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STUDIUM

Die Semesterferien richtig nutzen – 5 hilfreiche Tipps

Die Semesterferien dauern ziemlich lange, aber der Begriff „Ferien" ist in diesem Zusammenhang leider irreführend. Besser ist es, von der vorlesungsfreien Zeit zu sprechen. Studenten müssen heute sehr viele verschiedene Aufgaben in dieser Zeit erledigen.

Bild © fak1911 (722779) – pixabay.com

1. Organisation und Prüfungen

Die vorlesungsfreie Zeit beginnt für die meisten Studenten heutzutage vor allem mit Prüfungen. Innerhalb der Semester werden diese heute kaum noch abgehalten, und je nach Studienfachkombination ist die Organisation der Termine alles andere als einfach. Schließlich überschneiden sich manche Angebote, und so muss man abwägen, bei welchem Fach man erst den zweiten Versuch in den nächsten Semesterferien wahrnimmt. Ehe also auch nur an Urlaub, Familienbesuch oder Job zu denken ist, müssen folgende Aufgaben erledigt werden: 

- Klausurtermine wahrnehmen
- mündliche Prüfungen ablegen
- Hausarbeiten schreiben
- Organisation des folgenden Semesters
- gegebenenfalls Vorbereitungskurse auf neue Veranstaltungen

Viel Zeit bleibt da oft nicht für andere Aktivitäten – die ganzen alten Witze über die faulen Studenten sind seit der Umstellung auf Bachelor und Master einfach nicht mehr aktuell.

2. Praktika absolvieren

In zahlreichen Studienfächern sind Praktika feste Bestandteile. Aber selbst in denjenigen, in denen das nicht der Fall ist, kann sich die Arbeitserfahrung in den Semesterferien lohnen: Die praktische Erfahrung, die Studenten irgendwann vor ihrem Arbeitsantritt gesammelt haben, wird für viele Arbeitgeber immer wichtiger. Dabei ist es allerdings unerlässlich, antizyklisch zu arbeiten: Wer in den nächsten Semesterferien ein Praktikum absolvieren möchte, sollte bereits in den jetzigen die entsprechende Bewerbung dafür verfassen. 

3. Summer Sessions oder Sprachreisen

Fremdsprachen werden immer wichtiger, von daher entscheiden sich viele Studenten dafür, in ihren Semesterferien ihre Kenntnisse aufzufrischen. Dafür gibt es unterschiedliche Methoden: Man kann eine Sprachreise buchen und im Land der Wahl zusammen mit anderen Studenten aus vielen Ländern intensive Sprachkurse belegen. Wer keine andere Wahl hat, als sich in einer Fremdsprache zu verständigen, lernt deutlich schneller als andere.

Alternativ kann man zum Englischlernen auch an den Summer Sessions an Universitäten im englischsprachigen Ausland teilnehmen. Dabei handelt es sich um Intensivkurse von sechs bis zehn Wochen. Es gibt Credit Points dafür, die auf das eigene Studium angerechnet werden können. Viele Studenten entscheiden sich allerdings dafür, diese Kurse mit einem Auslandssemester zu verbinden, da in den Semesterferien häufig die Zeit fehlt.

4. Saisonjobs annehmen

Wer in den Semesterferien Geld verdienen muss, kann sich nach mehrwöchigen Saisonjobs umsehen. Das geht ganz einfach online: Auf Portalen wie meinsaisonjob.de melden sich sowohl Arbeitswillige wie auch Arbeitgeber an und füllen Profile aus. Beide Seiten können nach passenden Angeboten suchen und so unkompliziert und mit wenig Zeitaufwand das Gesuchte finden. Neben Geld bringen diese Jobs vor allem praktische Erfahrung mit sich – also etwas, das im streng durchgetakteten Studium sonst häufig zu kurz kommt. Vor allem Flexibilität, Teamwork und der Umgang mit Menschen werden durch diese Erfahrung geschult. Und die Umgebung, in der oft meist andere Menschen ihren Urlaub verbringen, ist ein schöner Bonus.

5. Work & Travel

Wer die Zeit hat und dringend etwas von der Welt sehen möchte, kann mittels Work & Travel ziemlich herumkommen, ohne von vornherein allzu viel auf dem Konto zu haben. Man lernt dabei fremde Länder kennen und verdient sich sein Geld nebenher mit Gelegenheitsjobs. Diese Art zu reisen hat viele Vorteile für junge, flexible Menschen: Sie lernen andere Kulturen nicht nur von der Touristenwarte aus kennen, sind gezwungen, sich in Fremdsprachen zu verständigen und lernen das Reisen mit leichtem Gepäck: Mehr als ein Trekkingrucksack behindert das einfache Fortkommen. Das sogenannte Working-Holiday-Visum erlaubt den Aufenthalt und die Arbeit in vielen verschiedenen Ländern. Und die Arbeitgeber sehen eine solche Reise gern, da sie darauf hindeutet, dass der Bewerber weltoffen und sprachgewandt ist.




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“Nach einem Traineeprogramm bin ich seit 10 Monaten in leitender Position in einem Industrieunternehmen. Ich habe promoviert und halte mich für überdurchschnittlich qualifiziert. Mit Teamarbeit in einem überwiegend akademischem Umfeld hatte ich noch nie Probleme. In meinem Team, welches aus 22 Mitarbeitern besteht, gibt es aber gerade auf der niedrigsten Hierarchieebene Mitarbeiter, die meinen Anweisungen nicht folgen und an jeder Stelle boykottieren. Die Respektlosigkeit, mit der ich dabei konfrontiert werde, ist vollkommen neu für mich. Die Rüpelhaftigkeit, mit der mir mitgeteilt wird, man sei sowieso unkündbar und ich solle mir ‘die Sekräterinnenbande’ besser nicht zum Feind machen, macht mich sprachlos. Wie soll ich mit dieser Form des Vorgesetzten-Mobbings umgehen?“ Philip S. (29) aus Mannheim


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