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Die Sache mit der großen Mauer

Wie ein Film plötzlich politische Bedeutung bekommen kann: Man nehme einen Film über die chinesische Mauer, die das Land vor Monstern schützen soll. Sodann fügt man gedanklich einen sehr bekannten, eher wenig geschätzten Politiker hinzu ... THE GREAT WALL, jetzt im Heimkino!

Schauen nicht nur fantasievoll aus, sondern sind leicht hochmütig, dafür aber auch extrem schlagkräftig. Bild: Universal

China, um 1100 vor Christus. Sie ist über 8.000 Kilometer lang, die chinesische Mauer. In und auf ihr leben die Mitglieder des Namenlosen Ordens, eine ultimative Kampfgruppe, die ihr Leben dem Schutz der Welt hinter der Chinesischen Mauer geweiht hat. Die Mauer ist die letzte Bastion gegen die unzerstörbare Macht der Tao Tei - mystische und dabei sehr reale Wesen, die aus einer Legende rund um die Gier der Menschheit entstanden sind. Alle 60 Jahre greifen sie das Reich China an, alle 60 Jahre sterben sehr viele Mitglieder des Namenlosen Ordens bei der Abwehr der blutrünstigen Monster. Doch dieses Mal sieht es nicht so "rosig aus", denn die Monster greifen viel zahlreicher an als sonst und dazugelernt haben die Biester auch noch! Mittendrin in den Kämpfen stecken zwei europäische Männer, die auf der Suche nach Schwarzpulver durch den asiatischen Raum gezogen sind. Beide werden wohl oder übel in diese epische Schlacht zwischen Mensch und Monster gezogen, wobei ihre fast zerbrechende Freundschaft fast das geringste aller Übel ist ...

Die Kritik

Besagte Assoziation mit dem Politiker sollte man natürlich nicht überwerten - man kommt nur nicht darum herum. Ein wenig Politik ist trotzdem enthalten, denn der chinesische Kaiser ist ein wenig zu sehr von seiner Macht überzeugt. Er glaubt nicht, dass die Monster ihm was können, was die Arbeit des Namenlosen Ordens unfassbar erschwert. Dabei bleibt es aber.

Optisch gesehen ist der Film ein kleines Schmuckstück, denn hier trifft Asien auf den Westen: Ein buntes Schauspiel mit chinesischer Detailversessenheit wird mit westlichen Elementen kombiniert. Dabei wird streng darauf geachtet, beides voneinander zu trennen, sodass der Zuschauer es zum Glück nicht mit einem Kung Fu kämpfenden Ritter zu tun bekommt - solch schaurige Crossover sollte man meiden, hier also absolut gelungen. Der Westen kommt über die zwei Söldner zum Tragen, die eine recht interessante, weil von Sarkasmus, Ironie und überraschender Loyalität geprägte Freundschaft pflegen.

Insgesamt ist der Film aber natürlich ein reiner Zeitvertreib, wenn man sich nicht mit der Materie dahinter beschäftigt: Die Tao Tei wurden nicht einfach erfunden, sondern haben ihren Ursprung in einer der wohl ältesten Legenden Chinas. Wer möchte, kann sich in das Thema vertiefen. Wenn nicht, habt ihr immer noch eine charmante Unterhaltung!



Bettina Riedel (academicworld.net)

THE GREAT WALL

Ab dem 18. Mai im Vertrieb von Universal als DVD und BluRay fürs Heimkino erhältlich.

Darsteller: Matt Damon, Jing Tian, Pedro Pascal, Willem Dafoe, Andy Lau
Regie: Zhang Yimo






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