel im Bereich Baufinanzierung, energetische Neubauten oder Sanierungen, außerdem auch Solaranlagen, Wind- und Wasserkraftprojekte sowie Biogasanlagen oder Biolandwirtschaft.

Wie ökologisch ist eigentlich Bildung? Könnten Sie sich vorstellen, auch irgendwann Studienkredite anzubieten?
Die Einführung eines Studienkredits ist bei der UmweltBank derzeit nicht geplant. Als Arbeitgeber hingegen bieten wir Hochschulabsolventen, die Ökonomie und Ökologie miteinander verbinden möchten, interessante Einstiegsmöglichkeiten in den Beruf mit unseren Trainee-Programmen.


Die UmweltBank AG mit Sitz in Nürnberg versteht sich als Förderbank für den Umweltbereich und ist mit über 80.000 Kunden Marktführer bei den Ökobanken.

www.umweltbank.de

Sylke Schröder ist Vorstandsmitglied der EthikBank. Diese fungiert als Direktbank der Volksbank Eisenberg und hat aktuell rund 10.000 Kunden.

Sylke Schröder von der EthikBank

Wie sieht der "kategorische Imperativ" der EthikBank aus?
Das Entscheidende ist die Mittelverwendung – sowohl bei der Vergabe von Krediten, wie auch bei den eigenen Anlagen. Das heißt, wir investieren nur in Staaten und Firmen, die zum einen nicht an unseren sechs Tabukriterien scheitern – beispielsweise keine Kinderarbeit oder Rüstungprodukte – zum anderen in unseren neun Positivkriterien überdurchschnittlich gut abschneiden. Stichwort "Gläserne Bank": Wir legen bis ins Detail offen, wie und wo wir das Geld unserer Kunden verwenden.

Neben der Kreditvergabe und Investmentprodukten bieten Sie aber auch ein "normales" Girokonto an?
Richtig, ein Direktkonto, auch für Studenten nicht kostenlos, aber mit besonderen Konditionen. Und wir bieten übrigens auch ein sogenanntes Mikrokonto an – das ist ein Angebot für Schuldner, die ihre finanziellen Probleme ernsthaft lösen wollen, entweder durch ein gerichtliches Schuldenbereinigungsverfahren oder durch eine Privatinsolvenz. Diese Menschen bekommen normalerweise nirgendwo mehr ein Konto.

www.ethikbank.de

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Rolf Miller, der Halbsatz

21 Fragen an: Rolf Miller

Rolf Miller ist der "Meister des unfreiwilligen Humors". Der Träger des Deutschen Kleinkunstpreises glänzt durch breitesten Odenwälder Dialekt und die Fähigkeit, Sätze einfach mal gar nicht oder wenigstens ganz anders zu beenden, als der Zuhörer erwartet. Die Themen: Alles und Nichts. Die Kunst: Treffende Aussagen eines schlichten Gemüts. Grandios.


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“Nach einem Traineeprogramm bin ich seit 10 Monaten in leitender Position in einem Industrieunternehmen. Ich habe promoviert und halte mich für überdurchschnittlich qualifiziert. Mit Teamarbeit in einem überwiegend akademischem Umfeld hatte ich noch nie Probleme. In meinem Team, welches aus 22 Mitarbeitern besteht, gibt es aber gerade auf der niedrigsten Hierarchieebene Mitarbeiter, die meinen Anweisungen nicht folgen und an jeder Stelle boykottieren. Die Respektlosigkeit, mit der ich dabei konfrontiert werde, ist vollkommen neu für mich. Die Rüpelhaftigkeit, mit der mir mitgeteilt wird, man sei sowieso unkündbar und ich solle mir ‘die Sekräterinnenbande’ besser nicht zum Feind machen, macht mich sprachlos. Wie soll ich mit dieser Form des Vorgesetzten-Mobbings umgehen?“ Philip S. (29) aus Mannheim


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